Master of Speedway
in Moorwinkelsdamm
03.05.2008

03.05.2008 16:17:20
Das Programm begann am Nachmittag
mit den Schülerrennen. Lukas Fienhage aus der
Schülerklasse A läßt es ruhig angehen
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Ein langer Renntag

Bereits am Nachmittag ging es los im Speedwaystadion in Moorwinkelsdamm. Während die meisten internationalen Speedway-Asse noch auf dem Weg waren, ging es für die Kids aus den Schülerklasse A, B und C schon rund. Nach den Trainingseinheiten wurden die Läufe sehr schnell durchgezogen, was die Kids an ihre Grenzen brachte.

Dennoch gab es vor allem in den Klassen A und B wie gewohnt spannende Läufe. Lukas Fienhage setzte zu seinem ersten Saisonsieg an, nachdem er 2 Tage zuvor beim Saisonauftakt in Nordhastedt spektakulär stürzte und sich 3 Mal überschlug. Wieder bestens erholt von diesem Schreck fuhr aufs Podest mit der 1, fand allerdings in Jennifer Grosser einmal seine Meisterin, die wohl seine größte Widerschacherin in diesem Jahr sein wird. Jens Ripke, der schon jetzt mehr am Gashahn dreht als im letzten Jahr, sicherte sich einen tollen 3. Rang vor Jennys Schwester Patrizia, die im letzten Vorlauf ihre Stärke ausspielen konnte, indem sie sich von 3 auf 1 kämpfte. Severin Jendrik Herl folgte der Konkurrenz als Erstes und auch Neueinsteiger Finn Loheider sicherte sich seine Pünktchen. Für die Lokalmatadorin Celina Warth (6 Jahre) war es das erste Rennen und sie fuhr zwar weit aber dennoch konzentriert dem Feld hinterher. Für Jessica Urhammer endete das Rennen bereits kurz vor Startband des 1. Heats. Wegen Motorschadens konnte sie nicht mehr antreten.

In der Schülerklasse B wusste Andre Majewsky wieder zu begeistern. Trotz eines völlig verpatzten Starts im 2. Durchgang kämpfte er sich von Rang 4 aus an die Spitze und die nächste Maximumausbeute stand ihm zu Buche geschrieben. Robby Swoboda belegte Rang 2 vor Matthi Schmidt, Niklas Thien und Dirk Meyer.

Ein komplett neues Fahrerfeld stellte sich in der Schülerklasse C vor. Allerdings hatten die 3 Jungs und ein Mädel noch ihre argen Probleme mit den Starts. Jeder von ihnen, ob Bandstart oder auch Rennen, fabrizierte einen Cowboystart. Während die Herren Andre Mochner (Clubfahrer des MSC) 2x, Heiko Bley und Jeremy Cipinski auf dem Hosenboden landeten, konnte Nicole Standke ihr Motorrad nach dem Aufsteiger sogar wieder unter Kontrolle bringen und den Lauf obendrein noch gewinnen. Für den Tagessieg reichte es nicht mehr, da sie im letzten Lauf nach einer Plankenberührung in der nächsten Ecke stürzte. Andre hingegen fuhr 2 Laufsiege und gewann somit diese Wertung vor Nicole, Geburtstagskind Heiko (er wurde 14 Jahre) und Jeremy.

Der Titel bleibt in Schweden

Mit den Ausscheidungsläufen der int. Lizenz Gruppe B und der B-Lizenz gab es das erste Auftreten der Jungs, die dann im Rahmenprogramm des Master of Speedway am Abend ebenfalls ihr Rennen bestritten.

Tobias Kroner und Jonas Davidsson trafen morgens um 08.45 Uhr aus England kommend am Bremer Flughafen ein und während Tobi noch zu sich nach Hause fuhr, machte Speedway.org den Shattle-Service für den Master of Speedway 2007 Richtung Moorwinkelsdamm, genauer gesagt zur Pension Budden in Bad Zwischenahn / Rostrup, wo sein Team und auch Fredrick Lindgren schon auf ihn warteten. Einen Wunsch hatten beide Topsportler aber gemeinsam: Vor dem Rennen am Abend noch ein Mütze Schlaf zu sich nehmen.

