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Das Jahr 2006Wie in jedem Jahr möchte ich mich mit einem persönlichen Jahresrückblick von der Saison verabschieden. Ohne die Fotos von Ubbo Bandy, Udo Möller, Ralf Dreier und weiteren Fotografenkollegen wäre die dazugehörige Bildergalerie nicht entstanden. Ein großes Dankeschön noch einmal dafür Was hat mich bewegt 2006?Die Tragödien in Mulmshorn und Plattling, wobei Chris Hendriksen und Symon Wall ihr Leben lassen mussten, stecken immer noch sehr tief in mir. Auch die schweren Unfälle von Henry van der Steen in Mulmshorn und Sébastien Tresarrieu in Morizes gingen mir sehr nahe, sowie Tommy Kunert, der sich zum Ende der Saison in Osnabrück schwer verletzte. Gerade Henry aber zeigte, was man mit eisernem Willen, wieder gesund zu werden, schaffen kann, imponierte mir sehr. Seine Genesung ist ähnlich zu vergleichen mit der von Matt Read. Matt verunglückte vor 2 Jahren, und auch wenn er nie wieder fahren kann, ist er mein „greatest hero“!!! Bei den Rennen, bei denen er bei Joonas Kylmäkorpi als Mechaniker dabei war, konnte man immer wieder einen Fortschritt in Sachen Genesung erkennen – und das selbst dann, wenn nur 1 Woche dazwischen lag. Seine Ma durfte ich auch endlich in La Reole persönlich kennen lernen, und ihr auch noch einmal erzählen, was für eine starke Persönlichkeit ihr Sohnemann ist. Die Highlights 2006„Preisverdächtig“ begann das Jahr 2006 mit dem Hauptgewinn bei der Tombola, als ich meine „Karla“ gewann. Dieser E-Roller kam aber leider während der Saison nicht zum Einsatz – warum weiss ich selber nicht... Zu den positiven Erlebnissen gehören auch die Fahrten zu den Rennplätzen, die ich mit einigen Rennteams zurücklegen durfte. Sei es mit den Teams von René van Weele, Jörg Tebbe, Jens Klein und Ramon Stanek sowie Daniel Rath; wir hatten bei allen Fahrten, hauptsächlich die nach Frankreich, ein Menge Spass an Bord. Ein Dankeschön hier schon mal an die Jungs für die Mitfahrgelegenheiten. Aus Sicht der Veranstaltungen steht natürlich das Langbahn WM-Finale in Vechta ganz oben auf der Liste. Aber auch bei den Rennen in Melsungen, Werlte, Memmingen und natürlich die Rennen in Frankreich fühlte ich mich nicht nur als „Pressetante“, sondern konnte auch die Atmosphäre inhalieren und genießen. Lieblingsgegend SüdfrankreichEs ist schon ziemlich krass für 5 (!) Rennen 15.000 km hinter sich zu bringen. Aber auch wenn die Reise nach Südfrankreich immer sehr zeitintensiv ist, bin ich gerne bei den Franzosen (auch wenn ich immer mit nassgeschwitzten Händen 3 Kreuze machte, wenn Paris hinter uns lag). Ihre Gastfreundschaft mir gegenüber ist fast einzigartig und ich bedaure es immer sehr, dass sich die Zeit da unten immer nur auf die Rennveranstaltung beschränkt. Schade fand ich allerdings, dass ich das EM-Finale in La Reole aufgrund der Verschiebung von Samstag auf Sonntag nicht live miterleben konnte und durfte. Das war das erste Mal, dass ich in meinem 30. Bahnsportjahr vor dem eigentlichen Rennen wieder nach Hause musste. An dieser Stelle möchte ich aber an Ludger Spils erinnern, dem dieses Szenario neben La Reole auch in St. Macaire passierte. Auch dort musste wegen der Wetterkapriolen das Rennen von Samstag kurzfristig auf den Sonntag verschoben werden. Der StressfaktorBei 40 