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Sonne und Motorsport satt1900 Fans kamen zum int. Sandbahnrennen ins Emstalstadion in Harsewinkel und sahen bei strahlendem Sommerwetter 21 Heats der internationalen und nationalen Klassen der Solisten und Gespanne. Hinzu kamen noch 2 Heats der Speedkarts und Demorunden der Supermoto-Biker und Kartfahrer auf der Asphaltstrecke im Innenfeld. Das Hauptaugenmerk dieser Veranstaltung lag bei den int. Solisten, die insgesamt 8 Vorläufe plus ein Finale fuhren. Hinzu kam für die norddeutschen Fahrer noch der NBM-Lauf, den Bernd Diener vor Benny Hegener, Nynke de Jong, Jan Pape und Christian Hülshorst gewann. Toni Kröger wurde nach einem Sturz in der Startkurve beim Restart nicht mehr zugelassen, während Jörg Tebbe an 2. Stelle liegend in der letzten Runde wegen Zahnriemenriss seinen 1. der insgesamt 4 (!) Ausfällen einstecken musste. Ladypower Nynke eroberte sich aber derweil mit diesem 3. Rang nun die momentane NBM-Führung. Pechvogel TebbeJörg Tebbe und das Emstalstadion: Es passt nicht wirklich zusammen, denn hatte er bei den Veranstaltungen in den letzten Jahren immer großes Maschinenpech und wurde wie an diesem Sonntag um wertvolle Punkte gebracht. 2 Zahnriemenrisse, ein Motorschaden und ein abgefallener Zündunterbrecher waren schuld daran, dass er – abgesehen von den 4 NBM-Punkten – ca. 10 Punkte in den Wertungsläufen auf der Strecke ließ. Wie schnell er unterwegs war und wie gut er momentan drauf ist, bewiesen die 2 Heats, in denen er über die 4-Runden Distanz kam: Hier siegte er nämlich jedes Mal und schaffte es sogar, im letzten Vorlauf den bisher ungeschlagenen Gerd Riss den ersten Punkt abzunehmen. Die FinalistenMit 10 Punkten stand Tebbe dennoch im Endlauf der Top 7 des Tages. Riss hatte mit seinen 19 Punkten schon einen so komfortablen Vorsprung, dass er schon vor dem Finale als Tagessieger feststand. Mit 13 Punkten folgten Dirk Fabriek und Bernd Diener. Glen Phillips fuhr 12 Punkte bei einem Ausfall ein und wie Tebbe schrieb sich noch mit 10 Punkten Markus Eibl ein, dem Benny Hegener mit 9 Zählern noch ins Finale folgte. Riss dominierte die Konkurrenz bis zum letzten Vorlauf nach Belieben. Fabriek fuhr mal an der Spitze und mal im Mittelfeld die Punkte ein, während Diener konstant unter den Top 3 zu finden war. Besser als Diener war in den ersten 3 Outings der Brite Philips, der bis zum Ausfall nur 2. Ränge ins Ziel brachte. Eibl kämpft sich nun nach langer Verletzungspause langsam wieder zurück und konnte u.a. mit einem Laufsieg glänzen. Hegener hingegen fiel im dritten Heat wegen einer abgefallenen Fußraste aus. Er verdankt es Andreas Walek und Sven Schütz, die für das Material und Tuning zuständig sind, dass er sich durch einen folgenden Laufsieg noch ins Finale fahren konnte. Das FinaleMit einem Blitzstart fuhr Diener auf und davon – selbst für Riss war er zu schnell. Fabriek kam vor Phillips und Hegener ins Ziel und landete somit hinter Riss und Diener auf Rang 3 in der Endwertung. Eibl blieb ohne Punkt, während Tebbe schon vor der 2. Ecke erneut ausfiel und diesen rabenschwarzen Tag schnell zu vergessen versuchte. Die weiteren PlatzierungenJan Pape, der sich in der Ausscheidung gegen Eibl und Ronny Stüdemann schon durchsetzten konnte, fuhr