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Die Meßlatte lag nach den letzten Wochenenden in Schwarme und Melsungen schon sehr hoch. Das Fahrerfeld in Werlte war wie immer excellent und mit dem Endlauf um die deutsche Gespannmeisterschaft obendrein noch ein Knaller. Aber keiner wusste, wie sich die Premiere des Langbahn-Paar-Wettbewerbes entpuppen würde. Die Idee war gut, die Teilnehmer bestens ausgewählt und die Partner-Zulosungen von den Namen her ausgeglichen. Nach der Regenpleite vom letzten Jahr, sollte sich nun zeigen, in wie weit man sich aus der Affäre ziehen kann. Das Wetter spielte, bis auf einen 20 minütigen Schauer am Nachmittag – zum Glück mit, die Ränge und Tribünenplätze waren voll und die Atmosphäre knisterte. Es war Wahnsinn, was zwischen den Fans für eine Stimmung sorgte. Allerdings lösten mehr als 1000 Fans ihre noch gültigen Karten vom letzten Jahr wieder ein und so kann man nun auch erst wirklich sehen, in wie weit sich das abgesagte Rennen von 2005 finanziell auszahlen würde. Glück gehabtÜbrigens: am Sonntag stand - wie im letzten Jahr - der Hümmlingring komplett unter Wasser. Es schüttete ununterbrochen, als wenn Petrus alles das auf einmal runter ließ, was er die Woche vor und während des Rennes bei sich liess. Das Beten und Hoffen aller hat also geholfen und sowohl der Veranstalter als auch die Fans wurden mit einer perfekten Mischung aus Sport und Action für letztes Jahr belohnt. Fakten:Der Etat dieses Rennens stand zwischen 80.000 und 90.000 Euro. 58 Flutlichtmasten mit einer Gesamtstärke von 140.000 Watt strahlten die 541 m lange und 16 m breite Strecke aus. 14 Offizielle, 110 Helfer vom MSC Werlte, MSC Bad Zwischenahn und MSC Dohren wurden eingesetzt. 14 Siegerkränze und 30 Pokale, von den der Größte 1,80 m hoch war, galt es auszufahren, Und natürlich standen die Clubdamen mit ihrem Catering wieder ganz hoch im Kurs. Im Vorfeld:Während es in weiten Teilen Norddeutschlands mehrere Regengebiete durchzogen, blieb es Werlte die ganze Woche vor dem Rennen trocken. Es war sogar so trocken, dass man am Mittwoch noch 60.000 Liter Wasser auf die Bahn brachte. Die Niederländischen Freunde sorgten am Freitagabend für ein reichhaltiges und leckeres Grillfest vor dem Clubheim und die ersten Fahrer – vorwiegend Engländer – trafen so nach und nach ein. Am Samstagmorgen dann aber eine kleine Enttäuschung bei Josef Hukelmann: Stephan Katt rief aus England an und berichtete, dass er wegen der Geschehnisse an Englands Flughafen seinen Flug nicht wie geplant kriegen kann. Doch der Versuch, mit einem Ersatzflug nach Düsseldorf zu fliegen, gelang und Catman konnte mit Verspätung dennoch in Werlte antreten. Eine schmerzhafte Erfahrung musste dann vor der Fahrerbesprechung Europameister Bernd Kreuzer einstecken, als er beim Schliessen der Schiebetür des Transporters seinen Finger noch dazwischen hatte. Blau angelaufen und mächtig dick biss er aber auf die Zähne und nahm dennoch wie geplant an allen Läufen teil. Die Deutsche MeisterschaftFür die frisch gebackenen Europameister Kunert / Kreuzer begann es wieder so wie bei der EM in Melsungen: Sie fielen in Führung liegend in der 3. Runde aus. Grund: Der Motor ging fest. Doch da es bei einem DMSB-Prädikat darum geht den punktbesten Fahrer des gesamten Rennens als Meister zu küren, schien der Zug auf die Meisterschaft schon abgefahren zu sein. So