Speedway U21 WM Quali in Güstrow,
31.05.2008

Text: Gunnar Mörke

Zwei von drei Deutschen kamen weiter
MC Güstrow präsentiert sich als würdiger Ausrichter von WM-Läufen

Mit großem Engagement und viel Aufwand wurde von den Verantwortlichen des MC Güstrow der erste Weltmeisterschaftslauf, der nach 18 Jahren Unterbrechung im Speedwaystadion an der Plauer Chaussee veranstaltet wurde, vorbereitet. Alle Mühe, insbesondere die Bahnpräparation, wurde durch den tollen Sport, den die jungen Fahrer aus zehn Nationen boten, belohnt.

Da viele Aktive das erste Mal in Güstrow fuhren, waren die Chancen der einzelnen Teilnehmer schwer einzuschätzen. Die drei Deutschen, Tobias Busch aus Stralsund, der Güstrower Robert Baumann und Erik Pudel aus Wolfslake, gingen optimistisch in den Wettbewerb. Von den sechzehn Bewerbern konnten sich nur sechs für die nächste Runde in der U21-Weltmeisterschaft qualifizieren.

Als Favorit wurde der Australier Troy Batchelor gehandelt – er hatte schon beim Pfingstpokal auf sich aufmerksam gemacht – und der junge Mann von Down Under wurde den Erwartungen voll gerecht und siegte mit Maximum. Allerdings musste er dabei einige Male kämpfen, konnte jedoch mit seinen Fähigkeiten und Dank der Bahnbedingungen immer Möglichkeiten zum erfolgreichen Überholen finden.

Auf den zweiten Rang in der Tageswertung kam mit einer Superleistung Tobias Busch. Er gab lediglich einen Punkt ab und machte deutlich, dass auch das Halbfinale nicht die Endstation sein soll. „Natürlich werden im Semifinale die Karten neu gemischt und es kommen noch stärkere Fahrer dazu, aber ich werde mein Bestes geben“, äußerte sich der Stralsunder optimistisch nach dem Rennen. Er muss nach der Auslosung der Startplätze die Reise ins britische Rye House antreten, wo er am 15. Juni sein Semifinale bestreiten darf.

Um den dritten Platz musste ein Stechen zwischen dem Australier Robert Ksiezak und dem Polen Kamil Brzozowski entscheiden. Das Duell konnte der Australier leicht gewinnen, weil sein Gegner ausfiel. Auf dem fünften Platz fand sich der Russe Igor Kononov wieder, der eine bessere Platzierung durch einen Ausrutscher im Zweikampf mit Tobias Busch verpasste. Den letzten Qualifikationsplatz erkämpfte sich mit einer hervorragenden Einstellung der einheimische Robert Baumann. „Für mich war es heute sehr wichtig, vor dem eigenen Publikum gut zu fahren. Es ist natürlich toll, wenn man so angefeuerte wird“, freute sich der Güstrower über das Weiterkommen. Er wird sein Halbfinale am 19. Juli im kroatischen Gorican absolvieren.

Mit dem siebten Platz hat der dritte Deutsche die Qualifikation knapp verpasst. Allerdings hat Erik Pudel mit dem Vizeeuropameistertitel in der Team-Junioren-EM auch schon einen großen Erfolg in diesem Jahr errungen und kann als jüngster Teilnehmer noch mehrere Jahre sein Glück in der U21-WM versuchen.

Für den Veranstalter war es erfreulich zu sehen, dass 2000 Besucher die Idee, wieder internationale Prädikatsläufe nach Güstrow zu holen, begeistert aufgenommen haben.

Das Ergebnis