Grasbahnrennen in Lüdinghausen,
29.05.2014

Schwierige Verhältnisse

Die Bahn war durch den anhaltenden Nieselregen seit Montag natürlich sehr aufgeweicht und am Himmel sah es wirklich nicht nach Sonne aus. Trotz des Wetters freute sich der AMSC über mehr als 5000 treuen Fans, die den Vatertag wieder auf dem Westfalenring feierten. Schon nach dem 1. freien Training kamen tiefe Rillen in den Untergrund. Doch um es vorweg zu nehmen: Am kompletten Renntag gab es nicht einen einzigen Sturz oder Ausrutscher zu verzeichnen. Ein Kompliment an alle Akteure. Aufgrund der Bahnverhältnisse verzichtete man auch auf den Bahnrekord.

Hat man Wo(o)rte für diese Männer

Durch die verletzungsbedingte Absage von Matten Kröger rutschte der 1. Reservist Raymon Woortman fest ins Feld und fuhr gemeinsam mit seinem Bruder Jeffrey aufs Podest. Mit einem Paukenschlag begann Jeffrey seine Rennen. Er besiegte den Vorjahressieger Martin Smolinski. 2 Laufsiege legte er obendrauf und erst im letzten Vorlauf revanchierte sich der GP Fahrer beim Niederländer. Mit 4 Punkten Vorsprung ging Woortman aber ungefährdet ins Finale. Der Trainingsschnellste Theo Pijper lag auf Vorlaufplatz 2, doch büsste er einmal wertvolle Punkte ein, da er seinen Fuß unter die Fußraste bekam. Wegen eines Ausfalles durch Motorenprobleme rückte Smolinskis Titelverteidigung schon fast in weite Ferne. Mit 14 Zählern stand er aber ebenso im Endlauf wie Mitch Godden. Raymon Woortman zog mit deren 13 in den Endlauf und Enrico Janoschka komplettierte das Sixtett. Dem Güstrower war im ersten Lauf der Bahnbelag zwischen Brille und Roll-Off gelangt, und selbstverständlich machte er den Hahn sicherheitshalber zu.

Der Endlauf, der als einziger über 4 Runden ging, zählte für die Tageswertung und für den Gewinn des ADAC Silberhelmes, den der Endlaufsieger sein Eigen nennen durfte. Smoli kündigte im Vorfeld an, dass er diese Trophäe erringen möchte – und das tat er auch. Trotz des Endlaufsieges langte es auf dem Podium aber nur zu Rang 2. Janoschka, der als Lüdinghausen-Kenner den Helm mit Sicherheit ebenfalls mehr als verdient gehabt hätte, fehlten am Ende nur ein Paar Meter. Jeffrey reichte am Ende ein 4. Platz im Endlauf, um den Tagessieg mit nach Hause zu nehmen. Es wurde aber knapp, denn ausgerechnet Bruder Raymon fuhr von 6 auf 3 vor – er rechnete aber seinerseits und wusste, dass er mit diesem 3. Rang und 16 Punkten auch Rang 3 auf dem Podest sichern konnte. Mit jeweils 15 Punkten folgten Janoschka, Pijper, der erneut den Fuß unter den Fußraste bekam und vorzeitig ins Innenfeld fuhr, und Godden.

Nicht ganz zufrieden mit seinem Abschneiden auf seiner Heimbahn war Localhero Christian Hülshorst. Hinter dem Westfalenring-Debütanten Marcel Dachs (er schlug sich hervorragend mit 11 Punkten) brachte Hülse 9 Punkte ins Ziel und landete auf Rang 8.

Popo- und Rippenschmerzen

Die Gespannakteure hatten mit den extremen Bahnverhältnissen am meisten zu kämpfen. Sie wurden vor allem auf den Geraden durchgeschüttelt und der eine oder andere Pilot klagte über leichte Prellungen am Gesäß.

Matthijssen / Stellingwerf siegten erneut, auch wenn sie einen Punkt abgeben mussten. Wegen Vergaser-Problemen mussten sie Venus / Heiß im 3. Vorlauf ziehen lassen. Mit dem Sieg im Endlauf sorgten sie aber wieder für den beruhigenden Vorsprung von 2 Punkten vor den Deutschen Meistern. Trotz Ausfall im Endlauf sicherten sich Detz / Vedder den 3. Podestplatz. Noordman / Kremer büssten ihrerseits mit einem 5. Platz in ihrem Auftaktheat die vermeintlichen Punkte ein, die sie aufs Podest gebracht hätten. Detz / Veldhuizen ersetzten die Clubfahrer Wehrle / Lehmann, die nicht erschienen und mussten gleich einen Ausfall wegen eines abgefallenen Methanolschlauchs einstecken. Rang 5 am Ende. Das Finale komplettierten Grenier / Sanders, die ihre Starts überhaupt nicht auf Reihe bekamen, sich aber zumeist von Rang 6 aus auf Rang 4 im Ziel wieder fanden. Durch die Ausfälle der Konkurrenz profitierten sie ebenfalls.

