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Es hat alles gepasstNach einem großbesetzten Fahrerfeld beim 2-Stündigen Mofarennen bei sehr frischen Temperaturen am Mittwochabend wurde man gleich mit herrlichem Sonnenschein am Morgen in Lüdinghausen geweckt. Und Petrus setzte sogar noch einen Temperaturschub von mindestens 10° zu den vorhergesagten 12° drauf. Die äußeren Bedingungen passten also schon mal. Die Kulisse war wieder gut, die Stimmung auf den Rängen sowieso, da viele Fangruppen mit eigenen Pavillon und Musikboxen das 1000m Oval säumten. Die Strecke war nicht einfach zu befahren, doch gab es immer wieder packende Zweikämpfe in den verschiedenen Klassen. Als Schnellster gegen die Uhr fuhr Dirk Fabriek, der als Nachrücker für Jörg Tebbe am Bahnrekord teilnehmen konnte – Tebbe verzichtete nämlich. Doch mit fast genau 9km/h weniger blieb der seit 2000 bestehende Bahnrekord durch Robert Barth weiterhin bestehen. Im Lauf um die NBM-Punkte setzte sich Tebbe vom Start weg durch und gewann diesen 4-Runden-Sonderlauf vor Bernd Diener und Aufsteiger Keijo Bünning, der sich diesen Platz gegen Christian Hülshorst erkämpfte. Die WertungsheatsNach 4 Heats pro Fahrer wurde in der Int. Lizenzklasse wieder der schlechteste Lauf als Streichergebnis gewertet. Nach diesem Ranking zogen die Top 6 direkt in das Finale ein, während Platz 1 und 2 aus dem Hoffnungslauf das Fahrerfeld komplettierte. Mit 18 Punkten abzüglich eines 3. Platzes im Eröffnungsdurchgang lag Tebbe in Führung. Doch schon in der Vorrunde gab es heiße hier heiße Duelle mit Dirk Fabriek. Der junge Holländer begann seine Saison mit einem Schlüsselbeinbruch und saß nach einem einzigem Speedwayrennen nun das erste mal wieder auf seinem Langbahnbike. Ein Defizit an Rennpraxis war allerdings nicht zu erkennen, denn kam er mit 17 gewerteten Vorlaufpunkten ebenfalls direkt ins Finale. Diese hatte aber auch Oldboy und Lüdinghausen-Kenner Bernd Diener. Aus dem 5er-Feld der Ausscheidungsfahrer am Morgen fuhr sich Jeffrey Woortman mit gewerteten 16 Zählern ebenfalls direkt ins Finale. Schulter aus- und wieder eingekugeltBei diesem Quali-Lauf kugelte sich erneut die Schulter von Nick Lourens aus. Der Holländische Youngster lag dabei in Führung und kam durch dieses Malheur auf den Reserveplatz gegenüber Ronny Stüdemann, Keijo Bünning, Dave Mears und Woortman. Da Lourens dieses Missgeschick nicht zum ersten Mal passiert ist, wurde die Schulter wieder eingerenkt und er stand dem Fahrerfeld als Reservist trotzdem zur Verfügung. Doch bis auf die Präsentationsrunde der Fahrervorstellung bekam er keinen Einsatz mehr auf dem Bike. Das Finale komplettierten:Nach diesen bisherigen Top 4 der Vorrunde klaffte eine Lücke aus Punktesicht. So hatten Lokalmatador Christian Hülshorst und Enrico Janoschka je 12 Punkte ins Ziel gefahren, wobei jeder ein Ausfall als Streichergebnis hatte. Hülshorst war zeitig nach seinem Mittelhandbruch wieder fit und konnte sein Publikum auch wieder entertainen. Janoschka hingegen, der nur an wenigen Rennen offenen Rennen teilnimmt in diesem Jahr und auch nicht bei der NBM genannt hat, hatte große Getriebe-Probleme and beiden Bikes. Aus dem Hoffnungslauf, wo es reinweg nur um den Einlauf ging, setzte sich Robert Baumann durch, der auch verdient nach seiner Vorstellung in der Vorrunde zu den Top 8 gehörte. Mit ihm schaffte Mark Stiekema noch die Qualifikation, während der zunächst führende Mitch Godden mit Rang 3 ausschied. Eine gute Vorstellung bot auch Chris Mills, der sich im Training noch sehr respektvoll der Strecke gegenüber sah, im Lauf der Rennen aber immer besser in Schwung kam. Ebenso positiv erwähnen muss am noch Aufsteiger Bünning, der dem Co-Sprecher Lars Klimek zwar eingestand, dass „das Brot in der I-Lizenz doch härter schmeckt“, doch verkaufte er sich hervorragend. Der 5. Platz im Hoffnungslauf war dann aber das Aus und er landete am Ende auf Rang 9 mit 10 von 11 gewerteten Zählern. Das FinaleNeben dem NBM-Lauf war dies der einzige Lauf, der ebenfalls über 4 Runden ging. Für die Top 4 ging es nun um den Tagessieg, denn Jeder hatte noch die Chance ganz oben zu landen. Fabriek holte sich die Führung, gefolgt von Tebbe, die damit punktgleich waren, doch aufgrund des besseren Abschneidens im Finale ging der Tagessieg an den Bahnrekordsieger vor dem NBM-Laufsieger. Pech hatten hier Woortman und Stiekema, die ausfielen – doch das wiederum war Glück für Diener, denn konnte er sich austrudelnd im Ziel bei der Punktewertung von 6-5-4-3-2-1-0-0 noch einen Punkt sichern und Rang 3 auf dem Podium verteidigen. Woortman fiel durch Janoschkas 3. Platz im Finale hinter den Güstrower trotz Punktgleichheit auf Rang 5 zurück. „Hülse“, Baumann und Stiekema landeten am Ende auf Rang 6, 7 und 8. Beifahrer gesucht und gefunden8+1 Teams fanden den Weg von Frankreich, England, Holland und Deutschland nach Lüdinghausen. 