Stunden später trafen sie, wie alle anderen zwischenzeitig auch, im Fahrerlager ein und bereiten sich auf den Angriff des Master-Titels vor. Nach 2006 und 2007 bleibt dieser Titel nach einem wirklich spannenden Rennabend in Schweden, denn konnte Grand-Prix-Fahrer Fredrick Lindgren alle Vorläufe, sein Halbfinale und auch das mehr als spannende 6-Mann-6-Runden-Finale für sich entscheiden. Allerdings musste er sich den Finalsieg, für den es 5 Punkte gab, erstmal erfahren. Martin Smolinski führte nämlich zunächst und sicherte sich in einem Fotofinish ganz knapp den 2. Gesamtplatz vor Kevin Wölbert, der sich damit nach schlechter Vorrunde vom 6. auf den 4. Gesamtrang katapultierte. Tobi Kroner, der als Zweiterplatzierter ins Finale ging, wurde von Lindgren am Start behindert und konnte nicht mehr als den 5. Rang im Finale rausholen. Trotz Punktgleichheit zu Smoli wurde er am Ende „nur“ Dritter. Hinter Wölbert landeten dann Joe Screen und Davidsson auf dem 5. bzw. 6. Rang.

Mit Marcin Nowaczyk, dem durch eine Disqualifikation wegen Durchfahrens des Innenfeldes und eines Ausfalles Punkte fehlten, sowie Matten Kröger landeten die letzten beiden Halbfinalisten auf den Plätzen 7 und 8. Unglücklich über den 9. Rang war am Ende Sönke Petersen, obwohl er es auf seiner Reservemaschine schaffte, Joe Screen im Auftaktheat bis in die letzte Runde die Führung abzunehmen. Petersen sicherte sich dennoch die 3 Punkte, da Screen-Machine in der letzten Ecke einen Motorschaden einstecken musste. Bei diesen 3 Punkte blieb es dann bei Petersen, während Stephan Katt, Manuel Hauzinger und auch Jannick de Jong ihre Probleme hatten und kaum, bzw. gar nicht in die Punkte kamen.

Entscheidung im Stechen

Aufgrund des Startsystems trafen Henk Bos und Rene Lehtinen nicht aufeinander und da beide ungeschlagen ihre 3 Heats gewannen, musste ein Stechen um den Tagessieg die Entscheidung bringen. Lehtinen gewann und machte sich nach dem Rennen noch auf, in der KFZ-Werkstatt von Jens Budden, den Motor in das Langbahnbike für das Sandbahnrennen am nächsten Tag in Bad Zwischenahn zu wechseln.

Dirk Fabriek sicherte sich nur aufgrund des besseren Abschneidens im direkten Duell bei gleicher Majorität den 3. Gesamtrang vor Jan Pape, der in Moorwinkelsdamm immer ein sehr gutes Rennen zeigt. Beide waren aber mit 5 Punkten weit ab von den 9-Punktefahrern Lehtinen und Bos. Thomas Sörensen, Sjoerd Rozenberg, der 2. Deutsche Pilot Toni Kröger und auch Pascal Swart komplettierten das Gesamtergebnis auf den Rängen 4-8.

Maximumsieg in der B-Lizenz

Bei seinen 3 Auftritten ließ René Deddens seiner Konkurrenz keine Chance. Ungeschlagen gewann er dieses B-Lizenz Rennen vor Arne Ledwig, der nach einer privaten „verbalen Ohrfeige“ nach dem schlechten Rennen in Brokstedt aufgewacht war und schon in Nordhastedt 2 Tage zuvor an die Leistung vom letzten Jahr wieder anknüpfen konnte. Berry de Vos sicherte sich Rang 3 vor dem Punktgleichen Kai Huckenbeck. Auch hier stand die Majorität im Remis, doch schlug de Vos Huckenbeck im direkten Duell. Oder anders gesagt, Kai kam einfach nicht an Berry wegen seines etwas eigenwilligen Fahrstils vorbei, so wie Kai es nach dem Lauf erklärte.

Nick Lourens war noch der einzige, der den Top 4 folgen konnte, während Henkie Koonstra, Dominik Möller, der einmal zu Boden ging und auch Christian Seliger mit dem Rennausgang nichts zu tun hatten. Allerdings muss man grad im Fall von Seli erwähnen, dass es absolut keine Schande war, ohne Punkte ins Ziel zu kommen. Er hatte in der Winterpause nämlich sein ganz eigenes schweres und vor allem schmerzhaftes Rennen zu bestreiten. In nur 6 Monaten besiegte er seinen Krebs und kämpfte sich mit sehr viel Willen wieder zurück auf die Rennbahn. Hut ab vor dieser Leistung!!!

Die Ergebnisse