ein klasse Rennen, mit 9 Zählern mischte immer in den Punkten mit. Sein Highlight war der 2. Rang im 4. Wertungslauf dieser Klasse. Auf Rang 9 kam Marcel Dachs mit 8 Punkten, der ähnlich wie Pape ein gutes Rennen fuhr und ebenfalls einen 2. Rang als Top-Ergebnis erzielte. Mit 6 Zählern mischte noch Enrico Sonnenberg mit, der nur Dank seines 3. Platzes im 3. Heat einen Platz besser rangierte, als der punktgleiche Christian Hülshorst. Hülse kämpfte zumeist um die Plätze 4 und 5. Mit 3 Punkten im Ziel endete der Renntag für Nynke de Jong auf Platz 12. Allerdings wurde sie wegen Bandberührung in Lauf 5 vom Restart ausgeschlossen und mögliche weitere Punkte blieben ihr verwehrt. Toni Kröger konnte nur 3 der 4 Vorläufe bestreiten. Beim Sturz im NBM-Lauf wurde ein Kabel des Todmachers gekappt, was er aber erst nach dem unermüdlichen Versuch, sein Bike für den 1. Durchgang in Gang zu kriegen, bemerkte. Ein weiterer Ausfall folgte, ehe er seine 2 einzigen Punkte ins Ziel fahren konnte. Reservist Ronny Stüdemann blieb bei insgesamt 3 Einsätzen ohne Zähler und kam auf Rang 14. Dass er überhaupt zum Einsatz kam, lag an der Tatsache, dass der weitgereiste Franzose Philippe Ostyn schwer stürzte. Bien Rehabilitation PhilippeNach einer Nullrunde zu Beginn kam er beim 2. Start besser aus den Bändern. Allerdings bekam er ausgangs der Kurve einen Strahl und als er versuchte, für freie Sicht zu sorgen, endete die Fahrt brutal und abrupt in der Bande am Ende des Fahrerlagertors. Er und sein Bike überschlugen sich fürchterlich. Nach diesen ersten Schrecksekunden und der ersten ärztlichen Versorgung stand er erstaunlicher Weise wieder auf seinen Beinen, wurde aber doch vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. (Was er nun genau abbekommen hat, ist mir bis zum momentanen Zeitpunkt noch nicht bekannt.) Die int. GespannklasseMit 17 Punkten siegten ganz klar Stefan Brandhofer und Stefan Peters. Nach 13 Vorlaufpunkten reichte ihnen locker Rang 2 zum Tagessieg. Markus Venus und Florian Niedermeier konnten nach einem Cowboystart in Heat 2 nicht punkten, brachten sich aber mit einem Laufsieg zurück ins Finale und dort mit dem Finalsieg auf Rang 2 der Tageswertung. Rang 3 belegten die Brüder Steigerwald Stefan und Sebastian. Zwar ohne Laufsieg aber dennoch immer in den Punkten waren sie zu finden. Markus Brandhofer und Corinna Günthör hatten es Dank eines Laufsieges bis auf 7 Punkte vor ihrem 3. Einsatz gebracht. 2 Punkte verloren sie hier am Ende wegen eines Motorschadens kurz vor dem Ziel. Nach Rang 5 im Endlauf blieb ihnen nur der 5. Gesamtrang. Wegen einer falschen Übersetzung fing Altmeister Karl Keil nur mit einem 5. Rang an, konnte sich aber mit 2 zweiten Plätzen in Podestnähe vor dem Finale bringen, da nach der Vorrunde hinter Stefan und Stefan 3 Verfolger mit 9 Punkten auf das Finale warteten. „Zum Glück haben wir es gleich gemerkt und nicht erst nach dem Start in der 1. Ecke“, so Karlchens Beifahrerin Berit Tralau. Sie sprach damit die abgerissene Fussraste an, die „warum auch immer die Schraube abgerissen war“ so Berit, böse Folgen hätte verursachen können. So blieb diesem gemischten Doppel Rang 6 vor Arne Friskovec mit Jan Martin Wagner und Peter Albrecht mit Aushilfsfahrer Jörg Levihn, da Stammbeifahrerin