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Sidecars in the RocksMit einer Premiere begann der Freitagabend in Assen, denn traten die amtierenden Europameister William und Nathalie Matthijssen sowie Sven Holstein und Desirée Dubert mit ihren spike-präparierten Gespannen aufs Eisoval und demonstrierten einige Runden ihres Seitenwagen-Könnes. Sowas hatten wohl vermutlich die Russen auch noch nie gesehen. Für die Geschwister endete diese Art von Eiseinlage aber mit dem Rückwärtseinparken in die Strohballen. Viel zu schnell fuhr er in die Kurven rein, so dass sein Gespann immer versetzt durch diese hüpfte, bis letztendlich der Ausflug in die Ballen geschah. Sven und Crasy Daisy machten es augenscheinlich besser und nachdem sie ihr Bike wieder ins Fahrerlager buxierten, rüstete Sven sich für den Soloauftritt ab Heat 13. Ivanov spielte mit der KonkurrenzErst am Tag des Trainings zum Roelof Thijss Pokal – sprich am Donnerstag – erfuhr der WM –Dritte von 2007 Ivan Ivanov, dass er an diesem Freitagklassiker teilnehmen konnte. Er musste allerdings schon in der Vorrunde ran, da er den verletzten Mario Schwaiger ersetzte. In seinem ersten Auftritt spielte er regelrecht mit seiner Konkurrenz. Er zog zunächst davon, begeisterte die zahlreichen Fans mit Wheelies, ließ die Konkurrenten kurzfristig Führungsluft schnuppern, siegte am Ende dann aber doch. Insgesamt siegte er 5 Mal, ehe er in einem der Halbfinals stand. Nur einmal musste er bis hierhin um seine Führung kämpfen, und das gegen seinen Landsmann Sergej Baltashev, der sich ebenfalls bis in die Finalrunde kämpfen konnte. Die Top 4Zu den Top 4 des Abends gehörten am Ende neben den beiden Russen auch Markus Skabraut und Kai Lehtinen. Der ältere Bruder des Langbahn und Speedway-Fahrers Rene Lehtinen war sogesehen im Halbfinale auch das Zündlein an der Waage, als er den 3.Russen Vladimir Tsjapalo mit einem beherzten Angriff aus dem A-Finale warf. Der finnische Vizemeister sicherte sich den Finaleinzug in der letzten Runde des Semifinals. Bis hierhin begeisterte der Finne durch 3 klare Laufsiege. Skabraut hingegen, der wie Tsjapalo erst in der Sweet-16-Runde einstieg, musste einmal kurz bangen, als er Probleme mit der Technik bekam und dadurch eine Ehrenrunde in einem der Hoffnungsläufe drehen musste. Doch hier stieg er auf sein Ersatzmotorrad um und fuhr sich souverän in die Finalrunde. Eigentlich ist es aber erstaunlich, wie schnell sich der 2-fache Familienvater von seiner schweren Verletzung vor 2 Monaten wieder erholt hat, bei dem ihm regelrecht der A... aufgerissen wurde. Das A-FinaleIvanov und Baltashev setzten sich im A-Finale gleich von der Konkurrenz ab und Skabraut, der seine Verabredeung mit Speedway.org somit bei der Siegerehrung einhalten konnte, verwies Lehtinen auf den letzten Platz, sogesehen auf den undankbaren 4. Rang. Dennoch erntete Lehtinen auch noch beim Fahrerempfang nach dem Rennen viel Respekt von seinen Fahrerkollegen. Das B-FinaleEine klare Angelegenheit war dann zuvor aber der Sieg des Russen Tsjapalo im B-Finale, der Stefan Pletschacher auf Rang 2 verwies. Pletschi musste aber in seinem 2. Auftritt eine Nullrunde hinnehmen, als er - bildlich gesprochen - seine Spikes auf dem Asphalt in der Startkurve der 2. Runde anspitzte und für den Restart vom Referee Ouke Engel ausgeschlossen wurde. Zum Glück war dies kein Hoffnungslauf und er konnte weiter im Wettbewerb bleiben. Mit dem 2. Rang im B-Finale zeigte er auch seinen besten Lauf des Abends. Lokalhero René Stellingwerf stieg wie Pletschacher