|
|
Die Bemühungen wurden belohntMeik Lüders und seine Truppe wurden für das harte Ackern und Rackern im Vorfeld am Renntag vollstens belohnt: Der Wettergott meinte es schon fast zu gut mit der Hitze und glühenden Sonne, doch fand das stimmungsvolle Publikum auch am Pfingstsonntag den Weg ins Motodrom Halbemond. Selten sieht man Szenenapplaus oder Beifall während eines 4-Runden-Laufes, doch die Nordener Fans wissen, wie man die Jungs auf der Bahn zu Höchstleistungen antreibt. „Schuld“ daran ist allerdings auch das 15-Jährige Ausnahmetalent Robert Lambert aus England, der schon in Moorwinkelsdamm im Rahmenprogramm für positives Aufsehen sorgte. Dieser Bengel ist unglaublichDie positiven und negativen Spekulationen im Internet über den Ausgang einer möglichen Teilnahme im Master of Speedway-Feld 3 Wochen zuvor fanden nun eine Antwort. Nachdem der unbefangene Teenie bereits am Morgen den Wertungslauf zur NBM der U21 Fahrer gewann (er fährt mit DMSB Lizenz), und bereits dort mehr als 20 Runden inkl. Training abspulte, anschließend das Training um den Störtebeker Pokal mitnahm, zusätzlich noch an der Wahl zum Mister Motodrom teilnahm, überzeugte er bereits im ersten Heat des Hauptfeldes. Am Ende hatte er nach einem harten 6-Runden Finale gegen 5 weitere Gegner immer noch die Power, die Fans mit seinen Wheelies zu begeistern. Seine Mama Hellen weinte vor Stolz bei der Siegerehrung ihres Juniors auf Rang 2. Nach mehr als 50 Runden auf dem Motodrom-Parcour innerhalb von 8 Stunden gestand er aber überglücklich: „Doch, ich bin jetzt etwas müde“. Seine Gegner im Super-Finale waren aber auch nicht Ohne. Zum einen stand dort Tobias Kroner, der alle 3 Vorläufe und seinen Halbfinallauf gewinnen konnte. Bei einem privaten Plausch vor dem Training mit Speedway.org nahm er sich den Superpokal schon einmal genauer ins Visier: „Den möchte ich wohl haben“, so Tobi. Bis zum Finale holte er das Optimum aus diesen Plan, doch da im Finale nur der Einlauf im Endlauf zählte, hatte er nach einem guten Start schnell Lambert vor sich und auch Smolinski kam aus dem Mittelfeld erst an Kroner und später auch an Lambert noch vorbeigeschossen. Smolinski war wie Kroner bestens aufgelegt und ließ nur 2 Punkte aus den bisherigen 4 Heats inkl. Semi auf der Strecke. Kamil Brzozowski und Kasper Lykke Nielsen verloren etwas den Anschluss ans Spitzentrio und belegten die Plätze 4 und 5, während Karol Zabik (er wurde noch kurzfristig am Abend zuvor für Michael Hertrich engagiert) in der 2. Runde ausfiel. Mit Fritz Wallner und Ronny Weis landeten die weiteren Halbfinalsten auf den Plätzen 7 und 8. Vor den Halbfinals mussten sich Thomas Sörensen, Roland Benko, Jörg Tebbe und Piotr Dziatkowiak schon verabschieden. U21Wie schon erwähnt, siegte Lambert auch im Rennen der U21 Klasse. Hier deklassierte er seine doch eher gleichaltrige Konkurrenz. Am ehesten folgen und ihn ab und zu mal ärgern konnte Kai Dorenkamp, der auf Rang 2 fuhr. Zwar sauschnell aber dennoch immer wieder etwas unkontrolliert sicherte sich Marcel Sebastian den 3. Podestplatz. Bei einem Sturz und anschließender Disqualifikation fehlten Steven Mauer am Ende mögliche Punkte für den 3. Rang, so blieb er punktgleich mit Nils Hesse auf