U19 Team EM Finale
in Rawicz, 22.05.2008

Text: Jan Sievers - Fotos: Steffen Turban

Deutschland holt EM-Silber bei der U19 Team EM

Mit einer starken Mannschaftsleistung gewann die deutsche U19 Nationalmannschaft die Silbermedaille bei der Team-Europameisterschaft. Das Finale in Rawicz/PL war an Spannung kaum zu überbeiten, da bis kurz vor Schluß für jedes Team noch nahezu alles drin war. Am Ende hatten die Schweden die Nase vorn, doch die DMSB-Truppe um Nationalcoach René Schäfer, war immer in Schlagdistanz. Dänemark landete einen Punkt hinter den Deutschen auf Platz 3, den Gastgebern aus Polen blieb lediglich der undankbare und für sie enttäuschende vierte Rang.

Insgesamt vier Ausfälle brachten die Deutschen um die Chance auf Gold. Bester deutscher Fahrer war Kevin Wölbert (12 Punkte), der nach Abstimmungsproblemen im ersten Lauf, besonders in den schwersten Läufen sein enormes Leistungspotential bewies und zum Matchwinner wurde. Frank Facher (8) und Erik Pudel (7) zeigten ihr großes Kämpferherz und  begeisterten mit gekonnten Überholmanövern auch nach verlorenem Start. Vom Pech verfolgt waren Max Dilger (2) und Sönke Petersen (0). Petersen fiel 2-mal an aussichtsreicher Position aus. Dilger zerstörte bereits im Training sein bestes Aggregat. Mit der Reservemaschine, holte er im ersten Lauf 2 Punkte. Im nächsten Lauf gab dann auch der zweite Motor seinen Geist auf

Auch wenn es beinah eine Goldmedaille hätte werden können, war keiner der Beteiligten enttäuscht, sondern überglücklich die erste Medaille einer deutschen Nationalmannschaft bei einem internationalen Speedway-Prädikatslauf geholt zu haben.

„Nicht nur durch die guten Leistungen jedes Einzelnen, sondern vor allem auch durch den starken Zusammenhalt unserer Truppe haben wir bewiesen, dass wir Deutschen uns im internationalen Speedway keinesfalls zu verstecken brauchen“, weiß Erik Pudel.

DMSB-Coach René Schäfer : „Es war eine Super Teamleistung, ich hatte zwar auf eine Medaille vor dem Rennen gehofft, dass es am Ende Silber wurde und wir im Rennen um Gold mit dabei waren, war einfach super von den Jungs. Das Kevin Wölbert trotz eines Ausfalls zu Beginn des Rennens noch so aufgedreht hat, ist auch ein Zeichen, dass die Zusammensetzung der Nationalmannschaft einfach passt. Wenn der Zusammenhalt bei dem an diesem Sonntag anstehenden Qualifikationslauf für den Speedway World Cup im ungarischen Miskolc nur annähernd so gut ist wie bei der U19, mache ich mir keine Sorgen.“

Das Ergebnis