auch erst in der Sweet-16-Runde ein und kam durch nur zwei 2. Plätze schon in eines der Halbfinals, wo er durch Rang 3 ins B-Finale kam und hier diesen Platz wiederholte. Den letzten Platz und somit Rang 8 erzielte Simon Gartmann, der Sage und Schreibe 9 (!) Mal ans Band musste, nachdem er seit dem ersten Durchgang eigentlich auch jede Hoffnungsrunde mitnahm. Dennoch – Hut ab vor der Leistung des knapp 20-jährigen Schweizer Meisters. AusgeschiedenKnapp am Halbfinale scheiterten Joni Kontiniemi und Christoph Kirchner – beides neue Namen in der Eisspeedwayszene. Der Finne, der bereits Prädikats-Luft bei der WM-Quali in Saalfelden schnupperte, fuhr ein starkes Rennen. Aber auch Kirchner, der im letzten Jahr seine Eiskarriere begann, fuhr in seinen 5 Einsätzen sogar einen Laufsieg heraus. „Ich bin mit meiner Leistung von Anfang bis Ende vollkommen zufrieden. Es hat alles gepasst – einwandfrei“, beschrieb Kirchner seinen 9. Renneinsatz seit 2007. Den 11.Platz teilten sich am Ende Sven Holstein und Joakim Söderström. Nach einem Laufsieg folgte ein Dämpfer für den Gespannfahrer mit Rang 3 und dem Aus im Eliminator, als er sich ebenfalls in der Startkurve auf den Asphalt verfuhr. Zum Restart wurde er nicht mehr zugelassen und das Ende war somit nach 3 Starts gekommen. Auch der Vorjahreszweite Söderström kam nur 3 Mal zum Zuge und konnte nicht an die Leistung vom letzten Jahr anknüpfen. Der auch im Sommer Speedway fahrende Pole Grzegorz Knapp war nach 2 Heats schon wieder draußen, nachdem er erst nach der Halbzeit des Rennens einstieg. Begeistern hingegen konnte allerdings Florian Fürst, mit dem sich Knapp den 13. Rang teilte. Bei seinem erst 4. Rennen klappte es beim Donnerstag-Training noch nicht wirklich gut. Doch nahm er die guten Ratschläge von Skabraut an und machte es deutlich besser, obwohl er im ersten Heat wieder in die Strohballen stürzte. „Ich bin ja dankbar, wenn ich Tipps eines solch erfahrenen Fahrers wie Markus bekommen kann. Doch fehlt mir noch die Erfahrung, es gleich auf Anhieb umzusetzten“, so Florian nach dem Rennen, der einen Tag vor seinem 19. Geburtstag dennoch mehr als zufrieden aus diesem Rennen kam. Mit je 5 Einsätzen landeten am Ende Torleif Burman und Max Niedemaier auf Rang 15. Während der Schwede unauffällig fuhr, bestach Max durch seine bombastischen Starts, die er zumindest 2 Mal in Laufsiege umwandeln konnte. In den anderen 3 Outings wurde er jeweils auf Rang 4 durchgereicht. „Was nützen mir die Starts, wenn ich sie nicht ins Ziel bringen kann“, so der Youngster, der die Ursache mit einer Kopfsache erklärt. Rein skandinavisch ging die Platzierung auf Rang 17 auf. Jo Saetre und der 3. des Finnen-Express Jouni Seppänen, der sowohl im Sommer als auch im Winter als Teammanager bei den Langbahnern und Eisspeedwaycracks dabei ist. Beide brachten es auf 3 Einsätze und während der Norweger noch einen frischen Eindruck machte, schien der 48-Jährige finnische Tausendsassa etwas erschöpft nach dem Rennen. René Verhoef sowie der 5. und somit letzte deutsche Teilnehmer Sebastian Gegenbauer mussten nach 3 Einsätzten auch schon wieder die Sachen packen. Allerdings muss man aber auch erwähnen, dass es für Sebastian erst das 1. Rennen nach fast einem Jahr Verletzungspause war. Sein Pech war dann noch obendrein, dass er seine Ansphaltprobe in einem Eliminator hatte. Mit Thomas Cavigelli und Josef Kreuzberger sowie Dennis van der Tang und Lukas Rösti schieden bereits nach je 2 Heats die ersten Fahrer aus und landeten somit auf 21 bzw. 23. Das Ergebnis |