auch bei dem Ehepaar Mößmer, die wegen Sichtproblemen in der 1. Ecke ins Innenfeld fuhren. Für Stefan Brandhofer war dieser Auftaktheat im Gegensatz dazu aber schon der Grundstein zur Meisterschaft. Stefan siegte mit dem wieder genesenen Stefan Peters hier und im folgenden 2. Durchgang nach packendem Fight mit Ex-Meister Oliver Wehrle und Thomas Schmid. Nach einem weiteren 2. Rang zur Abschluss der Vorrunde brachte dies den jüngeren der Brandhofer-Brüder auf den Vorlaufrang 1. Bruder Markus blieb ihm aber auf den Fersen, denn sicherte er sich mit Helmut Beller ebenfalls 2 Vorlaufsiege nach 2 Durchgängen. Im 2. Outing fuhr er sich dabei auch von Rang 2 auf 1 vor. Nun gut, Kunert führte in diesem Lauf erneut, doch kam er aufgrund eines platten Vorderrades nur oder noch auf Rang 3 im Ziel an. Stefan und Markus, die im 5. Vorlauf gegeneinander antreten mussten, unterlagen hier beide Wehrle / Schmid, die nach Abschluss der Vorrunde mit 13 Punkten, wie Markus, den 3. Vorlaufrang behielten. 2 zweite Plätze fuhr dieses Doppel neben dem Laufsieg des weiteren ein. „Wir wollen sehen, wie weit wir kommen. Wenn es nicht geht, hören wir auf“, so Thomas Raesfeld, der nun erstmals nach über 2 monatiger Verletzungspause erstmals wieder im Gespann Platz nahm. Kraft- und Konditionsdefizit waren zu überwinden, und Thomas konnte dieses perfekt. Mit 9 Vorlaufpunkten gehörten sie zu den Top 4 der ersten 9 Heats und hatten nun noch die Teilnahme am Finale im Visier. Nach dem Ausfall und 3-Punkte-Plattfuss schrieben Kunert/ Kreuzer nun 5 Punkte, obwohl sie diesmal Probleme mit dem Ölschlauch hatten. 8 Punkte brachte sie auf Rang 5 der Vorrunde, gefolgt von Thomas Buß und Helmut Gärtner. Dieses B-Lizenz-Duo wusste zu begeistern und scheute sich nicht, in die packenden Zweikämpfe mit den erfahrenen I-Akteuren zu gehen. Mit einem Blitzstart überraschten sie im 2. Heat. Doch fielen sie hier von Rang 2 auf 5 zurück, ehe sich Thomas auf Platz 4 zurück kämpfte. Auch im letzten Vorlauf kämpfte er und blieb am Ende Sieger im Kampf mit Raesfeld auf Rang 2. Der 2. B-Lizenz-Teilnehmer aus dem Süden Patric Metzger zeigte und gab auch zu, dass er in der 1. Ecke sehr viel Respekt habe, doch schrieb er insgesamt 7 Punkte, von denen er sich alleine 4 im 2. Lauf nach Kampf gegen Karlheinz Waldhäusl mit Tobias Stett sicherte. Hut ab vor dieser Leistung. Waldhäusl / Stett folgten auch sodann in der Zwischenwertung mit 6 Zählern gefolgt von den Mößmers. Nach dem Problem mit der „Dunkelheit“ im 1. Durchgang, kam nach 3 Punkten dann noch ein Ausfall wegen eines herausgesprungenen Ganges hinzu. Somit blieben sie auf ihren 3 Punkten sitzen. Schmerzhafte 3 Punkte fuhr sich Marco Hundsrucker ins Ziel. Schreiend unterm Helm bis er von der erste Ecke bis ins Ziel. Ihm flog hier nämlich ein Stein ans Knie, so dass er nicht nur auf die weiteren Rennen verzichten musste, sondern auch im Krankenhaus vorstellig werden musste. Die Untersuchungen am Knie haben aber noch keine eindeutige Diagnose ergeben, da es zu sehr angeschwollen war und man konnte weder auf den Röntgenbildern noch auf den Bildern der CT etwas erkennen. Obendrein wurde er dann auch noch in dieser Nacht Vater eines Sohnes, so wie Managerin Andy Schwickert am nächsten Tag in Rastede erzählte. Dass Marco diese Geburt nun verpasste, ärgerte ihn nun auch noch. Neben den Genesungswünschen kommen diesmal