|
|
|
|
Spannende MeisterschaftskämpfeBei einem weiteren Lauf um die Dutch Open Grasbahnmeisterschaft ging es Aduard spannend her. Obwohl am Vortag das Jugend- und Nationale Rennen ausgetragen wurde, befand sich die Strecke in einem gut präparierten Zustand. Doch im Laufe der Heats kamen immer mehr Wellen und Löcher an so manchen Stellen – vor allem an den Kurvenausgängen – so dass Rennleiter Peter Visser eine extra lange Runde Bahndienst einschob und die Passagen wieder eben machen ließ. Trotz so mancher haarsträubenden Situation seitens der Akteure auf der Bahn, blieb das komplette Rennen sturzfrei. Während am frühen Nachmittag nur eine Handvoll Fans den Rennen der EVLS-Klassen beiwohnten, waren es zum Abend leider auch nur 2 – 3 Hände voll, darunter auch einige Deutsche Gesichter, obwohl die DO-Rennen der Solisten und der Gespanne komplett ohne Deutscher Beteiligung über die Runden gingen. Doch dieser harte Kern wurde mit einem positiv spannenden Rennen belohnt. Die SolistenJeffrey Woortman, Mark Stiekema und Jannick de Jong zeigten in einem ihrer Vorläufe schon, was im Finale noch auf sie warten sollte. Woortman und Stiekema kämpften im 5. Heat um jeden Zentimeter für den Laufsieg. Einen Kontakt beider Kontrahenten ging zum Glück ohne weitere Folgen aus. Während Woortman mit seinem auffällig spektakulären Fahrstil in diesem Heat zum Sieg fuhr, hielt sich de Jong clever aus dem Zweikampf zurück, denn wusste er mit seinen beiden Laufsiegen in den Heats zuvor um die sichere Teilnahme am A-Finale. Neben diesen 3 Akteuren schaffte auch noch Rozenberg den direkten Einzug. Über Pechvögel in den FinalheatsIm B-Finale wurde Randy Oldenziel zum tragischen Helden. Mit konstanten Blitzstarts und endlich mal dem Können gezeigt, was potenziell auch in ihm steckt, führte er die Konkurrenz im B-Finale an. Das A-Finale war greifend nahe, doch dann streikte die Technik und nur mit Glück kamen die dicht auffahrenden Verfolger links und rechts an ihm vorbei. „Jammer“, wie die Holländer in diesem Fall zu sagen pflegen, denn wurde er somit automatisch auf dem letzten Platz mit Rang 10 gewertet, was seine Leistung überhaupt nicht widerspiegelt und er völlig unter Wert geschlagen wurde. Die Gunst der Stunde für das Ticket im A-Finale nutzten dann Nick Lourens und Erik Eijbergen für sich. Im A-Finale traf es dann erneut Stiekema, dem das Ausfallpech momentan wirklich an den Hacken klebt. Auf Rang 2 fahrend streikte der Motor und auch er wurde mit Rang 6 unter Wert geschlagen. Somit hatte Woortman ein etwas leichteres Spiel, sich „nur“ noch gegen de Jong zu erwehren. Er siegte vor de Jong und Eijbergen, Rozenberg sowie Lourens. Ein Tag zum vergessen...... hatte das Französisch-Holländische Team Grenier / Sanders. Wegen einer 4 stündigen Fehlersuche am Motorrad konnten sie am Training erst gar nicht teilnehmen. Nachdem man endlich am Vergaser das Problem gefunden hatte, gewährte Rennleiter Visser ihnen ein Nachzüglertraining. Nach dem 1. Heat erkannte das Team zum Glück einen Riss im Rahmen des Gespanns und Freund / Mentor / Mechaniker Rik Diephuis nahm das Boot kurzerhand zu sich mit nach Hause, um es zu schweißen. Der Verlust des 2. Heats war Nebensache, denn waren sie pünktlich zum 3. und letzten Vorlauf wieder startklar. Als Führende im B-Finale wurden sie Hauptakteure der Duplizität zu den Ereignissen im B-Finale der Solisten. Sie lagen nur noch eine ¾ Runde vor dem Angriff aufs Podest im A-Finale entfernt, da verabschiedete sich der Motor. Die „Erde mit dem M davor“ mag Grenier wohl gedacht haben, aber er sah es doch gelassen, denn hakte er es mit: „Lieber heute als nächste Woche beim EM-Finale“ ab. Auf diesem Wege möchte Christophe ein „Merci Beaucoup“ an Rik ausrichten, der mit seiner spontanen Schweißaktion zuhause für das Weiterfahren sorgte. SternstundeIm Gegensatz dazu konnten sich die Newcomer Noordman / Kremer mit einer Superleistung und ihrer 1. A-Finalteilnahme feiern lassen. Es ist schon enorm, in was für einer kurzer Zeit dieses junge Team alles gelernt hat und mittlerweile auch keine erfahreneren Namen mehr scheut anzugreifen und zu überholen. Den Szenenapplaus der Anwesenden am Fahrerlager konnten sie nicht hören, doch verdient hatten sie es sich, als sie sich clever und geschickt die Kerrisons im 5. Vorlauf holten und hier Rang 2 ins Ziel fuhren. Durch Greniers Ausfall kamen sie hinter Wierenga / Auwema ins A-Finale. Wierenga hatte ebenfalls einen guten Tag, doch im Zweikampf gegen Harvey / Hogg kamen sie nach der Überholaktion ausgangs der Zielkurve quer und verhakten sich mit den reinschießenden Briten im Innenfeld. Allen 4 ging es gut, doch für den Restart wurden sie vom Schiedsrichter-Gespann Rudie Huizinga und Pieter Ekhart ausgeschlossen. Mit einem lupenreinen Maximum empfahlen sich Detz / van Dijk nach der Vorrunde als ganz heiße EM-Titel-Kandidaten, doch im A-Finale ließ Detz Holstein / Auwema, die den Schwung von Rang 5 aus mitnahmen, ohne große Gegenwehr ziehen: „Das Problem war die tief stehende Sonne über der Zielkurve. Ich wollte da kein Risiko eingehen wegen nächster Woche und bin mit Kopf gefahren. Ich hätte einiges zu verlieren gehabt, Sven nicht“, erklärte er vor der Siegerehrung. Holstein siegte also vor Detz und Harvey, während sich Noordman hinter Wierenga auch feiern lassen durfte. Die OldiesIn einem separaten Zeitfenster gehörte der frühe Nachmittag den Oldies auf ihren 2- und 4-Ventiler-Bikes. Bei den 4-Ventilern hätte Henk Snijder Sekundenkleber für den Stahlschuh anbacken müssen. Schon im Training verlor er diesen und auch im Rennen musste er sich einmal von ihm trennen. Am Ende konnte er aber à la Eisspeedway-Style seine Läufe beenden und kam auf Rang 2 hinter dem Dauerbrenner Bob Dolman. Insider schätzten Dolman als so schnell und fit ein, dass er auch bei den Special Senioren hätte mithalten können... was allerdings noch zu beweisen wäre. In der Garde der 2-Ventiler konnte die Siegesserie von Kevin Teager gestoppt werden. Er landete nur auf Rang 3. Josef Goldbrunner erkämpfte sich diesen Sieg im A-Finale vor Kenny Blain, der ebenfalls ein Abo aufs Podest gebucht haben zu scheint. Die Ergebnisse der Dutch OpenDie Ergebnisse der EVLS |