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Alles ist anders auf dem Berg125 Fahrer aus 10 Nationen, höhergelegte Maschinen, einklappbare Fußrasten, 6 Schiedsrichter und Sportwarte, 3 Streckensprecher, unzählige Streckenposten und Sanitäter, genügend Lautsprecher, ausreichend Sonnencreme sowie einen wagemutigen Startmarshall brauchte man, um das 88. int. Bergringrennen in Teterow zu starten. Mit einer Runde bei der Fahrervorstellung in eines der vielen Autos machte sich Speedway.org selber einen Bild von dem 1877m langen Streckenprofil. Gemeinsam mit den Bildern der Rennen des am Montag ausgestrahlten Berichts auf N3 mit dem Titel „Wenn der Bergring ruft“, für das Egon Müller dem TV-Team kompetent zur Seite stand, ist der Mut der vielen Akteure, sowohl männlich und auch vor allem weiblich, umso höher einzustufen. Während in einer der Crossklassen 4 Damen aus den Niederlanden um den Ladies-Cup fighteten, saßen in der Gespannklasse ebenfalls 2 Damen mit im Boot. Janoschka sichert sich das TrippleEnrico Janoschka war der große Triumphator dieses Bergringrennens. Bereits am Samstag sicherte er sich die Clubmeisterschaft vor Lars Mieser und Denis Stübe und setzte am Sonntag mit dem Sieg des „Grünen Bandes“ einen drauf. Im Kampf um den Bergringpokal klebte er beim Eingang zur Zielkurve dann nach einer unglaublichen Aufholjagd am Hinterrad des bis dahin führenden Norwegers Pal Heia und zog an ihm vorbei. Heia hatte nun auch noch weiteres Pech und fiel wegen Methanolmangels aus und kam nicht mal mehr aufs Podest. Janoschka machte das Tripple seinerseits nun also perfekt und siegte vor Enrico Sonnenberg und Manfred Knappe. Pal Heia, der bei diesem Handicapstart aus der 1. Reihe rund 8 Sekunden vor Janoschka (aus Reihe 3 startend) ins Rennen ging, nahm diese 5 Runden = 9,4 km sauschnell in Angriff und wurde mit dem Ausfall zum tragischen Helden am Ende des Tages. Das Publikum im Zielbereich jubelte ihm trotzdem zu als er den Berg am Ende des Feldes runter rollte. „Was soll es – ich bin gesund, habe eine tolle Familie und ich hatte Spaß an diesem Rennen“, so Heia zu einer seiner Bekannten. Matten nannte es BackflipAm Sonntag ging der Start für Matten Kröger etwas schmerzhaft los. Nach einem noch nie gesehen Cowboystart, bei dem er sein Bike bis zum Einschlag nach 180° auf dem Boden immer noch in den Händen hielt, tat er sich Gottseidank nicht viel und konnte beim Wiederholungsstart gleich wieder mit ans Band. Am Ende gewann er die Vorlaufwertung, für die es aber keine eigene Siegerehrung gab, vor Enrico Hoth und Janoschka. Im Lauf um das Grüne Band führte er sogar bis zur dritten Runde und wurde am Ende hinter Janoschka Zweiter. Janoschka hingegen büßte im 3. Lauf Punkte ein, da er nach einem Crash mit Manfred Knappe in der Nordkurve im Lauf zuvor eine Kollision hatte und hier wegen Reparaturarbeiten an seinem Bike auf dem Bike von Kumpel Matzek Encke fuhr, hiermit aber wegen Zahnriemenriss ausfiel. Knappe verletzte sich bei dem Crash etwas an der Schulter, doch ließ er es sich nicht nehmen, seine Plätze im Grünen Band und auch Bergringpokal wahrzunehmen, bei denen er bis zum letzten Kraftakt kämpfte und bei beiden Rennen mit Rang 3 belohnt wurde. A new star is bornIn der Gruppe B der Solisten, in der internationale Fahrer und B-Lizenzler gemeinsam an den Start gingen, fuhr sich ein Mann ins Geschehen, der erst am Mittwoch beim internen Clubtraining die endgültige Zusage für den Start am Wochenende erhielt. Die Rede ist von B-Lizenz-Neueinsteiger Denis Stübe, der aus dem Enduro-Bereich kommt und erst eine Woche zuvor in Parchim sein erstes Rennen auf einem Langbahner fuhr. Rang 3 in der Clubmeisterschaft sowie der dritte Platz in der separaten Wertung der Gruppe B war ein toller Einstieg in den Bahnsport. Nach der Vorlaufrunde lag er hinter Andreas Gruber, Pal Heia und Mathias Encke auf Rang 4. Neben diesen und weiteren 8 Fahrern ging es im großen Finale um die endgültige Tageswertung. Andreas Gruber sicherte sich diese klar vor „Cooperman“ Paul Cooper, der immer besser ins Rennen kam, sowie Stübe. Vorlaufzweiter Heia kam auf Rang 4 ins Ziel und Vorlaufdritter Encke