Speedway EM Semi in Herxheim
08.06.2008

Pressemitteilung vom 06.06.2008 - Text: Manuel Wüst

Die Fahrer bei der Europameisterschaft in Herxheim

Niederlande

# 3 Henk Bos - 24.3.1981

Begann 1989 im Alter von 8 Jahren. Startet bei so vielen Rennen wie möglich und gehört neben Jannick de Jong und Mark Stiekema zu den stärksten niederländischen Speedwayfahrern. Wurde am 26. Mai Vater eines Sohnes.

ttp://henkbos.come2me.nl

Polen

# 6 Borys Miturski - 20.6.1989

Polnisches Nachwuchstalent. Mitglied der U19 Nationalmannschaft Polens, die an Fronleichnam im Finale der U19 EM hinter Schweden, Deutschland und Dänemark Vierter wurde. Qualifizierte sich bereits für das U19 EM Finale 2008 in Stralsund. Will nun auch ins Senioren EM Finale.

Erfolge: 4. Platz U19 EM 2007, Finalist 2008
Ligaclubs 2008: ZKM Czestochowa

www.miturskiracing.com

# 15 Przemyslaw Zarzycki - 13.6.1988

Polnisches Nachwuchstalent, startet in etlichen Nachwuchsrennen in Polen und will sich nun international beweisen.

Ligaclubs 2008: Zielona Gora

# 5 Marcin Piekarski - 21.6.1989

Das dritte polnische Talent das den Weg nach Herxheim gefunden hat. Während seine beiden Landsmänner gesetzt wurden, musste Piekarski sich über die Quali als Reservist für Herxheim qualifizieren. Startete 1999 seine Karriere auf 80ccm Motorrädern.

Ligaclubs 2008: ZKM Czestochowa (Polen), Berlin- Wolfslake (Deutschland), PDK Mseno (Tschechien)

www.marcinpiekarski.pl

Deutschland

# 9 Martin Smolinski - * 6.12.1984, Olching

Der amtierende deutsche Meister und mit Christian Hefenbrock der beste deutsche Speedwayfahrer. Nach zahlreichen Erfolgen und drei Jahren bei den Coventry Bees nimmt sich Martin für die Saison 2008 eine Auszeit von der Insel und beschränkt sich auf die schwedische, polnische und deutsche Liga sowie die internationalen Rennen. Smoli, wie er von seinen Fans genannt wird, ist zudem der Kapitän der deutschen Speedwaynationalmannschaft. Mit fünf Titeln erfolgreichster Motorsportler Deutschlands, wenn nicht gar Europas (Einzel und Mannschafts- DM, drei Mannschaftstitel England)

Ligaclubs 2008: MSC Olching (Deutschland), Hammarby Stockholm (Schweden), GTZ Grudziadz (Polen)

Erfolge: Platz 6 U21 WM Finale 2004, Deutscher Einzel- und Mannschaftsmeister 2007, Elite League Champion 2005 & 2007, KO-Cup Sieger 2006&2007, Craven Shield Sieger 2007. zahlreiche Podiumsplätze bei deutschen Einzel, U21 und Mannschaftsmeisterschaften.

www.smolinski-speedway.de

# 14 Christian Hefenbrock - 15.5.1985, Liebenthal

Hefe wurde 2006 in Herxheim Deutscher Meister und hat somit beste Erinnerungen an die Speedwaybahn im Herxheimer Waldstadion. Er ist im Moment der Fahrer, der sich mit Martin Smolinski um den Titel der Nummer eins im deutschen Speedwaysport kämpft. Startet wie auch Smolinski in allen Top-Ligen Europas und ist mit verantwortlich für den Aufschwung des deutschen Speedwaysports.

Ligaclubs 2008: Wolverhampton Wolves (England), Polonia Bydgoszcz (Polen), Indianerna Kumla (Schweden), AC Landshut (Deutschland)

Erfolge: Wild Card Fahrer beim Speedway GP auf Schalke, 3. Platz U21 WM 2006 & EM 2006, Deutscher Meister 2006, U21 Meister 2001& 2005, Bundesligameister 2004, mehrfacher U21 WM Finalist und EM Finalist.

http://www.hefenbrock.zuzelend.com/

Dänemark

# 8 Morten Risager - 30.9.1987

Ging bereits im Alter von 16 Jahren 2004 nach England in die britische Liga. Fährt seit 2003 auf 500ccm Maschinen und gilt als eines der größten dänischen Talente. Qualifizierte sich mit Platz zwei beim Vorrundenrennen in Gyala für das Halbfinale in Herxheim

Ligaclubs 2008: Peterborough Panthers (England), VMS Elit Vetlanda (Schweden), Grudziadz (Polen), Slangerup (Dänemark)

Erfolge: Britischer Mannschaftsmeister 2005 Coventry Bees, KO-Cup Sieger 2006 Coventry Bees, dritter U19 EM 2004,

www.mortenrisager.dk

# 12 Anders Andersen

15. U19 EM Semi finale 2007

Ligaclubs: Grindsted (Dänemark), PSZ Posznan (Polen)

http://andersen-speedway.dk/

Ungarn

# 2 Matej Ferjan - 5.1.1977

Slowene, der zwischenzeitlich ungarische Lizenz sowie inzwischen auch ungarischer Staatsbürger ist. Führte das ungarische Team in die Endrunde des World Team Cup nachdem er das entscheidende Stechen gegen Tobi Kroner gewann. Gewann die Qualifikationsrunde in Gyala.

