Master of Speedway in Moorwinkelsdamm,
03.05.2014

Smoli wurde Favoritenrolle gerecht

Beim 20. Master of Speedway in Moorwinkelsdamm lag der Fokus ganz klar auf den Grand Prix Helden Martin Smolinski. Seine Box war ständig von Fans umlagert. Er behielt aber die Ruhe und übernahm den Part eines Entertainers: Bei der Fahrerbesprechung dolmetschte er auf seine Weise die Infos ins Englische und bei der Siegerehrung machte er den Chorleiter und animierte die Fans zu einem stimmungsvollen Ausklang des Rennabends.

Jeder erwartete von ihm auch sicherlich den Sieg und Titel des Master of Speedway, doch fand er im 3. Durchgang seinen Meister in Jaroslaw Jablonski. Er war und blieb auch der härteste Gegner des Deutschen. Beide zogen mit 11 Vorlaufpunkten direkt ins Finale. Auf die Semi-Runde verzichteten die Veranstalter in diesem Jahr und gaben eine Vorlaufrunde mehr.

Mit Tobias Kroner (8), Matze Schultz (7) und Rene Deddens (6) qualifizierten sich auch alle weiteren Deutschen für dieses Mega-Finale der Top 6 über 6 Runden. Hinzu gesellte sich noch der Däne Anders Thomsen mit 8 Punkten. Kroner begann gleich mit dem Sieg im Auftaktheat. Das war der perfekte Einstieg für die Stimmung im Oval. Dieses sollte allerdings sein einziger Laufsieg bleiben. Er konnte (nur) noch zwei 2. und einen 3. Rang hinzufügen. Einen Laufsieg und zwei 2. Plätze brachte Schultz bis zum 3. Durchgang ins Ziel. Im 4. Outing führte er sogar die Konkurrenz an, doch dann stürzte er in der letzten Ecke. Er blieb unverletzt, doch die fehlenden 3. Punkte schmerzten schon. So blieb es bei 7 anstatt 10 Punkten und der direkte Kontakt zu Smolinski und Jablonski.

Das Finale der Top 6 zu erreichen, war das Ziel von Deddens. Er schlug sich glänzend, schaffte auch sein Ziel, doch wurde er im 2. Durchgang Opfer eines Missverständnisses zwischen Startmarshall und Schiedsrichter. Oder besser gesagt: Er war noch nicht fertig am Band, als der Lauf frei gegeben wurde. Schiedsrichter Andreas März sah dieses nicht und die Post ging ohne den schimpfenden Deddens ab. Er nahm die Fahrt zwar noch auf, doch wie groß seine Wut war, zeigte er in seinem folgenden Lauf, als er sogar Kroner hinter sich lassen konnte und zum Laufsieg jagte. „Man, wenn das nicht gewesen wäre, wäre sogar ein Podestplatz drin gewesen“, grummelte Deddens immer noch nach dem Rennen.

Das Finale war wieder einmal der Hammer. Smoli und Jablonski jagten um die Wette um die 5 Punkte. Der GP-Fahrer behielt die Oberhand und sicherte sich den Titel 2014. Deddens folgte sensationell auf Rang 3. Schultz fuhr auf Platz 4, doch wie schon im letzten Vorlauf, krachte er in der letzten Ecke wieder in die Airfence – blieb aber wieder von Verletzungen verschont. Somit sicherte sich Thomsen die 2 Punkte und den 3. Podestplatz. Kroner kam mit der roten Laterne ins Ziel.

Auch wenn es am Ende nur Smoli aus Deutscher Sicht aufs Podest geschafft hat, war es mit allen DMSB-Teilnehmern das beste Ergebnis, was es je beim Masters gegeben hat.

Entscheidung im Finale der Gruppe B

Henk Bos war einige Jahre abwesend, doch setzte er in seinem Comeback-Jahr wieder da an, wo er damals aufhörte. Ohne direktes Duell gegen Henry van der Steen zog er ungeschlagen ins Finale. Van der Steen holte ebenfalls 3 Laufsiege. Das Finale musste also die Entscheidung bringen. Bos führte in diesem, doch konnte sein Landsmann ihm diesen Sieg noch streitig machen. Thomas Sörensen und Kai Dorenkamp komplettierten das Finale auf den Plätzen 3 und 4.

Dorenkamp, der nur 4 Tage nach seinem Sturz in Schwarme schon wieder mit Rang 2 beim Sandbahnrennen in Lübbenau punkten konnte, zeigte sich von seiner besten Seite. Gratulation zu Rang 4 und Gratulation auch zum 7. Platz vom 2. und letzten Deutschen Teilnehmer Onno Rykema in diesem fast rein Holländischen Fahrerfeld. Der Youngster aus Norden, der seine 1. Saison auf der 500er bestreitet, konnte sich mit 4, zum Teil auch durch Überholmanöver erkämpften Punkten diesen 7. Platz sichern.