auch die Glückwünsche zur Geburt des Stammhalters!!! Albrecht / Stett. – um im Text einmal fortzufahren – hatten ebenfalls 3 Punkte auf dem Konto und standen somit noch Andreas Horn und Nico Näger in der Liste. Horn / Näger erhielten den Startplatz, da der eigentlich qualifizierte NBM-B-Lizenzer Arne Friskovec mit Jan Martin Wagner mit dänischer Lizenz fährt und somit wie Karl Keil nicht startberechtigt war. Die für Hundsrucker zum Einsatz gekommenen Markus Venus mit Markus Rettenbeck mischten zwar in ihren 2 Einsätzen immer vorne mit, doch bremste sie jedes Mal ein Ausfall und sie waren aus der Halbfinalrunde raus. Laut DMSB-Regelwerk werden nämlich nicht besetzte Halbfinal- oder Finalplätze durch Reservisten aufgefüllt. Die SemisNun ging es ans Eingemachte: Wer von den punktbesten Akteuren bleibt auf der Siegerstrasse und kann sich den Weg ins Finale ebnen? Aus dem 1. Semi waren dies Kunert / Kreuzer, die nun mit 13 Punkten ins Finale gingen. Stefan Brandhofer stockte sein Konto nach dem 2. Rang auf 18 Zähler auf. Obwohl die Mößmers nun auf Rang 3 ins Ziel kamen, waren sie out. 2 Punkte brachten die Lüdinghauser ins Ziel und sie standen auf der Kippe und mussten erst mal das 2. Halbfinale abwarten, während Waldhäusl und Albrecht ebenfalls einpacken konnten. Das 2. Halbfinale ging nun also mit 5 Teams über die Bühne. Hier gingen Brandhofer / Beller nach Aufholjagd als Sieger durchs Ziel. Buß / Gärtner, die die Führung inne hatten, wurden aber nicht nur von Markus eingeholt, sondern auch noch von Wehrle / Schmid. Markus ging wie sein Bruder auch mit 18 Punkten in den Endlauf, während Wehrle mit 17 Punkten mehr als in Lauerstellung stand. Ein Stechen lag also in der Luft... Das FinaleFür Buß und Raesfeld langte die Punktzahl von jeweils 11 dann auch noch zur Teilnahme am Finale, doch waren sie wie Kunert außer Reichweite des Podestplatzes. Egon Müller, der Kunert natürlich die Daumen drückte, prognostizierte vor dem Finale: „Aus eigener Kraft können sie keine Meister mehr werden, aber ich hoffe und denke, dass sie das Finale gewinnen.“ Egon behielt Recht, denn Kunert/ Kreuzer verabschiedeten sich mit dem Finalsieg und dem 4. Gesamtrang aus dieser Meisterschaft. Dahinter fuhr mit gestreckter Siegerfaust Stefan Brandhofer über die Linie. Er wusste: Er hat den Titel 2006 sicher. Und viele haben es den beiden Stefans nach dem dramatischen Ende der EM von letzter Woche gegönnt. Und Bruder Markus? Er fand sich hinter Wehrle auf Rang 4 im Ziel wieder, was nun ein Stechen um die Vizemeisterschaft bedeutete. Buß kam auf Rang 5 ins Ziel, während Raesfeld vorzeitig ins Innenfeld fuhr. Das StechenHui – eine Spannung, das seines Gleichen schon zuvor schon beim DEKA-Finale gefunden hatte (dazu später aber mehr), lag nun in der Luft. Markus erwischte den besseren Start, doch blieb Wehrle immer in Schlagdistanz. Zur Halbzeit dieses Stechens wechselte die Führung und somit auch die Träger der Silber- und Bronze-Medaille. Markus liess aber nicht locker, doch wurde er ausgangs der letzten Ecke durch einen heftigen Knall und einem zerfetzten Motor gestoppt. Die Enttäuschung bei ihnen war nun ebenso so groß ,wie andererseits die Freude bei Wehrle über den Vizetitel. Kleiner Trost für Markus: Es tut nun bestimmt nicht so weh, durch so einen kapitalen Motorschaden auf Rang 3 liegend zu verlieren, als dieses Szenario eine Handbreite