Deutschland holt EM-Silber bei der U19 Team EM
Mit einer starken Mannschaftsleistung gewann die deutsche U19 Nationalmannschaft
die Silbermedaille bei der Team-Europameisterschaft. Das Finale in Rawicz/PL
war an Spannung kaum zu überbeiten, da bis kurz vor Schluß für
jedes Team noch nahezu alles drin war. Am Ende hatten die Schweden die Nase
vorn, doch die DMSB-Truppe um Nationalcoach René Schäfer, war
immer in Schlagdistanz. Dänemark landete einen Punkt hinter den Deutschen
auf Platz 3, den Gastgebern aus Polen blieb lediglich der undankbare und für
sie enttäuschende vierte Rang.
Insgesamt vier Ausfälle brachten die Deutschen um die Chance auf Gold.
Bester deutscher Fahrer war Kevin Wölbert (12 Punkte), der nach Abstimmungsproblemen
im ersten Lauf, besonders in den schwersten Läufen sein enormes Leistungspotential
bewies und zum Matchwinner wurde. Frank Facher (8) und Erik Pudel (7) zeigten
ihr großes Kämpferherz und begeisterten mit gekonnten Überholmanövern
auch nach verlorenem Start. Vom Pech verfolgt waren Max Dilger (2) und Sönke
Petersen (0). Petersen fiel 2-mal an aussichtsreicher Position aus. Dilger
zerstörte bereits im Training sein bestes Aggregat. Mit der Reservemaschine,
holte er im ersten Lauf 2 Punkte. Im nächsten Lauf gab dann auch der zweite
Motor seinen Geist auf
Auch wenn es beinah eine Goldmedaille hätte werden können, war keiner
der Beteiligten enttäuscht, sondern überglücklich die erste
Medaille einer deutschen Nationalmannschaft bei einem internationalen Speedway-Prädikatslauf
geholt zu haben.
„Nicht nur durch die guten Leistungen jedes Einzelnen,
sondern vor allem auch durch den starken Zusammenhalt unserer Truppe
haben wir bewiesen, dass wir Deutschen uns im internationalen Speedway keinesfalls
zu verstecken brauchen“, weiß Erik Pudel.
DMSB-Coach René Schäfer : „Es war eine Super
Teamleistung, ich hatte zwar auf eine Medaille vor dem Rennen gehofft,
dass es am Ende Silber wurde und wir im Rennen um Gold mit dabei waren,
war einfach super von den Jungs. Das Kevin Wölbert trotz eines Ausfalls
zu Beginn des Rennens noch so aufgedreht hat, ist auch ein Zeichen, dass
die Zusammensetzung der Nationalmannschaft einfach passt. Wenn der Zusammenhalt
bei dem an
diesem Sonntag anstehenden Qualifikationslauf für den Speedway World
Cup im ungarischen Miskolc nur annähernd so gut ist wie bei der
U19, mache ich mir keine Sorgen.“ |