Alles offen in der B-Lizenz

Die 6 Trainingsschnellsten stellten sich in ihren Heats 4 Mal dem Startmarschall. Kai Dorenkamp holte sich den Auftaktheat, während Debütant und Youngster Buddy Prijs nach Rang 4 seinerseits die übrigen 3 Läufe für sich entschied. Dabei wagte er auch das ein oder andere Mal spektakuläre Übertholmanöver – was seinen Vater Roel an den Rand eines Herzinfarktes brachte. Für Dorenkamp langte es am Ende nur noch knapp für Rang 2 auf dem Podest, da laut Ausschreibung die bessere Majorität ausschlaggebend war. Jens Benneker schlug ihn zwar im Finale, doch mit ebenfalls 14 Punkten hatte der Lokalmatador das Nachssehen auf dem Podest. Jens Buchberger sprengte zwar im Finale das erfolgreiche Podest-Trio, doch war er mit 11 Punkten zu weit entfernt. Kevin Teager (3) und Jürgen Oellrich füllten das Fahrerfeld auf, hatten aber mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Für den Neueinsteiger Patrick Hermanns, der als Reservist im letzten Lauf für Teager ins Feld kam, durfte seine erste Erfahrung auf seinem Heimkurz vor voller Kulisse am Ende des Feldes sammeln.

Rahmenprogramm

Aus England zeigten 4 Teams in einigen Demorunden auf ihren spektakulären 1000er Gespannen. Und in der Cross-Klasse, mit unter anderen dem ehemaligen Club-Bahnfahrer Jens Klein, sah man mit Manfred Knappe einen Doppelstarter. Rang 9 erzielte er in der Wertung der Inter-Klasse, auf seiner 450ccm Crosser fuhr er aber auf Rang 2 und schlug dabei den Seriensieger (das 8. Mal in Folge) den Lüdinghauser Thomas Holz.

Engelbert Wippermann auf dem Weg der Besserung

Ehrenvorsitzender Engelbert Wippermann war pünktlich zum Rennen nach einem 3-wöchigen Krankenhaus-Aufenthalt wieder an der Bahn. Wegen der Hautverpflanzung an seinem linken Fuß war er nur mit dem Rollstuhl mobil, er fühlte sich auf der Ehrentribüne aber in seinem Element. Noch dauert es einige Zeit, bis er wieder fit ist, doch geht es – nach eigener Aussage – wieder bergauf.

Gute Besserung weiterhin Engelbert

Die Bildergalerie

I-Lizenz Solo
#
Name Nat
1
2
3
4
5
6
7
8
Pkt Fin Pkt Platz
7
Jeffrey Woortman
5
5
5
4
19
2
21
1.
84
Martin Smolinski
4
5
A
5
14
5
19
2.
8
Raymon Woortman
3
3
4
3
13
3
16
3.
3
Enrico Janoschka
A
1
5
5
11
4
15
4.
4
Theo Pijper
5
4
2
4
15
A
15
5.
11
Mitch Godden
3
4
4
3
14
1
15
6.
33
Marcel Dachs
4
2
3
2
11
11
7.
41
Christian Hülshorst
2
2
3
2
9
9
8.
15
Manfred Knappe
2
3
A
1
6
6
9.
5
Joel Nyström
1
1
2
1
5
5
10.
14
Rodney Mc Donald
1
A
1
0
2
2
11.
32
Bernd Dinklage
0
A
0
0
0
0
12.

Int. Gespanne
#
Name Nat
1
2
3
4
Pkt Fin Pkt Platz
2
William Matthijssen / Nathalie Stellingwerf
5
5
4
14
5
19
1.
1
Markus Venus / Markus Heiß
4
4
5
13
4
17
2.
7
Mark Detz / Stephanie Vedder
3
3
5
11
A
11
3.
16
Dennis Noordman / Patrick Kremer
1
3
4
8
2
10
4.
6
Wilfried Detz / Steffan Veldhuisen
A
2
3
5
3
8
5.
14
Christophe Grenier / Gerben Sanders
2
2
2
6
1
7
6.
12
Arne Jasper / Christoph Schwaß
1
0
1
2
2
7.
15
Josh Goodwin / Liam Brown
0
1
0
1
1
8.

B-Lizenz Solo
# Name Nat
1
2
3
4
Pkt Platz
47 Buddy Prijs
2
5
5
5
17
1.
33 Kai Dorenkamp
5
3
4
2
14
2.
32 Jens Benneker
4
4
3
3
14
3.
31 Jens Buchberger
3
2
2
4
11
4.
42 Kevin Teager
1
1
A
N
2
5.
43 Jürgen Oellrich
0
0
A
1
1
6.
51 Patrick Hermanns
0
0
7.