|
|
Perfekte BedingungenSeit Januar waren die Mannen des MSC Mulmshorn damit beschäftigt, die Bahn in einen optimalen Zustand zu bringen. Und obwohl es beim April-Training noch lange nicht danach aussah, hätten die Bahnverhältnisse an diesem Wochenende nicht besser sein können. Schon beim WM-Training am Samstag und der European Veteran Longtrack Series (Der Bereicht hierzu folgt) bot sich ein perfekter Untergrund. Alle Fahrer lobten den MSC für diese Bedingungen. World Environment DayEine weitere positive Action war der von der FIM angekündigte World Environment Day 2008 am 1. Juni. Neben den Klassen Moto GP, Superbike, MX1-MX2, Sidecar Motocross und Trial, deren Plätze mit Spanien, Amerika, England, Italien und Japan gewählt wurden, erhielt der MSC Mulmshorn den Zuschlag für Deutschland in der Rubrik Bahnsport. „Es ist für uns eine große Ehre, dass der MSC Mulmshorn für diesen Welt-Umwelt-Tag ausgesucht wurde“, so die MSC Präsidentin Brigitte Haltermann. Als Zeichen dieses besonderen Anlasses wurden 6 Bäume gepflanzt, die durch die Präsidentin, den Bürgermeister, den Schirmherren der Veranstaltung, den Jury Präsidenten David White aus Australien für die südlichen Nationen sowie durch die aktiven Fahrer Ilja Bondarenko für die östlichen Nationen, Willy Tjissem für die nördlichen Nationen und Clubfahrer Benny Hegener für Deutschland vertreten waren. Kalt auf die BahnAus Gründen anderer Startverpflichtungen bei der U21 Speedway WM Quali in Güstrow und dem Dutch Open Lauf in Joure konnten die Franzosen und auch die Niederländer nicht am Training teilnehmen und mussten am Sonntag „kalt“ auf die Bahn, während Antonin Klatovsky aus beruflichen Gründen nicht eher anreisen konnte. Dreifachsieg mit AnsageDurch den Stadionsprecher Klaus Witt wurde Speedway.org zu einem Interview überrumpelt, was mit dem Satz: „Ich gehe davon aus, dass wir unsere Jungs heute Abend alle auf dem Podest wieder sehen werden“ endete. Dass es am Ende aber wirklich so gekommen war, war schier unglaublich. Es zeigte sich einmal mehr, dass der Teamgeist der deutschen Fahrer immer mehr wächst und die positive Stimmung vor und während des Rennbetriebes auch dazu beigetragen hat. Unumstrittener verdienter Sieger war Jörg Tebbe. Der Garant seines unschlagbaren Gesamtsieges waren zweifelsohne seine perfekten Starts. „Die Starts waren heute wirklich gut“, so Jörg nach der Siegerehrung. Auf Rang 2 landete am Ende der Clubfahrer Benny Hegener, der auch als Zweiterplatzierter aus der Vorrunde kam. Nur gegen Vladimir Trofimov und Erik Eijbergen musste er hier Federn lassen. DMSB-Küken Richard Speiser hatte es dagegen nicht einfach, seine Punkte ins Ziel zu bringen. Immer wieder musste er sich in packenden Duelle beweisen, trat dann aber zumeist als Sieger hervor. 15 Punkte waren für ihn die sichere Teilnahme am A-Finale, wo er hinter Tebbe, der einen sicheren Start-Ziel-Sieg hinzauberte und Hegener, der sich nach schlechtem Start ausgangs der Startkurve hinter Tebbe festbeißen konnte, wiederum nach einer Aufholjagd durchs Feld auf Rang 3 behaupten konnte. Gratulation an unsere Jungs Die Hegener-Bezwinger der Vorrunde Trofimov und Eijbergen standen ebenfalls noch mit im A-Finale, nachdem sie sich wie Speiser mit 15 Zähler aus der Vorrunde hierfür qualifizierten. Die größte Überraschung bot allerdings der Italiener Alessandro Milanese, der deren 14 aus den Qualifikationsheats mit ins Ziel brachte. Der Ukrainer behielt aber die Oberhand im Kampf um das letzte Ticket für den WM-Challenge am 18.10. in Aduard, während Milanese und Eijbergen dort in den Last Chance Heat müssen. Das B-FinaleDas B-Finale gewann am Ende Egon Müller-Schützling Ilja Bondarenko. Der Russe schrieb am Ende 9 Punkte, wurde aber um 5 Punkte aus dem ersten Durchgang wegen Plattfuss gebracht. Obwohl er augenscheinlich nicht mehr zu den Jüngsten gehört, begeisterte doch seine erfrischende Fahrweise. Und wer weiß, wo er noch gelandet wäre, hätte er die Quali fürs A-Finale geschafft. Marius Rokeberg, Richard Wolff, Mark Stiekema, Vincent Kinchin und Willy Tjessem folgten im B-Finale. Zwischen 7 und 11 Zählern brachten sie ins Ziel von denen nur noch Stiekema mehr hätte schreiben können, wenn er nicht im 1. Durchgang wegen eines Steinschlages am Knie vorzeitig hätte aufgeben müssen. Das C-FinaleHier trafen sich zum Teil die Akteure wieder, die am Samstag leider nicht am Training teilnehmen konnten. Am Ende setzte sich Mathieu Tresarrieu-Schützling Maxime Mazeau durch, der im 3. Durchgang sogar das Fotofinish gegen Speiser um Rang 2 gewann. Sein Landsmann Theo die Palma schoss sich im