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Krasnikov baut Führung ausDer amtierende Weltmeister Nikolai Krasnikov ist auf dem besten Wege, seinen Titel zum 4. Male zu verteidigen. Auch wenn er beim GP 3 in Assen erneut einen Vorlaufpunkt wie schon beim GP 2 in Saransk gegen Maksim Zakharov abgeben musste, stand er am Ende des Samstagabends wieder ganz oben auf dem Podest. Seine nächsten 25 Matchpunkte sicherte sich Krasnikov, der übrigens im vergangenen Sommer damit begann, die deutsche Sprache zu erlernen, durch den A-Finalsieg vor Dmitri Khomitsevich, Franz Zorn und Stanislav Arkhipov. Der kleine Bruder des Weltmeister von 2003 Vitaly Khomitsevich Dmitri, der im letzten Jahr am Freitagabend noch im Rennen um den Roelof Thijs Pokal stand und dieses gewann, unterlag nur Krasnikov und Arkhipov in der Vorrunde und hielt somit den Familiennamen Khomitsevich hoch, nachdem Vitaly immer noch gehandicapt durch seine Schulterverletzung nur 7 Laufpunkte einfuhr. Die große nicht-russische Erwartung Franz Zorn konnte seine Mitfavoritenrolle voll ausspielen. Im packensten Fight des Abends, bei dem Günther Bauer nur eine Statistenrolle spielte, ließ sich der Team-Vizeweltmeister nicht von seinen Gegnern Krasnikov und Zakharov abhängen. Im Gegenteil: Immer wieder mischte er in diesem Dauer-Dreikampf, in dem es insgesamt 12 Positionswechsel gab, vorne mit. Es muss auf der Linie auch eine sehr enge Kiste gewesen sein, denn ließ sich Referee Marek Wojaczek aus Polen sehr lange mit dem Ergebnis Zeit. Der Laufsieg ging an Zakharov vor Krasnikov und Zorn. Im Finale um die Podestplätze konnte er dann aber immerhin Arkhipov hinter sich lassen, der nach der Vorrunde noch einen Zähler mehr auf Konto hatte als Zorn. Die B-FinalistenDaniil Ivanov, der mit einer Nullrunde begann, verpasste das A-Finale endgültig mit dem 14. Lauf, als in Führung liegend in der 3. Runde stürzte. Dafür siegte er aber in diesem rein russischen B-Finale vor Ilja Drozdov, Vitaly Khomitsevich und Maksim Zakharov. Drozdov stürzte einmal in der Vorrunde, aber selbst ohne diesen Crash an 3. Stelle liegend in der 3. Runde des 20. Heats hätte es nicht mehr fürs A-Finale gereicht. Auch wenn Vitaly Khomitsevich noch lange nicht der ist, den wir in den letzten Jahren gesehen haben, biss er sich förmlich durch die Heats immer zu Punkten. Allerdings gab es noch einen Schlag mehr auf die Schulter, als Zakharov ihn im B-Finale in der letzten Ecke mit in einen Sturz verwickelte, für den Zakharov auch durch Wojaczek verantwortlich gemacht wurde und gleich auf Rang 4 gewertet wurde. Zuvor wurde Zakharov aber in Lauf 18 selber Sturzopfer, als er mit Simon aneinander geriet. Dabei konnte er aber noch von Glück reden, dass der Simon einen kompletten Steigbügel und keine normale Fussraste hatte, von dem er im Genick getroffen wurde. Durch diesen Ausschluss blieb ihm nur das B-Finale und Zorns Einzug ins A-Finale war 2 Heats vor Vorrundenschluss in greifbarer Nähe, was er ja mit Heat 20 auch schaffte. Zakharov büßte durch de 8. Rang nun seinen 2. Platz in der WM-Zwischenwertung ein, mit dem er nach Assen gereist war, und fand sich nach dem ersten Tag in Assen nun 30 