von Platz 2 entfernt durchzumachen. Herzlichen Glückwunsch den Brandhofers mit Stefan und Helmut, sowie Oliver und Thomas. Etwas Neues bracht der BahnsportDie Idee entstand in einer schlaflosen Nacht von Hukelmann. Er ist ja bekannt dafür, dass er immer wieder etwas im Petto hat. Diesmal wollte er im Hinblick auf die 2007 neu eingeführte Team WM eine Art „Probelauf“ in Sachen Teamfahren ausprobieren. Mit der Unterstützung des Vorstandes und den anderen Clubmitgliedern wurde diese Idee umgesetzt und die Fahrer wurden verpflichtet. Teamleader standen bereits für die Sponsoren fest und deren Partner wurden aus dem DEKA- Mega-Cup, in dem sich die Namen der Partner befanden, gelost. Die TeambildungenRobert Barth fand in Dirk Fabriek seinen 2. Mann, Matten Kröger bekam Christian Hülshorst zur Seite, Bernd Diener loste Jannick de Jong, Stephan Katts Partner wurde Peppi Rudolph, Andrew Appleton und Mathieu Tresarrieu, übrigens beide Werlte-Debütanten, bildeten ein Team, Joe Screen wurde durch Jörg Tebbe unterstützt, Enrico Janoschka trat mit Glen Phillips an und Gerd Riss ging mit Benny Hegener in die Rennen. Nynke de Jong und Markus Eibl bildeten das Reserveteam, blieben aber ohne Einsatz, während der 3. Mann in der Ausscheidung um diese beiden Plätze Volker Striepe im Ausscheidungslauf zu Sturz kam und sich den Daumen auskugelte. Prognosen und AuftaktBarths Prognose lautete: Appleton und Tresarrieu sind das stärkste Team. Appleton hingegen hatte Barth und Fabriek als auf dem Plan. Irgendwie behielten am Ende aber beide Recht. Die ersten 2. Läufe in dieser Wertung waren so was von ausgeglichen, ausgeglichener ging es schon gar nicht mehr. Jedes Team brachte 5 Punkte ins Ziel und erst mit dem 3. Lauf gab es erste kleine Tendenzen. Die weiteren DurchgängeNach Barths (2) und Fabrieks (3) ersten 5 Punkten konnten sie ihre Zähler auf 11 aufstocken. Zum ersten Mal mit von der Partie waren Janoschka / Phillips sowie Riss / Hegener. Das Deutsch-Englische Doppel holte 4 Zähler (3 durch Janoschka, 1 durch Phillips), während Riss mit dem Laufsieg zum Einzelsammler wurde. Laufsieger Kröger schrieb im 4. Lauf weitere 3, während Partner Hülse nun seinen ersten Punkt ins Ziel fuhr. Damit hatten sie 9 Punkte auf dem Konto. Katt /Rudolph nahmen wie schon zuvor alle anderen Mitstreiter ins Sandwich, was bedeutet, dass Katt siegte und Rudolph die rote Laterne besaß. Janoschka / Phillips siegten als Paar mit 6 Punkten, die sich in 4 für den Deutschen und 2 für den Briten aufteilten. Riss blieb anschliessend Einzelkämpfer, da Kollege Hegener wegen Sichtproblemen aufgeben musste. Diener folgte auf Rang 2 und Partner de Jong kämpfte bis zur Ziellinie und wurde nach einem Fotofinish zum Sieger auf Rang 3 erklärt. Das Nachsehen hatte somit Tebbe, der vor seinem enttäuschend fahrenden Screen ins Ziel kam. Barth /Fabriek holten mit 8 weiteren Punkten auch ihre letzten Punkte aus der Vorrunde. Sie schlossen mit insgesamt 19 Zählern ab, die sich in 11 für den Weltmeister und 8 für Fabriek aufteilten. Auch Katt und Rudolph waren nun fertig und während Katt 14 Punkte aus der Vorrunde holte, konnte Peppi nicht einen einzigen Zähler zur Teamwertung beitragen. Appleton, der im Fotofinish gegenüber Screen zum Beginn gewann und 4 Punkte aus diesem Lauf mitbrachte, ging nun auf Rang 5 unter, während Tresarrieu (nach 1 Punkt zu Beginn) nun 2 Zähler