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Die Qualifikation zum DEKA-Finale7 B-Lizenz Akteure nannten u.a. beim MSC Werlte, obwohl
sie einen Tag später am deutschen Bahnpokal in Rastede teilnehmen sollten.
Aber diese zum einen sportliche Doppelbelastung und zum anderen nervliche
Anspannung machte ihnen nichts aus. Im Gegenteil: Die 3 Sieger dieser
Klasse warteten bis spät in die Nacht darauf, ihren Start beim DEKA-Handicap
Finale wahrzunehmen.
Jeder der insgesamt 14 qualifizierten Fahrer aus dem Pflichttraining, hatte 2 Vorläufe zu bestreiten und Toni Kröger, der sich als Seriensieger in seinem 1. B-Lizenz-Jahr entpuppte, fuhr gleich erstmal die schnellste Pflichttrainingszeit. Ihm sollte in den 2 Vorläufen auch keiner das Wasser reichen können. Ihm am ehesten auf den Fersen war Sönke Petersen, der ebenfalls den Tag danach in Rastede an den Start gehen musste. Der Oldenburger unterlag nur im direkten Duell Kröger und schrieb 9 Punkte vor dem Endlauf. Diesen beiden Akteuren war ein Podestplatz eigentlich nun schon gar nicht mehr zu nehmen, denn waren die nächsten Verfolger alle mit 6 Punkten schon ziemlich abgeschlagen. Zu ihnen gehörten Ramon Stanek, Mark Stiekema, Marc Hansen und John Cox. Allerdings muss man auch erwähnen, dass der 3. Vorlauf schon ein vorweg genommener Endlauf war, in dem sich die 7 Trainingsschnellsten Fahrer trafen. Klar, dass hier die nach dem 1. Lauf gut im Rennen liegende Piloten einige Punkte auf der Strecke lassen mussten. Im Gegensatz dazu konnten die vermeintlich „schwächeren“ Teilnehmer aus dem Pendant zum 3. Heat ihrerseits ordentlich Punkt gut machen. Darren Pugh, der im 1. Durchgang ausfiel, konnte somit im seinem 2. Heat siegen – es war der vermeintliche leichtere 2. Lauf dieses Durchganges – und fand sich als 7. Mann im Finale wieder. Während die 4 Vorläufe bereits am Nachmittag durchgeführt wurden, fand das Finale nun am Abend statt. Die Spannung stieg schon einmal auf die erste Entscheidung dieser Klasse. Kröger liess wieder mal keinen Zweifel an seiner Dominanz und siegte. Er stand schon jetzt schon in der 1. Reihe des Handicap-Laufes. Wer würden seine Nachbarn sein? Stanek wollte unbedingt in dieses DEKA-Finale und wusste, er muss vor dem punktgleichen Stiekema bleiben. Er schaffte es, und konnte auch die verzweifelten Versuche seitens Stiekema immer wieder abwehren. Geschafft, er kam auf Rang 2 ins Ziel, was sein Punktekonto auf 10 Zähler schraubte. Wo war Petersen? Ja, er blieb hinter Stiekema auf Rang 4 und seine 2 Punkte langten – dank des 3-Punkte-Vorspungs vor dem Finale – für den 2. Gesamtplatz vor Kumpel Ramon und auch er durfte sowohl auf dem Podest als auch in der 1. Reihe in der Nacht Platz nehmen. Stiekema kam somit logischer Weise auf den 4. Platz vor Pugh, Cox und Marc Hansen, der sein Konto nicht mehr aufstocken konnte. Hinter Pascal Swart, der als erster das Finale verpasste, fanden sich Sven Mannott und Jens Buchberger mit je 2 Punkten wieder. Auch der etwas übergewichtige Patrick Zwetsch schloss mit 2 Punkten ab. 250ccm-Pilot Jürgen Schmidt kam auf Anhieb in seinem ersten 500er-Rennen ins Feld und freute sich nicht nur darüber, sondern auch über seinen Zähler, den er einfahren konnte. Lokalmatador Bernd Dinklage fuhr ebenfalls einen Punkt ins Ziel, fiel aber im 2. Vorlauf aus. Der sonst eigentlich immer im Finale stehende Jens Klein erwischte einen rabenschwarzen Tag und fiel gleich 2 Mal aus. Mit einem lauten Knall verabschiedete er sich aus seinem 1. Heat – doch zum Glück war es kein Motorplatzer. Nach dem 2. Ausfall an diesem Tag blieb ihm nur die rote Laterne in der Ergebnisliste. Action der 1000ccmWas wären die 1000er-Piloten nur ohne Lou Coffin? Er sorgte wieder einmal dafür, dass diese 5 Teams auf dem Hümmlingring an den Start gehen konnten. Als Dankeschön an die Fans und dem Veranstalter für das letzte Jahr, zeigten sie ebenfalls spannenden Sport. Duncan Tolhurst und Terry Saunters blieben einen Punkt unter Maximum und gewannen somit diese Konkurrenz vor Paul Whitelam und Ian Whale, die den Siegern im ersten Heat den einen Punkt abnahmen. Auf Rang 3 kamen der asiatisch aussehende Peter Lloyd mit Nick Wilson, die sich in 2 Outings mit Roel Limburg und Eric van Dijk um die Plätze 3 und 4 stritt. Im 3. Lauf konnten die Niederländer aber wegen technischen Defekts nicht mehr antreten. Somit kamen Peter Colvin und Martyn Smith in 3. Lauf wenigstens zu einem Ehrenpunkt und schlossen auf Rang 5 ab. 8 Kids in der 125ccm KlasseWer soll Nick Lourens nur schlagen? Der Europameister dieser Klasse kann fahren, wo er will. Er lässt seiner Konkurrenz ja nicht mal den Hauch einer Chance, ihm überhaupt mal ein Pünktchen abzunehmen. Mit konstanten Durchschnittsgeschwindigkeiten von 76 Km/ h über 3 Runden war er immer rund 2 Km/h und mehr schneller als die Konkurrenz. Einzig Lokalmatador Kai Huckenbeck konnte im 1. Lauf bis auf einen Km/h an ihn heran kommen. Allerdings war für Kai dieser Renntag nach 2 Durchgängen mit 14 Punkten zu Ende. Der Motor ging fest. So konnte sich Maik Hofmann sicher auf Rang 2 im Endklassement durchsetzten, nachdem er 3 dritte Plätze ins Ziel brachte. Arjan Dikkema, der im Heat ohne Huckenbeck auf Rang 2 ins Ziel kam, sicherte sich somit Rang 3 auf dem Podest mit 17 Punkten. Huckenbeck kam am Ende auf Rang 4 vor dem Franzosen Benoit Lorenzon mit 13, Nils Hesse mit 10, Nico Eijbergen mit 7 und Jennifer Theismann mit 4 Punkten. |