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Ein emotionaler AuftaktDie Fahrer aller Klassen sowie sie KNMV- und Sanitäter-Abordnungen präsentierten sich dem Publikum im „Hippisch Centrum Exloo“. Und bevor die Akteure des Abends von Jacob Alkema vorgestellt wurden, bat Organisator Kor Wiersema um eine Gedenkminute für die in diesem Jahr tödlich verunglückten britischen Sportsfreunde Lester Goodwin und Dave Durnham. Nathalie Matthijssen hielt in ihren Händen ein großes Bild von Lester, das mit der musikalischen Untermalung mit „You never walk alone“ bei vielen zu Tränen rührte. „Gelber Engel“ Kröger Für Ronny Weis war es eine nervenaufreibende Anreise nach Exloo. Ca. 25 km vor Exloo streikte auf einmal sein Transporter und während er sich um die ADAC-Angelegenheit zu kümmern versuchte, kam Toni Kröger vorbei und schleppte Ronnie und sein Team zur Halle hin ab. Passend zum Training tauchten beide Teams auf und konnten somit wie geplant an diesem Rennen teilnehmen. Die Plätze 12 bis 9Mit ihnen gingen 10 weitere Stahlschuhakteure ins Oval, von denen jeder 4 Vorläufe absolvieren sollte, um die besten 4 von ihnen in dem doppelten A-Finale wieder zu sehen. Das frühe Aus kam für Ramon Stanek bereits im 2. Durchgang. Nach einem Sturz zu Beginn, für den er disqualifiziert wurde, folgte ein Ausfall wegen Kupplungsschaden. Auf die letzten beiden Vorläufe verzichtete er, obwohl ihm Kumpel Sönke Petersen sein Bike zumindest für den letzten Lauf anbot. Dominik Möller erreichte 3x Mal das Ziel und schrieb 2 Punkte. Im letzten Vorlauf fuhr er nach einem Kontakt Toni Kröger die Kette ab und wurde für den Restart ausgeschlossen. Der grippegeschwächte Jörg Tebbe kam nach 3 bisherigen Punkten im letzten Durchgang mit Daniel Rath zu Sturz. Beide blieben unversehrt und konnten im Rerun wieder teilnehmen. Obwohl er auf Platz 3 ins Ziel kam, erhielt er aber keine Punkte. (Leider habe ich nicht mitbekommen, warum.) Das letzte Drittel in der Ergebnisliste rundet Henry van der Steen ab, der nach 2 Nullrunden besser ins Rennen fand und 2 zweite Plätze ins Ziel brachte. Die Plätze 8 bis 5Mit 6 Punkten landete Mark Stiekema auf Rang 8. Im 2. Durchgang ging er mit einer Disqualifikation zurück ins Fahrerlager. Er wurde dafür verantwortlich gemacht, dass Dominik Möller stürzte, nach dem er zuvor selber in „Cowboy – wo ist dein Pferd Manier“ in der Startkurve zu Fall kam. Vor dem letzten Durchgang lag Ronnie Weis neben 3 anderen Piloten auf Finalkurs, für den aber nur noch 2 Plätze frei waren. Im alles entscheidenden Lauf blieb ihm aber nur die rote Laterne und der 7. Rang in der Endwertung. Sein „gelber Engel“ Toni Kröger platzierte sich um einen Rang besser, nachdem er nach zwei 1-Punkte-Fahrten zu weiteren 5 Laufpunkten ausholte. Pascal Swart verpasste das Finale wie Kröger um einen Punkt. Sein Auftakt begann zunächst mit dem Sturz mit Stanek, durfte aber gegenüber dem Deutschen am Restart teilnehmen. Sein Highlight war der Laufsieg gegenüber den als Favoriten gehandelte Jannick de Jong und Daniel Rath im 3. Durchgang. Die FinalistenMit einem Punkt unter Maximum, den er an Swart abgeben musste, war der Doppelchampion de Jong sicher im Finale. Ihm folgte Daniel Rath mit 9 Punkten. Rath überzeugte den ganzen Abend mit Bombenstarts, kam aber im 3. Durchgang mit der roten Laterne ins Ziel. Grund war ein Aufsteiger von de Jong an seiner Innenseite. Um einen Sturz zu vermeiden, „konnte ich nur noch geradeaus fahren“, so Rath im Anschluss. Sein dritter Laufsieg brachte ihn aber wieder zurück in den Endlauf. Mit je 8 Punkten schafften auch Dirk Fabriek und Sönke Petersen das Finale. Beide fuhren einen Laufsieg, 2 zweite Plätze und einen dritten Rang ins Ziel und hinterließen bis dato einen sehr guten Eindruck. Die FinalläufeIn der Startkurve des 1. Finals kam Rath zu Sturz. Nach dem Abbruch durften alle Fahrer wieder ans Band. De Jong sicherte sich nach diesen ersten 4 Runden den Sieg vor Rath, Fabriek und Petersen. Bei gleicher Startaufstellung gingen diese 4 in das 2. Finalmatch, in dem Rath führte, während sich de Jong vom Ende aus nach vorne versuchte zu arbeiten. Rath sah schon die Zielflagge, als der Referee abbrach, de Jong stürzte nämlich eine halbe Runde vor dem Ziel nach einem Fight mit Fabriek. Diese Situation erinnerte irgendwie an das letzte Jahr, doch wurde nach kurzer Rücksprache mit dem Referee durch Jacob Alkema verkündet, dass der Lauf wie folgt gewertet wird: 1. Rath, 2. Fabriek, 3. Petersen und der de Jong ging leer aus. Rath gewann dieses Meeting am Ende mit 5 Finalpunkten. Fabriek und de Jong schrieben je 3, doch nachdem der 2. Finallauf entscheidend bei Punktgleichheit war, wurde Fabriek auf 2 und de Jong auf 3 