Indoor Speedway Gala in Exloo
29.12.2009

29.12.2009 17:48:54
Gute Stimmung im Fahrerlager
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Der endgültige Rausschmeißer der Saison

Traditionell fand zum Jahresende die Indoor Speedway Gala in Exloo statt. Der noch verletzte Jannick de Jong schaute als Zuschauer vorbei, während Mark Stiekema nach einem Arbeitsunfall seinen Start absagen musste und mit einer Armschlaufe das Rennen und die Konkurrenz beobachtete. Er wurde durch Dennis Noordman in der Int. Solistenklasse ersetzt. Und für Benjamin Borgers wurde Bart Uil aus der nationalen Klassen geholt. Beide konnten aber keine Akzente setzten und erreichten das Finale nicht der Top 4 nicht.

Nach 2 Durchgängen gab es schon eine kleine Vorentscheidung, denn trafen hier Dirk Fabriek, Henry van der Steen und Ronnie Weis aufeinander, die bis dahin ungeschlagen waren. Weis verspielte mit Rang 4 in diesem und im Letzten Vorlauf seine Finalteilnahme, während van der Steen und Fabriek den Einzug in den Endlauf schafften. Erfreulich aus Deutscher Sicht erreichten auch Stephan Katt und Christian Hülshorst das doppelte A-Finale, während sich nun Weis und auch Jörg Tebbe als 4. Deutscher Fahrer mit je 6 Punkten auf den Rängen 5 und 8 vom letzten Rennen des Jahres verabschiedeten.

Sehr gut im Zeitplan liegend kam es dann aber im 2. Finallauf zu Stürzen. Mit dem Sieg des ersten Endlaufes kam Dirk Fabriek im 2. zu Sturz. Er wurde aber wieder zugelassen. Beim Restart erwischte es van der Steen, der zwar wie Fabriek unverletzt blieb, aber nicht mehr am 2. Restart mehr teilnehmen durfte. Ärgerlich für Hülshorst, der in diesem Heat führte. So konnte Fabriek seinen 2. Finalsieg einfahren gefolgt von Katt, der zuzüglich seines 3. Platzes im 1. Finalouting auch auf Rang 2 kam. Van der Steen sicherte sich dennoch Rang 3 in der Tageswertung vor dem Showman Hülshorst.

Noordman und Pascal Swart schoben sich in der Wertung zwischen Weis und Tebbe und die unbekannten Maciej Jader aus Polen sowie Ann Spaar aus Tschechien bildeten unteren Wertungsdrittel das Sandwich um Nick Lourens, während Uil das Schlusslicht bildete.

Schmerzhaftes Jahresende

Da Schwester Nathalie mit ihrem Lebensgefährten Rene Stellingwerf in Schweden auf der Santa-Cup-Tour verweilt, musste sich William Matthijssen einen Ersatzbeifahrer suchen. Diesen fand er in Joshua Goodwin, Sohn des leider viel zu früh verstorbenen britischen Gespann-Piloten Lester Goodwin. An seinem 16. Geburtstag war er mit seiner Gespann-Premiere seinem Daddy aber sehr nahe und machte ein richtig gute Figur im Boot. Mit 3 Laufsiegen und dem Maximum gingen sie ebenfalls ins doppelte Finale und trafen hier auf Philip Wierenga mit Hessel Auwema sowie Andy und Laura Kerrison.

In der Startkurve berührte Kerrisen Matthijssen, der sich drehte und unter dem Gespann hängen blieb. Nach Aussagen des Rennleiters Gerard Zijlstra vermutete Matthijssen selber einen Bruch des Unterschenkels. Genauere Infos gab es leider keine mehr, doch war klar, dass William mit dem Abstransport in die Klinik nicht mehr starten konnte. So siegten die Briten in beiden Finalläufen vor Wierenga / Auwema und dem auf dem Podest allein gelassenen Teenie Goodwin.