Rang 4. Marco Gerdes, Marc Beizhuizen sowie Timo Bürkle komplettierten das Fahrerfeld. Junior CLokalhero Onno Rykena war sichtlich nervös bei seinem Rennen vor heimsicher Kulisse. Insgesamt rutschte er 3 Mal aus und brachte sich somit selber um einen Podestplatz. Der ungeschlagenen Sieger Richard Geyer war hier eine Klasse für sich und gewann auch dieses Rennen, nachdem er bereits 2 Rennen zuvor am Freitag und Samstag für sich entscheiden konnte. Die Kondition beim Schützling und Sohnemann von Ronny Weis passt also. MC Norden Clubfahrer Jeremy Cipinski konnte da noch am ehesten mithalten und sicherte sich vor Fabian Wachs Rang 2. Der Werlter konnte sich durchs Rykenas Ausrutscher-Pech sogar einen Nullrunde im Finale leisten und dennoch Rang 3 für sich behaupten. Dominik Asche, Niels Remmelts und Matthi Schmidt landeten auf den folgenden Plätzen. Allerdings meldete sich Schmidt nach dem ersten Lauf ab, da er sich während des Heats das Bein verdrehte. Junior BIn dieser Klasse gab es den einzigen Sturz des Tages, und das schon im Training. Es erwischte dabei Kelvin Bordihn, der der fliegenden Maschine von Darrel de Vries nicht mehr ausweichen konnte, nachdem sich dieser mit Romano Hummel ins Gehege kam. Bordihn wurde mit einem Oberschenkelbruch vom Nordener ins Auricher Krankenhaus verlegt, wo er noch am selben Tag erfolgreich operiert wurde. Im liegendtransport konnte ihn sein Vater Frank am nächsten Tag aber selber ins Bielefelder Krankenhaus fahren. Speedway.org wünscht Kelle eine gute und schnelle Besserung Gerade aus einer Verletzungspause heraus war Lukas Fienhage. Nach 7 Wochen saß er das erste mal wieder auf dem Bike und er ist mit dem Ziel nach Norden gefahren, „erstmal nur das freie Training zu fahren“, so sein Vater Uwe. Nachdem er auch das Pflichttraining absolviert hatte, nahm er an seinen 3 Vorläufen teil – und siegte in jedem Heat. Unglaublich, wie er das nach 7 Wochen einfach so schaffen konnte. Im Finale hatte er aber am Ende das Nachsehen gegenüber Buddy Prijs, der mit dem Finalsieg bei Punktgleichheit den Tagessieg zugesprochen bekam. Belohnung für Lukas war allerdings die 8 NBM Punkte zu diesem Wertungslauf. Darrel de Vries, Patrizia Grosser, Niels Oliver Wessel sowie Jennifer Grosser kämpften ebenfalls im Finale mit. Sie landeten auch in dieser Reihenfolge auf den Rängen 3 – 6. In der weiteren großen Schar der Junior-B Teilnehmer fand man auf Rang 7 erst Romano Hummel. Mit dem Trainingscrash entstanden auch Probleme am Bike, die man nicht mehr in den Griff bekam und der kleine fliegende Holländer seine Läufe in ungewohnter Position fahren musste, bzw auch einen Ausfall einstecken musste. Die technischen Probleme aus dem Training konnten hingegen bei Finn Loheider behoben werden und er konnte nach langer Pechsträhne endlich mal wieder ein Rennen komplett durchfahren. Entertainment der besonderen ArtBildlich in der Galerie dokumentiert sind noch die Ereignisse um die Wahl des „Mister Motodrom“ sowie die „Uraufführung“ der neu konzepierten Elektro-Bikes von und mit Egon Müller, der es sich nicht nehmen ließ, wieder in seinen Rennkombi zu steigen und gegen seinen Schützling Martin Smolinski ein Lauf über 3 Runden anzutreten. Die Ergebnisse |