holte – und das auch noch ohne Brille, da diese dicht war. Mit dem 7. Lauf schlossen nun Kröger / Hülshorst ihre Vorrunde ab. Matten fuhr weitere 4 Punkte ins Ziel, was insgesamt bei ihm 12 Punkte machte und Hülse seinen 2. Punkt ins Ziel bringen konnte. Suma-Sumarum ergab dieses 14 Teampunkte. Auch Screen / Tebbe schlossen nun ihren 3. Durchgang ab – Screen mit einem Nuller, was somit bei 4 Punkten blieb und Tebbe mit einem 3. Rang, der seine eigenes Konto auf 7 schraubte. Zusammen zählten sie 11 Punkte. Riss blieb aber der ungeschlagene Mann und konnte auf ein lupenreines Maximum blicken, während sich Kollege Hegener nun auf Rang 4 durchsetzten konnte. Seine 2 Punkte sicherten somit die spätere Finalteilnahme mit 17 Punkten insgesamt. Mit dem 8. und letzten Lauf ging es noch neben Barth/Fabriek und Riss / Hegener um den letzten Finalplatz. Obwohl Appleton gerade vor diesem Lauf gestand, dass er diese Bahn nicht mag und eben doch Grasbahnen bevorzugt, holte er sich den Laufsieg und konnte nun auf 10 eigene Punkte blicken. 3 Punkte seitens Tresarrieu bedeuteten für ihn alleine 6 und in der Gemeinschaft 16 Punkte. 16 Punkte hatten am Ende auch Diener / de Jong. Diener, der 4 Punkte noch einmal herausholte, kam auf alleinige 12, während de Jong nun leer ausging und somit 4 Punkte hatte. Janoschka / Phillips fuhren fast parallel ins Ziel und holten sich somit insgesamt 3 Punkte. Janoschka hatte 9, Phillips 4, was zusammen 13 Zähler machte. Die weiteren PlatziertenDiener /de Jong verpasste das Finale, da die punktgleichen Debütanten Appleton und Tresarrieu auf einen Laufsieg blicken konnten. Sie wurden somit auf Rang 4 mit 16 gewertet. Katt / Rudolph kamen mit 14 Zählern auf Platz 5, gefolgt von Kröger / Hülshorst, ebenfalls 14. Janoschka / Phillips belegten Platz 6 mit 13 Punkten und Screen / Tebbe bildeten mit 11 Punkten das Schlusslicht. Das FinaleAppleton siegte, doch konnte auch nur er das Ziel erreichen: Kollege Mathieu musste abbrechen, da er soviel Dreck ins Auge bekam, dass er sich ins Sanizelt begeben musste und sogar die Siegerehrung verpasste. Platz 2 und 4 gingen an Barth und Fabriek, die damit unangefochten 25 Punkte schrieben, dieses Paarrennen gewannen und obendrein noch den Team-Bahnrekord sicherten. Riss steckte nun seine erste Niederlage ein und kam auf Rang 3, doch erfuhr man später, dass er sich im Finale das Knie verdrehte und auch deswegen auf das DEKA-Finale verzichtete. Hegener holte den letzten Zähler und so schrieben er und Gerd wie Andrew und Mathieu 21 Punkte. Dank des Laufsieges im letzten Lauf wurde diesem gemischten Nationenteam der 2. Rang zugesprochen und Riss / Hegener kamen auf Rang 3. Das DEKA-FinaleDa Riss, wie erwähnt, und auch Barth auf das DEKA-Handicap-Finale verzichteten, rutschten Diener und Kröger nach, während Katt und Appleton ihren Platz wahrnahmen. Hinter den 3 B-Lizenz-Siegern Toni Kröger, Sönke Petersen und Ramin Stanek, die allesamt nur wegen diesem einen Lauf bis in den späten Abend warteten, obwohl auf sie am folgenden Tag das Finale zum deutschen Bahnpokal auf sie wartete. Nichts desto Trotz waren alle 3 heiss auf diese begehrten außergewöhnlichen Trophäen, doch dass es einer wirklich von ihnen schaffen wollte, mochte wohl keiner so wirklich glauben. Überraschungssieger Kröger – aber der „Kleine“Toni Kröger belehrte uns aber eines besseren und konnte