Gute Besserung von dieser Stelle

Aber wie jedes Jahr waren alle Akteure der Gespannklasse das Salz in der Suppe. Spannende, spektakuläre und zum Teil auch unverhofft waghalsige Überholmanöver und Rad-an-Rad-Kämpfe machten die Rennen so richtig spannend. Die Franzosen Christophe Gernier mit Cedric Rossit und auch Gary Southgate mit Natasha Bartlett mischten immer in diesem Fights mit, aber vor allem der 7. Lauf hatte es in sich, als sich die führenden Teams mit Rik Diephuis und Linda Vijfschaft mit Wierenga / Auwema leicht verhakten und die Franzosen Francis und Nadege Ducousso wahrlich von Rang 3 auf 1 preschten. Leider konnten sie den Platz nicht halten, da sie sich nach einem Fahrfehler drehten und wieder auf Rang 3 zurückfielen.

Auf ungewohntem Terrain befand sich hier auch Dirk Fabriek, der sich erstmalig ins Boot eines Gespannes setzte. „Das freie Training war nicht so gut, aber im Pflichttraining ging es schon etwas besser“, so der eigentlich Solo-Pilot. „Aber wir sind ja nur Reserve“, fuhr er weiter. Aber Pustekuchen, da das Britisch-Holländische Doppel Tony Cook und Erik van Dijk wegen Getriebeschaden gleich im ersten Lauf ausfielen und aufgeben mussten, kam Fabriek mit seinem Fahrer Erik Beikes zweimal zum Einsatz. Ein Punkt konnten sie erfahren.

Die Nationalen Solisten

Das Fahrerfeld der nationalen Solisten „schrumpfte“ von angekündigten 8 Fahrern auf deren 5. In 5 Heats setzte jeder einmal aus und obwohl Randy Oldenziel sogar noch einen Lauf weniger bestreiten durfte, weil er am Start ins Band fuhr und von diesem ausgeschlossen wurde, kam er als hoffnungsvolles Nachwuchstalent mit seinen 3 übrigen Laufsiegen doch noch auf den 1. Rang. Nico Eijbergen sicherte sich Rang 3 vor Webmaster-Kollege Jesper Veldhuizen von http://www.baansportfansite.nl. Der aus Frankreich weit angereiste Vincent Toucheport und Priscilla Wolgen komplettierten diese Klasse.

Kleine Knirpse ganz groß

Bereits am frühen Nachmittag gegen 14.00 Uhr war die Anreise der vielen Akteure auf dem Parkplatz zu beobachten. Und ein Knirps nach dem anderen sprang aus den Britischen Transportern bereits in kompletter Rennmontur. Der bereits bei uns sehr bekannte „Rennfloh“ Romano Hummel hatte also Konkurrenz bekommen, was den Niedlichkeitsfaktor aufgrund der Körpergröße anging. Doch wie würden sie auf dem Oval als Konkurrent bestehen?

Nach einigen Läufen war es klar, der Nachwuchs, der aus England kam, brauchte sich nicht verstecken. Eine Wunderwaffe gegen „Kampfzwerg“ Hummel fanden sie zwar keine, aber 2 von ihnen kamen bis ins Finale durch. Zach Wajtknecht und Callan Walker fuhren sich aufs Podest. Der 4. Finalist, der sich aus dem 10er-Feld bis ins Finale kämpfen konnte, war Roelof Postema, der aber mehr als Glück hatte, als er nach einer Bandberührung und Sturz vom nachfolgenden Walker überfahren wurde. Walker konnte – wie auch immer – diesen „Fast-Abwurf“ verhindern und blieb auf dem Bike, während Postema anscheinend nur mit einem Schrecken davon kam. Puh – Glück gehabt.

Als einziger Deutscher Vertreter in dieser Klasse war Richard Geyer – selbst für speedway.org ein unbekannter Name. Doch der Kreis schloss sich ganz schnell, denn ist der 11-Jährige Meißener der Steifsohn von Ronnie Weis. Richard begann erst in diesem Jahr mit dem Bahnsport und Ronnie erzählte voller Stolz, dass sein Filius bereits in Tschechien am Marketa Cup teilgenommen hatte und einer Serie zu Tschechischen Meisterschaft den 7. Rang von 16 Fahrern erzielen konnte.

In Exloo war die Konkurrenz allerdings noch eine Nummer zu hoch und er holte nur ein mageres Pünktchen und landete auf dem 9. Rang. Auch wenn es sportlich nicht zu den vordersten Rängen klappte, der Spaßfaktor beim Duo Weis / Geyer war groß geschrieben.

Die Ergebnisse