Laufe des Rennens immer mehr auf die Bahn ein und konnte zumindest den französischen Doppelerfolg dieses C-Finals perfekt machen. Steve Leigh aus England folgte auf Rang 3 vor Eiscowboy Antonin Klatovsky. Klabo erklärte, dass er dennoch lieber Eisspeedway fährt und dass er die Langbahnrennen im Sommer nur als Spaß sieht und er noch viel lernen muss. Karel Kadlec und Berry de Vos, der in der Startkurve des C-Finals technische Probleme zu haben schien, komplettierten das Gesamtergebnis bei diesem - bis auf einen Ausrutscher von Leigh im 3. Heat – unfallfreien, perfekten Renntag. Die ReservistenPaul Bauer und Toni Kröger blieben ohne Renneinsatz im Fahrerlager, doch hätte man ihnen nach dem Training ebenfalls ein gutes Rennen zugetraut, wären sie zum Einsatz gekommen. Der NBM-LaufFür diesen Sonderlauf um die Norddeutsche Bahnmeisterschaft, an denen die WM-Piloten nicht teilnehmen durften, aber je 2 Matchpunkte für die Qualifikation zur DM in Pfarrkirchen erhalten, lud der MSC 6 Aktive ein. Bereits am Mittag gab es mit diesen 4 Runden einen klasse Lauf, bei dem sich in der Startkurve Jan Pape gegen Blitzstarterin Nynke de Jong durchsetzten konnte. Die in Deutschland lebende Niederländerin drehte mächtig am Gashahn und konnte sogar den Angriff mit Körperkontakt des von hinten anstürmenden Christian Hülshorst nur Meter vor der Linie abwehren und ganz knapp Rang 2 ins Ziel retten. Robert Baumann, der einige Wochen zuvor beim int. Grasbahnrennen im englischen Tonbridge die Fachwelt mit Rang 3 überraschte und am Vorabend die Quali zur Semirunde der U21 WM in Güstrow schaffte, folgte vor Ronny Stüdemann und Ramon Stanek auf Rang 4. Die GespannklasseNach den Siegen in Herxheim und auch Altrip waren Karl Keil und Berit Tralau wieder einmal das Maß aller Dinge. In allen 4 Heats blieben sie ungeschlagen, auch wenn sie im ersten Lauf den Atem von Verfolger Marco Hundsrucker mit Peter Schirmer spürten. Leider fiel das HSM-Racing-Team hier wegen Zündungsproblemen aus. Hinter den Brüdern Steigerwald, die im letzten Lauf noch wegen Plattfuss ausfielen, landete das Mulmshorner Clubgespann auf Rang 3. Rang 4 ernteten die B-Lizenz-Teilnehmer Maik Domscheit und Kristoffer Loch, die allerdings das ein oder andere Mal mit Vergaserproblemen zu kämpfen hatten und auch davon profitierten, dass die Gentlemen Arne Friskovec und Jan Martin Wagner ihrerseits ebenfalls über Motor- und Vergaserprobleme klagten und daher nur 2 Mal in die Punkte fahren konnten. Die B-Lizenz Solo – Chris Hendriksen Memory Race2 Fahrer kristallisierten sich nach je 2 Vorläufe als ungeschlagen heraus. Zum einen war dies Jens Buchberger, der den Wümmering wie seine Westentasche kennt und Neueinsteiger in der Langbahnszenerie Michael Diener. Der Lübbenauer musste wegen einer schweren Armverletzung 2 Jahre pausieren und wechselte nun vom Speedway zur Langbahn. Bei seinem 2. Langbahnrennen nach Parchim zeigte er sich aber gar nicht wie ein „Anfänger“. Im Gegenteil – selbst Buchberger lobte seinen Fahrstil und konnte nur auf einen perfekten Start im Finale hoffen, wo sie das erste Mal aufeinander trafen. „Sollte Michael vor mir aus dem Start kommen, werde ich keine Chance haben, ihn zu kriegen. Ich kann also darauf hoffen, dass mir der Start gelingt“, so Buchberger im Interview mit dem rasenden Reporter Lars Klimek. Und so kam es dann auch: Buchberger schoss aus den Bändern und konnte die 3 Runden klar zur Siegesfahrt nutzen, während Diener, der die schnellste Trainingszeit fuhr, auf Rang 2 blieb. Steffen Vagt verkaufte sich bei seinem Wümmering-Debüt hervorragend und unterlag nur seinen Kollegen Buchberger und Diener in den insgesamt 3 Outings. Maikel van der Helm war der erste Verfolger des siegreichen Trios und konnte Marc Hansen punktetechnisch doch schon gehörig davon fahren. Der letzte Finalist war Sven Mannott, der mit seinen 5 Vorlaufpunkten Dank eines 2. Ranges zu Beginn zweifelsohne im Finale stand. Am Ende sprang für ihn Platz 6 heraus, während Hansen nur durch Losglück ins Finale kam, da auch Ulrich Büschke und Mathias Encke je einen 3. und 4. Rang ins Ziel brachten. Büschke und Encke fuhren beide Male gegeneinander, deren Duelle unentschieden ausgingen, während Hansen in den anderen beiden Outings zu diesen 5 Punkten kam. Das Los entschied also, dass Hansen im Finale stand und Büschke vor Encke auf Rang 7 gewertet wurde. David Speight, Andreas Büschke, Dave Hammond und Simon Renken blieben eher am eher am Ende des Feldes und hatten keine Chance auf einen Finalplatz. Das WM-Ergebnis – Das Rahmenprogramm vom Samstag – Die Ergebnisse des Rahmenprogramms |