sich die Führung von Stanek sichern. Während nun die 30 Meter hinterher-Starter Appleton, Diener Katt und Matten Kröger so langsam Petersen und Stanek einfingen, baute Toni Kröger seinen Vorsprung sogar etwas aus. 6 Runden sind verdammt lang und während sich Ramon und Sönke schon am Ende des Feldes wiederfanden, konnte keiner die „kleinen“ Kröger einholen. Das Nervenkostüm bei ihm selber hielt, während es bei seinem Team kaum noch auszuhalten war. Die Sensation war perfekt – „Der Kröger ist den Lauf seines Lebens gefahren“, so Weltmeister Barth, der das Spektakel von aussen beobachtete. Nach Jannick de Jong ist er der 2. B-Lizenzer, der diesen Megapott gewinnen konnte und der drittplatzierte Katt stellte fest, dass diese „Pötte“ auch immer größer werden. „Das ist ja unglaublich“ so Catmans Äußerung und der Blick auf die 1,80m hohe Trophäe, die im übrigen sogar größer als der Sieger ist. Probleme hatten das Team im Anschluss damit, dieses Mammut-Teil überhaupt in den Transporter zu bekommen. Glücklicher Weise hatte Kollege Jürgen Schmidt noch Platz bei sich und man vertraute ihm diesen Pokal an. Die Ergebnis – Das Rahmenprogramm (folgt am Dienstag)Das Werlte-FazitNegativ: Die Zulosung der Team-Partner war ein heiteres Durcheinander. Man verlor die Übersicht, wer wann zu wem gestellt wurde. Vorschlag fürs nächste Mal: Die Fahrer ohne Motorräder zur Vorstellung antreten lassen und die Teamvorstellung kann so auch paarweise erfolgen. Insgesamt gesehen dauerte diese Veranstaltung zu lange. Mit einer ungewollt zu langen Fahrervorstellung kam man schon mit etwas Verspätung zum ersten Heat. Bei der Siegerehrung gegen 00.30 Uhr waren dann auch schon viele Fans nicht mehr vor Ort. Die Wheelie-Show hat insgesamt gesehen ebenfalls viel zu lange gedauert, obwohl sich die Teilnehmer für diese Einlage wieder viele Ideen haben einfallen liessen. Die Akustik hätte vom Turm her besser geregelt werden müssen, als Co-Kommentator Rüdiger Stadel aus dem Innenring sprach. Es war viel zu laut. Positiv: Danke noch einmal an die holländischen Freunde, die am Freitagabend fürs leibliche Wohl sorgten. Petrus machte alles wieder gut, was er letztes Jahr vermasselt hatte, obwohl es rund ums Emsland zu regnen schien. Glückwunsch zum Experiment Paarfahren. Eine tolle Idee und von den Namen her ausgeglichene Team-Zulosungen. Eine Gänsehaut-Atmosphäre herrschte auf den voll besetzten Rängen. Ich selber habe mich zwischenzeitig unter die Fans gemischt und durfte die Atmosphäre förmlich aufsaugen. Boah – es war der Hammer. So was kenn ich persönlich nur aus Frankreich. Die Musik kam aus riesengroßen Lautsprechern und war vom allerfeinsten. Geschätzte 6000 Fans kamen ins Stadion. Spannender können Entscheidungen nicht ausgehen: Zum einen der Überraschungssieg von Toni Kröger beim DEKA-Finale und dann natürlich auch die Entscheidung im Finale zur Gespann DM und dem Stechen, was für Markus und Helmut aber dramatisch endete. Zum Schmunzeln:An einer Imbissbude standen 2 junge Herren neben mir, von denen der eine einen Gipsarm hatte. Dieser wurde von seinem Kumpel gefragt, wann er denn wieder fit sei und sein nächstes Rennen fahren könnte: Die WM in Vechta würde angestrebt werden. Tja Jungs, mit diesem Versuch, die Aufmerksam auf euch zu ziehen, ward ihr ausgerechnet bei mir an der falschen Adresse... Ich kenne leider all unsere WM-Piloten.... :-) |