verpasste wegen Behinderung eine bessere Ausgangsposition in der Startphase und wurde am Ende Siebter. Eine Lovestory am RandeVor 5 Jahren lernten sich Heike aus Teterow und Rennfahrer John Hartley aus England bei der After Race Party kennen. Neben dem Austausch der Telefonnummern gab es auch den ersten Kuss an diesem Abend, den sie als „Besten Kuss meines Lebens“ beschreibt. Nur mit ein paar bisher erlernten Englischkenntnisse zog sie mit Sack und Pack noch im November des selben Jahres nach England. Töchterchen Emily ließ nicht lange auf sich warten und kam am 1. Februar 2005 auf die Welt. Vor einem Jahr machte John dann seiner Heike abends beim Kampf um den Auherhahnpokal in einer der Rennpausen vor Tauenden von Fans einen Heiratsantrag, den sie natürlich annahm. 2008 krönten und besiegelten sie nun ihr Glück mit der Hochzeit. Und wo soll diese anders vollzogen worden sein, als in Teterow? Am Donnerstag vor dem Rennen gaben sich Heike und John das Ja-Wort und feierten dieses am Freitag natürlich an der Strecke des Bergringes. Herzlichen Glückwunsch Heike und John Das war mehr als knappAufgrund von Absagen einiger Teams wurde das System umgestellt und die je 2 Langsamsten aus dem Training und den weiteren Rennen wurden für die nächste Läufe zu den Reservisten deklariert. Mit von der Partie waren auch Stefan Radtke und Danny Labs, die als Neueinsteiger in der B-Lizenz angreifen wollen. Mit der Sonderregelung um den Start in der internationalen Lizenz fuhren sie im 1. Heat auf Rang 3 (von 7 Gespannen) als die Flagge zur letzten Runde angezeigt wurde. Genau in der Senke auf der Ziellinie wollte Beifahrer Labs die Position für die kommende Rechtskurve wechseln, als ihn ein Loch aus dem Beiwagen schmiss. Hier kam nun der wagemutige Startmarshall Detlev Landowski ins Spiel, der sich schützend vor dem abrollenden Labs stellte, und die nachfolgenden Gespanne mit der Flagge auf eine andere Fahrlinie hinwies. Puh, das war alles mehr als knapp und während „Ratte“ als Solofahrer sein Gespann kurz vor der Rechtskurve 100m weiter links in den Begrenzungsstangen zum Stehen bekam, stand Labs bereist wieder – allerdings mit geprellter Schulter und Hüfte und verdrehtem Knie. Glück gehabt. Kunert ließ es ruhig angehenFür Bergringkenner Tommy Kunert war der Berg nichts Neues – allerdings für seinen Beifahrer Hessel Auwema, der erstmals hier mitfuhr und ganz schön Respekt zeigte. Doch gemeinsam gewannen sie alle Läufe, auch wenn sie im letzten Durchgang nicht mehr ganz so schnell um den Kurs fuhren. Einen glänzenden Einstieg zeigten auch Imanuel Schramm und Bernd Kreuzer, die am Ende aufgrund des besseren Abschneidens vor den Punktgleichen Niederländern Raymond de Rooy und Sandra Mollema auf Rang 2 landeten. Unterschiedlichste Einlagen der Beifahrer konnte man erkennen, und während die meisten Beifahrerversuchten, sich möglichst flach auch in den Rechtskurven zu verlagern, hatte Sandra einen Beiwagenbügel, wie man ihn aus dem Cross-Bereich kennt. Der Erfolg dieses Hilfsmittel gab ihnen Recht, auch wenn der Hut überhaupt vor Sandra und auch vor der Britin Natascha Barlett, die mit Andy Kerrisson auf Rang 4 fuhr, nicht tief genug zu ziehen ist. Bekannte Gesichter auf den CrossernErstmals gab es einen Ladies-Cup bei den Crossern, an dem 4 Mädels aus den Niederlanden teilnahmen und sowohl den Berg links als auch rechts herum bezwingen mussten. Mit von der Partie war Ilona Wolgen, die am Ende Rang 2 belegte. Verlobter Dirk Fabriek mochte die Rechtskurven bei den Männern nicht wirklich und wurde am 11. in seiner Klasse. Im nächsten Jahr strebt Dirk aber einen Start bei den Spezialisten auf der 500er an. Um 2 Ränge besser platzierte sich hier Jan Klatovsky aus der Eisspeedway-Szene. Während Bruder Antonin in der Gruppe A der Spezialisten gegen Janoschka, Kröger und Co fuhr, trafen sich hier zumindest in der Trainingssession weitere Kollegen aus der Winterzeit. Josef Böhm, in Begleitung seines Mechanikers Harald Simon, kam als 1. Reservist wie auch Heinz Göldi als 2. Reservist nicht zum Zuge, während Martin Leitner auf seiner 250er die Quali gegenüber den 450er-Piloten nicht schaffte. Die Ergebnisse |