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Winterzeit – KohlzeitTrotz des sehr strengen Winters, der Norddeutschland in diesem Jahr fest im Griff hat, kamen ca. 140 Gäste, Clubfreunde und Offizielle zum diesjährigen Kohlfest nach Vechta, was den Clubchef Ludger Spils mehr als freute. Allerdings musste er Dirk Fabriek und seine Crew entschuldigen: Auf dem Weg nach Vechta waren sie in einen Unfall verwickelt, bei dem aber außer dem Autoschaden zum Glück keiner verletzt wurde. William Matthijssen und Jan Pape ließen sich ebenfalls entschuldigen. Bei seiner Begrüßungsrede stellte er u.a. die vielen befreundeten Clubpräsidenten oder Vertreter aus Norden, Mulmshorn, Osnabrück, Dohren, Werlte, Lüdinghausen und Siddeburen vor, die sich von weiteren Clubmitgliedern begleiten ließen. „Ich bin stolz auf so einen festlichen Rahmen“, erklärte Spils, der allen einen gemütlichen Abend wünschte, ehe das Programm mit dem obligatorischen Kohlessen begann. Zuvor hatte aber Kor Wiersema noch einmal das Wort ergriffen und schlug zukunftsweisende Richtungen in Sachen Zusammenarbeit vor. „Vechta steht zu 100% in Sachen Langbahn Grand Prix und wir können 2010 auch in Holland wieder mit einem Grand Prix starten, was auch 2011 und 2012 so sein soll. Wir wollen aber mehr Zusammenarbeit leisten, um grad auch in den Schülerklassen und bei Internationalen Rennen ein höheres Niveau erreichen zu können.“ Mit einem Ehrentanz verabschiedete sich anschliessend das alte Königspaar Nathalie Matthijssen und Christian Rottinghaus, die ihre Medaillenketten an Edith Boers und Heinz Vogelsang weiter reichten. Klar, dass auch sie mit einem Tanz ihre einjährige Amtszeit nun begannen. Kein Clubfest ohne ClubfahrerMit Lukas Fienhage wurden im weiteren Verlauf des Abends die aktiven Clubfahrer vorgestellt und erhielten eine kleine finanzielle Spritze zum Saisonstart 2010. Lukas erklärte seine Ziele ganz klar mit den Titel des deutschen B-Schüler-Meisters, einen guten EM-Platz sowie einer guten Platzierung in der NBM. Die Bahnpokalsieger Stefan Radtke und Danny Labs erhielten noch einmal eine Extra-Trophäe für den Gewinn des Titels. In 2010 wird Radtke weiterhin in der B-Lizenz Gespannklasse an den Start gehen, allerdings dann mit Christoph Schwaß, mit dem er 2009 schon einige Rennen bestreiten konnte. Rene Deddens, der allerdings nur auf den Speedwaybahnen unterwegs ist, hat auch seine Ziele klar gesteckt: Er wird für Diedenbergen wieder in der Deutschen Bundesliga und in Polen in der 2. Liga für Pila starten. Bei seinen Quali-Plätzen zur EM und WM möchte er weiterhin das Optimum herausholen. Nathalie Matthijssen, die gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Rene Stellingwerf, seines Zeichens Eisspeedwayfahrer und grad aus Russland zurück, Mitte Juli ihr erstes Kind erwartet, konnte bei diesem Fest gleich ein Gerücht dementieren, was seit einiger Zeit im Internet die Runde macht: „William wird nicht 2010 seine letzte Saison fahren. Ich werde dieses Jahr aussetzten und für mich wird Sandra Mollema bei William im Boot sitzen. Sandras eigentlicher Fahrer Raymond de Rooy hat nämlich aufgehört und da William nicht mit einem Anfänger fahren wollte, konnte Sandra überredet werden, ihre Planung in diesem Jahr Ralley-Cross zu fahren, noch um ein Jahr zu verschieben. Ich werde dann aber 2011 noch einmal zurück kommen, und dann werden wir gemeinsam die Karriere beenden, da wir auch gemeinsam soviel erreicht haben. Wann das dann aber soweit sein wird, ist noch offen.“ Mit Verspätung kam Daniel Rath in Vechta an, da er an diesem Wochenende in Lüneburg an einem ADAC-Trainer-Lehrgang teilnahm. Spils freute sich umso mehr, dass er die Strapazen dennoch auf sich genommen hatte und Rath hat neu motiviert wieder konkrete Ziele im Auge: Die WM-Quali schaffen, um 2011 wieder beim GP dabei zu sein und das EM-Finale in Frankreich erreichen. Für ihn gab es noch den NBM-Pokal für den 3. Platz in der Langbahnwertung 2009 nachgereicht. Selbst Sönke Petersen schaute vorbeiMit einer optimistischen Ausstrahlung rollte dann aber noch Sönke Petersen vor und konnte schon wieder über die neuesten Fortschritte berichten: „Ich bin jetzt seit 3 Monaten in Pforzheim und sehr glücklich darüber, weil die mir auch gleich sagten, dass ich es schaffen kann. Seit Dezember kann ich auch am Rolator 10m alleine laufen und es ist schön, wieder ein normales Blickfeld zu haben. Ich habe bereits in den Oberschenkeln wieder Gefühl.“ Später zeigte er in privater Runde seinen Freunden anhand von den neuesten Bildern, wie er sein Laufprogramm abspult und wies auch auf ein schneebedecktes Auto hin, welches seines ist und mit dem er die Strecke Oldenburg – Pforzheim und zurück via Handgas alleine meistert. Petersen erhielt einen weiteren Scheck von der Bahngemeinschaft, sowie einen Scheck des AC Vechta, der noch einmal 50% der Summe obendrauf legte. Mit Petersens Schicksal ist eine Menge in Bewegung geraten und Spils erklärte zuvor schon, dass es am kommenden Wochenende bei der ADAC Sportleiter-Tagung die Sache Sicherheit durch Airfence ein Thema sein wird. Er versprach: „Solange ich was in Vechta zu sagen habe, wird hier nie wieder ohne Airfence gefahren werden. Und wir werden daran arbeiten, dass ab 2012 alle Bahnen damit ausgestattet werden können.“ Als letzten offiziellen Teil wurde der Finanzchef des Clubs Wolfgang Reek noch mit der Ewald-Kroth-Medaille in Silber und Urkunde ausgezeichnet, ehe DJ Heppo bis zum Schluss mit der Musik aufspielte. Fachgespräche, flott geschwungene Tanzbeine und das ein oder andere leckere Getränk am Tresen waren natürlich ebenfalls Bestandteil dieses ausklingenden Abends. |