gewertet. Die Enttäuschung war Petersen mit seinem 4. Rang ins Gesicht geschrieben. „Immer bin ich der Dumme. Ich hätte heute gerne einen Pokal mit nach Hause genommen“, so der Youngster, der sich trotzdem bestens dem Publikum den ganzen Abend präsentierte. Die GespanneSchon im Training mussten sich nach 1 ½ Runden Wilfried und Denny Detz wegen eines Getriebeschadens verabschieden. Damit schrumpfte das Fahrerfeld auf nur noch 4 Teams zusammen. Zumeist zu dritt wurden die Rennen bestritten, wobei die Matthijssens mit Wahnsinnsstarts überzeugten. In allen Outings, egal ob Vorrunde oder die beiden Finalläufe, William und Nathalie blieben unerreicht. Aus der Vorrunde mit Rang 2 machten Mark Detz und Linda Vijfschaft auch nach den beiden Endläufen einen 2. Gesamtrang, obwohl es im 1. Finallauf zum Bodenkontakt kam. (Und das bereits schon 2. Mal an diesem Abend.) Seitlich fielen die beiden um, und obwohl Linda wieder auf ihre Rippe fiel, biss sie au die Zähne und konnte mit Mark gegen die 3. Finalisten Philip Wierenga und Erik van Dijk bestehen. Obwohl sich van Dijk bei dem „Umkipper“ von Detz selber am Fuss verletzte – er tippt auf eine Bänderverletzung – fuhren auch sie beide Finals zu Ende und belegten somit Rang 3 in der Endwertung. Paul Moorcock und Jon Cook schafften die Quali fürs Finale nicht und blieben nach einem eingefahrenen Punkt auf Rang 4. Speedway NationalIn der nationalen Gruppe der Solisten ging Kai Huckenbeck als einziger Deutscher an den Start. Er verkaufte sch prächtig, zeigte, wie man mit Gefühl in der Gashand perfekte Kreise ziehen kann und wie man den Kopf richtig einsetzt. All diese Komponenten verhalfen ihm zu einem lupenreinen Vorlaufmaximum. Ungeschlagen aus den 4 Vorläufen kam auch Berry de Vos, der seine Gashand ganz anders zum Einsatz brachte. So kam es, dass die beiden stärksten Fahrer dieser Klasse erst im Finale aufeinander trafen. Ihnen zur Seite standen noch Dennis Noordmann (10 Punkte) und Nick Lourens (7). Während Nick in 2 seiner Outings auf Berry stieß, musste Dennis 2 x gegen Kai antreten. Doch wie würden alle 4 gegeneinander fahren? Berry behielt das bessere Nervenkostüm und wurde am Ende nach seinem Sieg für seine Gesamtperformance mit einem Pokal für den besten Akteur geehrt. Als Schlitzohr entpuppte sich Nick, der einen Fahrfehler von Kai ausnutze und von 4 auf 2 vorstieß und diesen Platz ins Ziel rettete. Trotz seines Fehlers schaltete Kai seinen Kopf wieder ein und eroberte zumindest den 3. Rang zurück, während Dennis nun ohne Podestplatz übrig blieb. Die Enttäuschung stand aber auch Kai bei der Siegerehrung ins Gesicht geschrieben. Zu erwähnen ist aber noch Lars Zandvliet, der das Finale nur um einen Punk verpasste. Als Newcomer in dieser Saison fuhr er nach seinen ersten Outdoorrennen nun das erste Hallenrennen, was im Training noch mit einer Piourette endete. Doch er gewöhnte sich schnell an den kurzen Kurs und fuhr im Fahrstil von René van Weele, bei dem er die letzten Jahre als Mechaniker verbrachte, zu insgesamt 6 Punkten. Pechvogel war John Cox. Bereits im Training endeten seine 4 Runden Pflichttraining mit einer Aufsteiger kurz vor der Zielflagge. Er blieb dabei mit seiner rechten Hand an dem vor dem Fenster des Lokals befindlichem Gitter hängen und zog sich eine Fleischwunde zu. Erst zum letzten Vorlaufblock kam er aus dem Krankenhaus zurück – den Arm dick in Gips eingepackt. Er brach sich de Mittelhand 2 Mal, doch sagte er: „Ich bin okay“, nach seiner Rückkehr. Die 125ccm KlasseDen emotionalen Moment bei der Fahrervorstellung hat ein Teenie bestimmt als besonders empfunden. Denn Lesters Sohn Joshua stand ebenfalls in der Riege der vorzustellenden Fahrer. Im selben Rennoutfit wie sein Vater fuhr er die Rennen und zwischen den Läufen trug er Lesters Strickmütze. Spitzbübige Augen – so wie man es von Lester kannte – taten ihr Übriges um Lester an diesem Abend unvergessen zu machen. Als Sechster von dem Neunerfeld trug er sich am Ende in die Ergebnisliste mit 4 Punkten ein. Besser unterwegs waren ganz klar Randy Odenziel mit einem Punkt unter Maximum, Joop van de Pool und Arjan Dikkema mit je 9 Zählern und Tom Perry mit 7. Diese 4 Lausbuben bestritten auch das Finale, das nach einem wirklich spannendem und sagenhaften Fight um die Führung von Joop vor Randy gewonnen wurde. Arjan konnte derweil Tom in Schach halten und belegte den 3. Rang. Die ErgebnisseDas SchlusswortDas war es nun endgültig – die Saison 2007 ist nun zu Ende. Speedway.org wünscht allen User, Fahrern, Veranstaltern, Sponsoren und Pressekollegen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Mit ebenso vielen wie spannenden Rennberichten sehen wir uns auch 2008 auf dieser Welle wieder. |