NBM-Lauf der Junior C

Lukas Fienhage und Darrel de Vries waren wieder die ärgsten Kontrahenten, nachdem sie schon in Brokstedt um den Tagessieg stritten. Fienhage revanchierte sich nun mit einem Maximum für die „Niederlage“ am Donnerstag. 12 zu 10 Punkte stand es am Ende und Fienhage durfte den superschönen Siegerpokal in Empfang nehmen, der von Darrels Opa für diese Klasse gestiftet wurde. „Das ist echt mal ein richtig schöner Pokal“ freute sich der Lohner auf der Ehrenrunde.  Mit klaren zweiten Plätzen setzte sich Niels Olli Wessel sicher auf Rang 3 durch vor Fabien Neid und Fabian Wachs, der im letzten Lauf noch ausfiel.

6er Feld der Junior B

Es war immer mächtig was los, wenn die 6 Kids der Junior B ans Band rollten. Dadurch, dass Tobias Wunderer bei den Junior A Fahrern fest im Feld war, durfte Bruder Tim zunächst mittrainieren und die Option als Standby-Fahrer parat zu stehen, kam ihm einmal zu Gute. Calvin Richter verzichtete im 3. und letzten Lauf auf seinen Start und der Bayer nutze diesen Einsatz sofort zum Laufsieg und kam mit diesem einen Lauf in der Wertung sogar auf Rang 4.

Siegen konnte wieder einmal Kevin Lück. Nach 2 Laufsiegen musste er Wunderer und Finn Loheider allerdings ziehen lassen. Er verschlief den Start komplett, konnte sich aber bis auf Rang 3 vorkämpfen. „Flying Finn“ Loheider festigte auch mit diesem 2. Platz seine konstante Leistung auf Rang 2. Platz 2 somit auch auf dem Podest. Fabian Heinemann sicherte sich Rang 3, während sich hinter Wunderer noch Richter, Tom Finger (bei einem Ausfall im letzten Lauf) und Timo Wachs platzierten.

Maximumsieg Nr. 5  - Tagessieg Nr. 6 für Hegener

4 Maximumsiege durch die bisherigen ADAC-Cup Rennen brachte er mit nach Brokstedt. Dort siegte er gegen die weitaus stärkere Konkurrenz, allerdings mit einigen Punkten unter Maximum. In Moowidamm fuhr er wieder auf und davon. 6 Starts – 6 erste Plätze, das kann sich doch sehen lassen. Lokalmatadorin Ann-Kathrin Gerdes kämpfte jeweils mit dem Gastfahrer Wunderer aus Bayern, dem sie jedes Mal knapp unterlag. Dennoch strahlten alle 3 bei der Siegerehrung um die Wette.

Die Bildergalerie

Master of Speedway
#
Name Nat
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10 11 12 Pkt Fin Pkt Platz
84
Martin Smolinski
3
3
2
3
11
5
16
1.
4
Miroslaw Jablonski
2
3
3
3
11
4
15
2.
12
Anders Thomsen
1
2
3
2
8
2
10
3.
7
Rene Deddens
1
0
2
3
6
3
9
4.
1
Tobias Kroner
3
2
1
2
8
1
9
5.
9
Mathias Schultz
2
3
2
S/D
7
S
7
6.
10
Zbigniew Suchecki       
3
1
1
1
6
6
7.
2
Juha Hautamäki
1
2
1
2
6
6
8.
8
Karol Zabik
S
1
S/3
1
5
5
9.
6
Viktor Kulakow
2
A
0
A
2
2
10.
3
Tero Aarnio
0
1
0
0
1
1
11.
11
Teemu Lahti
0
0
0
1
1
1
12.

Gruppe B
#
Name Nat
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Pkt Fin Pkt Platz
24 Henry van der Steen
3
3
3
9
3
12
1.
13 Henk Bos
3
3
3
9
2
11
2.
18 Thomas Sörensen
3
2
2
7
1
8
3.
20 Kai Dorenkamp
1
3
2
6
0
6
4.
15 Nick Lourens
2
0
3
5
5
5.
21 Sjoerd Rozenberg
2
1
1
4
4
6.
22 Onno Rykena
1
2
1
4
4
7.
14 Dennis Helfer
1
2
0
3
3
8.
23 Geerd Bruinsma
0
1
2
3
3
9.
17 Lars Zandvliet
2
S/A
1
3
3
10.
25 Romano Hummel
1
0
1
1
11.
19 Kevin Glorie
0
0
S
0
0
12.

Junior A
# Name
1
2
3
Pkt Platz
34

Marlon Hegener

3
3
3
9
1.
2
Tobias Wunderer
2
2
2
6
2.
35

Ann-Kathrin Gerdes

1
1
1
3
3.

Junior B
#
Name 1 2 3 Pkt Platz
1

Kevin Lück

5
5
3
13
1.
2

Finn Loheider

4
4
4
12
2.
21

Fabian Heinemann

3
2
2
7
3.
32 Tim Wunderer
5
5
4.
22

Calvin Richter

A
3
N
3
5.
16

Tom Finger

2
1
A
3
6.
7

Timo Wachs

1
0
1
2
7.

Junior C
# Name
1
2
3
4
5
6
Pkt Platz
31

Lukas Fienhage

3
3
3
3
12
1.
35

Darrel de Vries

2
3
3
2
10
2.
37

Niels Oliver Wessel

2
2
2
2
8
3.
38

Fabien Neid

1
0
1
1

 

3
4.
32

Fabian Wachs

1
1
0
A
2
5.