Punkte hinter Krasnikov auf Platz 5 wieder. Die C-FinalistenIn der Startkurve des C-Finals riss Pavel Tsjajka Antti Aakko mit in die Strohballen der Startkurve. Beide blieben zwar unverletzt, doch war Aakko nach dem Rennen etwas angesäuert, da er sich mit einer Nachtschicht im Fahrerlager um sein krummes Material kümmern musste, nachdem er dennoch das C-Finale für sich entscheiden konnte. Aber leicht gemacht hat es ihm Bauer mit Sicherheit nicht in diesem Finale, denn fuhren diese beiden einen klasse Fight mit mehreren Wechseln an der Spitze aus. Durch einen Sturz in der Startkurve des 11. Laufes blieb Bauer durch die unverständliche Disqualifikation des Schiedsrichters auch die Chance verwehrt, das B-Finale zu erreichen, denn nur ein Zähler trennte ihm von diesem. Der dienstälteste eisspeedwayfahrende Feuerwehrmann aus Schweden kam auf Rang 3 im C-Finale und auch bei ihm sind Parallelen zu Bauer zu ziehen: Posa stürzte nämlich kurz vor der Zielflagge des Restarts nach Bauers Sturz nach einem Kampf mit Antonin Klatovsky. Obwohl Klatovsky die 2 Punkte hinter Arkhipov erntete und Posa disqualifiziert wurde, nahm sich Rennleiterein Gera Nieuwenhuis Klabo zur Brust und verwarnte ihn aufgrund seiner doch etwas unfairen Fahrweise, die eigentlich auch letztendlich nicht ganz unschuldig an Posas Sturz war. Die D-FinalistenIm D-Finale setzte sich Simon gleich von den Verfolgern ab und sicherte sich einen Start-Ziel-Sieg, nachdem er in den 5 Vorläufen immer um seine Platzierungen kämpfen musste. Um Rang 2 kämpften Klabo und Lokalhero Johnny Tuinstra, den der Tscheche für sich am Ende entschied. Tuinstra konnte erst ab dem 3. Durchgang in die Punkte fahren, sicherte sich deren 3 und war nach dem Rennen im Fahrerlager dennoch hoch zufrieden mit seiner Leistung. Weniger zufriedenstellend war der Auftritt von Dmitri Tschatschin, für den das Assen-Wochenende mit dem Samstag bereits Geschichte war. Auch wenn er in seiner noch jungen Karriere schon im GP ist, ist es noch eine Nummer zu hoch für ihn, denn hatte er nicht ein einziges Mal die Chance, in die Punkte zu fahren. Neben Tschatschin müssen nun für den Sonntag auch Vitaly Khomitsevich auf die Ersatzbank, die dann durch Stefan Svensson und Tommy Flyktman ersetzt werden. Trotz dem besseren Abschneidens von Khomitsevich gegenüber dem matchpunktgleichen Tuinstra, erhielt der Niederländer das Recht, als einziger KNMV-Vertreter auch am Sonntag mit dabei zu sein. Wie sieht es in der Wertung aus?An der Spitze der WM-Wertung konnte Krasnikov (75) die Führung schon auf 22 Punkte auf seinen ersten Verfolger Dmitri Khomitsevich (53) ausbauen, der sich seinerseits um 2 Plätze verbesserte. Zorn, der es Dank seines 3. Platzes nun auf 51 Zähler bringt, liegt in der Zwischenwertung auf Rang 3 vor Daniil Ivanov, der ihm mit 48 Punkten dicht im Nacken hängt. Zählt man nun noch Maksim Zakharov mit 45 und Stanislav Arkhipov mit 44 Punkten auf Rang 5 und 6 dazu, kann man davon ausgehen, dass es – bis auf Krasnikov – um die Silber- und Bronzemedaille in den letzten 3 ausstehenden Rennen am folgenden Tag und am kommenden Wochenende in Berlin noch eine ganz heiße Kiste werden wird. Das Ergebnis |