Jasmin Staudacher nach einem Unfall in Altrip an einer schweren Sprunggelenksverletzung laboriert. Die Gentlemen wurden wegen einem abgefallenen Schalldämpfers aus der Punktwertung des ersten Heats genommen und fuhren daraufhin 3 weitere ein. Auf den Einsatz im Finale für Keil / Tralau verzichteten sie. Schlusslicht wurden Albrecht / Levihn, die nach 2 Punkten aus 2 Einsätzen wegen Maschinenproblemen nicht mehr antreten konnten. Nur 7 statt 8Kurzfristig änderte man die Anzahl der Qualifikanten für das Rennen von 8 auf 7 Teilnehmer der B-Lizenz Solisten. Mathias Encke war somit der „Leidtragende“ und hatte als Trainingsachter und Reservist keinen Einsatz. Um den Tagessieg kämpften derweil Steffen Vagt und Michael Diener, die sich nach einem 1:1 nach Laufsiegen und 2. Plätzen im Finale zum 3. Mal trafen. Durch einen Blitzstart machte hier aber Sven Mannott auf sich aufmerksam, der Diener 2 Runden Führung abnehmen konnte, ehe dieser an die Spitze und zum Tagessieg fuhr. Mannott folgte bis kurz vor dem Ziel, als ihm der Motor hoch ging. Marc Hansen und auch Vagt kamen noch um Zentimeter vor Mannott über die Linie, was aber dennoch nichts mehr am 3. Rang von Mannott in der Gesamtwertung änderte. Hansen blieb am Ende auf Rang 4, gefolgt von Maikel van der Helm, der einen Ausfall hatte, Ulli Büschke und David Speight. Viele NeueinsteigerErfahrung zahlte sich in der B-Lizenz-Gespannklasse aus. Imanuel Schramm und Ersatz-Beifahrerin Lydia Neuendorfer, die Bernd Kreuzer an seinem Geburtstag ersetzte, lieferten sich mit Maik Domscheit und Kristoffer Loch ein heißes Match um den Tagessieg. Wie in der Soloklasse der Nationalen gingen die 2 Punkteführenden nach einem 1:1 nach Laufsiegen in das 3. und alles entscheidende Match um den Tagessieg, was das gemischte Doppel für sich entscheiden konnte. Zu den „erfahrenen“ Hasen zählten auch noch Albert Till mit Christian Schlake und Achim Köhler mit Jörg Levihn. Doch da sein eigenes Material streikte, fuhr Köhler leihweise auf dem von Peter Albrecht, dass ja aber, wie oben schon erwähnt, seinen Geist aufgab. So mussten sich die NBM-Sieger von 2007 vorzeitig abmelden. Am besten aus dem Rennen der Neueinsteiger kamen Maik Teutenberg und Manfred Britt, die Rang 3 in der Endwertung belegten. Till / Schlake mussten sich wie Köhler / Levihn am Ende dem Material geschlagen geben. 2 Punkte fuhren sie sicher ins Ziel und 2 weitere Punkte erschoben sie sich unter der brütenden Hitze im 2. Durchgang. „Der Motor ging einfach aus. Wir wissen nicht, was damit los ist“, so Albert direkt nach dem Dauerlauf mit dem Gespann bis zur Linie. Für den letzten Lauf mussten sie genauso abmelden, wie Stefan Radtke und Danny Labs. Nachdem sie im ersten Heat noch einige fahrerische Probleme hatten, lagen sie im 2. Outing sicher auf Rang 2, ehe sie wegen Motorschaden diese wertvollen 4 Punkte in den Sand setzen und auf den letzten verzichten mussten. Hinter Martin Fischer mit Bastian Ebbers, die als Reservisten 2 Einsätze bei ihrem Gespanndebüt fuhren, wurden die Teterower Sechster. Viel Motorsport drumherumDie Speedkarts und Kartakteure auf der Asphaltpiste sowie Supermoto-Biker boten weiteren Motorsport auf dem Sandbahnoval und / oder geteerten Untergrund im Emstalstadion. Die Ergebnisse |