Int. Pfingstpokal in Güstrow,
23.05.2010

Spannender Sport kennzeichnete den Pfingstpokal im Speedway

Der Sieger des diesjährigen Internationalen Pfingstpokals war schon als Jugendlicher in Güstrow zu Gast. „Vor vielen Jahren bin ich hier schon in der B-Lizenz gefahren und mein Vater (Ales Dryml) hat mir viel aus seiner aktiven berichtet“, erzählte Lukas Dryml nach der Siegerehrung. Schon 2002 errang er den zweiten Platz und stand nun endlich auf der obersten Podeststufe. Noch wenige Augenblicke vorher war er ziemlich verärgert. Im Sonderlauf der vier Punktbesten um den Fritz-Suhrbier-Pokal geriet er mit Adrian Gomolski beim Start aneinander und dabei verbog sich seine Fußraste dermaßen, dass ein Driften nicht mehr möglich war. Der Pole gewann zwar diesen 21. Lauf, musste sich aber vorher mit dem dritten Platz in der Wertung zufrieden geben und das auch erst, nach dem er im Stechen den Briten Oliver Allen besiegen konnte.

Den zweiten Platz in der Wertung zum Pfingstpokal erkämpfte sich der Däne Patrick Hougaard. Noch am Abend zuvor gewann er in Teterow den Auerhahnpokal und auch in Güstrow konnte er sich gut in Szene setzen. Er führte nach drei von fünf Durchgängen die Punktetabelle an. Zu diesem Zeitpunkt lag der spätere Sieger einen Zähler, den er gleich im ersten Lauf abgab, zurück. Von großer Bedeutung für den Tagessieg war das Aufeinandertreffen der beiden im 16. Lauf. Lukas Dryml lag vom Start an in Führung und Patrick Hougaard fand trotz vehementer Angriffe keinen Weg am Zweitplatzierten Briten Ben Barker vorbei. Damit war die Vorentscheidung für die Gesamtwertung gefallen.

Insgesamt gab es sehr viele spannende Läufe zu erleben und die Zuschauer honorierten die Aktionen der Fahrer mit viel Applaus. Besonders beeindruckend waren die vielen Fahrlinien, die auf der Güstrower Bahn möglich waren. Kein Fahrer konnte sich auf seiner Position sicher sein, bevor er nicht die Ziellinie überfahren hatte.

Auch in der Klasse der Future Stars mit ihren PW 50-Maschinen hieß der Sieger Lukas. Der Sohn von Ralf Baumann dominierte in dieser Konkurrenz und sicherte sich mit Maximum den Sieg. Geehrt wurden aber alle Teilnehmer und erhielten dazu Präsente, die von famila gesponsert wurden.

Ebenfalls mit voller Punktzahl gewann bei den Stars of Tomorrow Kai Huckenbeck, der sich mit dieser Leistung für weitere Einsätze als Junior im Bundesligateam der Barlachstädter empfahl.

Trotz der tollen sportlichen Leistungen war die Stimmung bei den Organisatoren und Zuschauern gedrückt. Sehr tief saß der Schock über den tödlichen Unfall auf dem Bergring. Aus diesem Grund wurde auf alle sonst zu diesem Ereignis gehörenden Aktionen, wie Feuerwerk und Laola-Wellen verzichtet.

Gunnar Mörke

Weitere Ergebnisse:

Stars of Tomorrow: 1. Huckenbeck (D) 12, 2. M. Helfer (D) 9, 3. Nielsen (DK) 9, 4. Salomonsen (DK) 8, 5. Koonstra (NL) 5, 6. Maaßen (D) 4, 7. D. Helfer (D) 1

Future Stars: 1. Baumann (Güstrow) 12, 2. A. Andreasen (DK) 10, 3. Moritz (Stralsund) 8, 4. Firniß (Güstrow) 6, 5. Peters (Güstrow) 5, 6. G. Andreasen (DK) 4, 7. Günther (Güstrow) 2, 8. Rubach (Güstrow) 1.

# Fahrer Nat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Pkt ST Platz
4 Lukas Dryml 2 3 3 3 3 14   1.
15 Patrick Hougaard 3 3 3 1 3 13   2.
11 Adrian Gomolski 3 2 3 3 1 12 +3 3.
13 Oliver Allen 2 3 2 2 3 12 +2 4.
14 Tyron Proctor D 3 3 3 2 11   5.
5 Christian Hefenbrock 3 1 2 3 0 9   6.
1 Miroslaw Jablonski 3 2 1 2 1 9   7.
16 Roberto Haupt 1 1 2 2 2 8   8.
8 Erik Pudel 2 2 2 1 0 7   9.
6 Ben Barker 1 2 0 2 1 6   10.
10 Tobias Busch 2 1 0 0 2 5   11.
12 Ulrich Östergaard 1 0 1 1 2 5   12.
9 Jevgenijs Karavackis S/D 0 1 0 3 4   13.
7 Kamil Pulczynski 0 1 1 0 1 3   14.
2 Leonids Paura 1 0 0 0 0 1   15.
3 Steffen Mell 0 0 0 1 0 1   16.

Fritz-Suhrbier-Gedächtnispokal
# Name Nat Platz
11 Adrian Gomolski
1.
15 Patrick Hougaard
2.
13 Oliver Allen
3.
4 Lukas Dryml
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