7 von Ihnen kannten den Westfalenring bereits, doch für Scott Dunn war es die Premiere auf diesem 1000m Oval. Und nicht nur das: da sein Stammbeifahrer Paul Smith im Urlaub verweilt, musste er Ersatzbeifahrer gefunden werden. Nachdem er sich mit Kevin Colbourne anmeldete, musste dieser sich aber eine Woche zuvor abmelden, weil er sich beim Gewichtheben eine Schulterverletzung zuzog. Die Suche begann aufs Neue und in Christian Schädler, Ex-Beifahrer von Gary Southgate, der den aktiven Rennsport nun aufgab, fand Dunn einen passenden Beifahrer, denn spielten sich beide schnell aufeinander ein und konnten sich bis zum Finale auf den 3. Vorlaufrang kämpfen. Ungeschlagen bis hier hin waren William und Nathalie Matthijssen, die im Training allerdings Sven Holstein / Henk Auwema ziehen lassen mussten. Kein Wunder also, dass diese beiden Teams mit 15 Punkten Maximum bzw. 12 den Tagessieg unter sich ausmachen sollten. Dunn / Schädler schrieben bis dato 9, wobei sie sich von Lauf zu Lauf auch aus Punktesicht steigern konnten. Man muss aber auch erwähnen, dass das 2. Clubgespann Oliver Wehrle / Peter Lehmann neben Maik Domscheit / Kristoffer Loch auch im 3. Vorlauf einen Ausfall wegen Vergaserproblemen hatten. Für den Finallauf stellte Domscheit seinen Vergaser aber zur Verfügung und die „Bad Boys“ sicherten sich in der letzten Runde des Finals mit dem Überholmanöver gegenüber dem Briten den 3. Podestplatz hinter Matthijssen und Holstein, die auch im Ziel in dieser Reihenfolge ankamen. Für Dunn / Schädler sprach am Ende der 4. Gesamtrang dennoch für sich. Das Französisch- Niederländische Team mit Christophe Grenier und Gerben Sanders fuhren auch noch an Dunn vorbei doch reichte es nur noch zu Rang 5 am Ende. Dass sie schnell unterwegs waren zeigten sie im letzten Vorlauf. Dort gruben sie sich am Start ein und musste das Gespann erst einmal aus der Rille ziehen, ehe sie dem bereits enteilten Feld hinterher jagen konnten. Im Ziel angekommen, lagen sie noch vor Domscheit, der durch einen ankommenden Magen-Darm-Infekt nicht 100%ig fit war. Wie sie hatten auch das 2. Team von der Insel Shaun Harvey und Danny Hogg keine Startberechtigung mehr für den Endlauf mangels Vorlaufpunkte. Mitfavorit auf einen Podestplatz Mark Detz und Bonita van Dijk hingegen erwischten einen schwarzen Renntag, denn nach einer Nullrunde im 2. Heat schwanden die letzten Hoffnungen mit einem Ausfall im Finale. Kleine Stürze in der B-Lizenz SoloBernd Dinklage hieß der große Sieger dieser Klasse. Mit 7 Punkten Vorsprung sah es am Ende nach einem leichten Renntag für den MSC-Werlter Fahrer aus, doch eleminierte sich der NBM-Führende und härtester Gegner Tom Lamek selber aus dem Renngeschehen. Eine neue, zu aggressive Kupplung ließ ihn gleich 2 Mal am Start rückwärts überschlagen. Durch seinen Höcker am Rücken waren die Landungen schmerzhaft, doch während Schiedsrichter Mathias Wollschläger den MFN-Clubfahrer das erste Mal wieder zum Restart wieder zuließ, war der 2. Ausfteiger auch noch schmerzlich mit der Disqualifikation zu verkraften. Das gab AMSC Clubfahrer Jens Benneker aus Punktesicht die Chance, sich an Lamek vorbei zu schieben. Und er nutze diese Chance. Auch wenn er im letzten Lauf wieder hinter Lamek ins Ziel kam, reichte es am Ende für Rang 2 vor Lamek auf dem Podest. Punktgleich mit Lamek war am Ende Sven Mannott, der nach einem Zahnriemenriss bei der Mittwochs-Qualifikation beim Herxheimer Sandbahnrennen hatte und über Nacht einen Startvertrag in Lüdinghausen bekam. Mannott setzte ein Jahr aus, doch konnte er mit diesem Rennen nahtlos an die Leistungen seiner letzten Saison 2010 anknüpfen. Oldie in diesem Feld war Jens Buchberger, der erkennen musste, dass die jungen Wilden auch ganz gut Gas geben können. Mehr aus seinem Renntag machen wollte auch Ramon Stanek. Doch schon nach dem Training gestand er, dass die 3-Jährige aktive Rennabstinenz mehr als Kraft kostet als gedacht. Und sinnbildlich dafür stand auch der 1. Heat, den er anführte doch im Ziel nur auf Rang 4 zu finden war. Schlimmer war dann noch der Ausgang seines 2. Heats, wo er ausgangs der letzten Kurve vor dem Ziel wegrutschte und sich mit einem Sprung noch aus der Gefahrenzone vor den Verfolgern brachte. Mit Schmerzen an der Hand sowie einem krummen Bike meldete er sich dann aber ab und belegte vor Dirk Meyer, Mathias Encke und Reservist Jürgen Oellrich Rang 6. Die Ergebnisse |