Rennen war ich live vor Ort und habe obendrein über weitere viele Rennen dank der Mithilfe der vielen fleißigen Helfer auf Speedway.org berichten können. (Bei ihnen werde ich mich an anderer Stelle auf diesen Seiten zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal namentlich bedanken). Bei wichtigen Prädikatsrennen standen mir Linda Hukelmann, Sascha Wörmann und auch Isabel aus Frankreich zur Seite, denen ich die Punkte via Handy übermitteln konnte oder andersherum. Das bedeutete schon ein wenig mehr Stress schon auf dem Rennplatz, denn neben meinen eigentlichen Aufgaben versuchte ich schnellstmöglich die Punkte nach Deutschland zu beamen und übernahm sogar das ein oder andere Mal auch die „Betreuung“ der Fahrer in Sachen Punktestand und Helmfarben der Jungs während eines Rennens – und das zum Teil nicht nur für die deutschen Fahrer – nein auch die anderen Fahrer aus anderen Nationen erkundigten sich des öfteren immer wieder bei mir. Es war natürlich Stress – aber positiver Stress, denn helfe ich gerne und ich ging auch irgendwie in dieser Rolle auf. Wie sagte Jens Klein einmal so schön: „Ottie und ihr Helfersyndom“. Der eigentliche Stress begann dann aber zum größten Teil schon Sonntagsabends, wenn ich vom Rennplatz wieder zu Hause war und schon mal die ersten Ergebnisse bis spät in die Nacht online gestellt habe. Die Montage endeten dann zumeist mit derben Kopfschmerzen auf dem Sofa, wenn ich die Infoflut der Rennberichte endlich online hatte. Neben Speedway.org gibt es noch weitere AufgabenNeben meiner eigentlichen Arbeit auf Speedway.org kümmere ich mich auch um die Seiten von Ramon Stanek, Sönke Petersen, NBM-News.de, AC-Vechta.de, MSC-Werlte.de, MF-Niederelbe.de und MSC-Dohren. Ausserdem bin ich 2 Tage die Woche noch für den Ammerländer Transport Service pro Tag 500 km unterwegs und sammel diagnostische Proben ein und transportiere diese ins Labor nach Hamburg. (Die Staus vorm Elbtunnel sind manchmal ein Graus und sehr nervenaufreibend). Die 7-Tage-Woche ist somit zumindest in der Saison von April bis Oktober vorprogrammiert. Erst in der Winterzeit komme ich mal zum Durchatmen und kann auch bei meinen Eltern und meiner Schwester in Otterndorf, die ich insgesamt gesehen aber nur 6-7 Mal im Jahr treffe, wieder etwas Energie tanken. Die FotosSchon auf dem Rennplatz fielen mir die Sprüche für die Fotos ein, die ich in der Bildergalerie dann zum Besten gab. Und da viele von euch schon wissen, dass ich mich nicht nur auf das Renngeschehen konzentriere, wurde ich das ein oder andere Mal auch auf Situationen aufmerksam gemacht, die in der Bildergalerie für die Lacher sorgten. Andersherum konnte ich aber auch immer mit einem Grinsen feststellen, dass viele vor Ottie Reißaus nahmen, sobald sie mit der Kamera um die Ecke kam. Knapp 7000 Bilder gingen insgesamt 2006 online, von denen auch einige Fotos der Kröger-Tebbe-Hegener-Rath-Hülshorst und wie sie alle heißen-Junioren dabei waren... Für Nachwuchs in diesem Metier ist also schon gesorgt und ich hoffe, auch diese Kids noch lange begleiten zu dürfen. In diesem Sinne verabschiede ich mich jetzt an dieser Stelle mit meinem persönlichen Bahnsportjahr 2006 und freue mich auf die vielen Feten, Ehrungen und Feste, die die Winterzeit wieder überbrücken werden. Tschüß Eure Ottie |