Ligaclubs 2008:, Polen Stal Gorzow, Schweden Indianerna Kumla, Deutschland: Berlin-Wolfslkae, Dänemark: Holstebro, Tschechien: Pardubice, Ungarn: Simon & Wolff, Italien: MC La Favorita

GP Fahrer 2001/ 2002, Ungarischer Meister 2003, 2004, 2006, 2007, Slowenischer Meister 1997, 1998, 1999, 200, 2001, Vize EM 2004, U21-WM Dritter 1998,

http://www.matejferjan.com

# 16 Robert Nagy - 20.9.1967

Lange Jahre für den MSC Diedenbergen in der deutschen Bundesliga gefahren und auch mehrfach deutscher Mannschaftsmeister geworden Brach sich bei einem Sturz beide Beine und ist nun zurück. Auch in England bereits lange Jahre am Start gewesen.

Schweden

# 11 Mikael Max - 1.8.1973

Einer von drei Brüdern die Speedway fahren. Der erfolgreichste Fahrer im Feld. Hiess bis vor einigen Jahren noch Karlsson, doch nahm dann den Namen seiner Mutter an. Max belegte bei mehreren Auftritten im Speedway Grand Prix Podiumsplätze und galt bis vor kurzem noch als einer der stärksten schwedischen Fahrer überhaupt. Hat im Herxheimer Fahrerfeld die größten Erfolge vorzuweisen.

Ligaclub 2008: KSM Ostrow (Polen), Piraterna (Schweden)

Erfolge: Fuhr 10 Jahre im Grand Prix, 1999- 2004 als permanenter Fahrer, U-21 Weltmeister 1994, 4x Team Weltmeister, mehrere Ligatitel in Polen, Schweden & England

www.mikaelmax.com

# 4 Sebastian Alden - 7.11.1985

Gilt als eines der größten Talente in Schweden und versucht nun in den drei Top-Ligen der Welt mit konstanten Leistungen auf sich aufmerksam zu machen. Schnupperte als Bahnreserve bereits in die Welt der Speedway Grand Prix. Kann an einem guten Tag jeden schlagen.

Ligaclubs: England Swindon Robins, Schweden Dackarna Malilla, Polen RKM Rybnik

Erfolge: Schwedischer U21 Meister 2006, Platz 14. U21 WM Finale 2006, U21 Team-WM Vizeweltmeister 2006, 7. U19 EM 2003, Platz 11 EM 2007

Tschechien

# 13 Filip Sitera - 18. April 1988

Gilt als eines der größten tschechischen Nachwuchstalente überhaupt. Nach einigen Gastauftritten in England wurde der 20 jährige von verschiedenen Clubs versucht zu verpflichten, jedoch wartet Sitera noch ab. Qualifizierte sich als Dritter des Semi in Gyala für Herxheim. Valentino Rossi und Jason Crump bezeichnet das Talent als seine Vorbilder.

Ligaclubs 2008: Atlas Wroclaw (Polen), AK Pilzen (Tschechien) Griparna (Schweden), MSC Pfaffenhofen (Deutschland)

Erfolge: Tschechischer U19 & U21 Einzel & Paar Meister 2006, polnischer Mannschaftsmeister 2006, Platz 9 U21 WM Finale 2007, Bronze U21 Team WM 2007, Bronze U19 EM 2007.

www.siteraspeedway.com

# 7 Josef Franc - 18.1.1979

Spitzname „Pepe“ Franc. Qualifizierte sich über die Qualirunde in Gyala für das Rennen in Herxheim. Nach einer Niederlage im Stechen um den letzten Qualiplatz wurde er Reservist für das Rennen in Herxheim. War bereits mehrfach Reservist beim Speedway Grand Prix von Tschechien.

Ligaclubs: Newcastle Diamonds (England)

Erfolge: Tschechischer U21 Meister 1999, Platz 7 U21 WM 2000

http://WWW.PEPCORACING.COM

Russland

# 1 Sergej Darkin - 18.6.1973

Einer der erfahrensten Fahrer im Feld. Trat schon mehrfach bei Welt- und Europameisterschaften an und vertrat Russland auch mehrfach bei den Team Weltmeisterschaften.

Ligaclubs 2008: Salvat (Russland), Lokomotive Daugavpils (Polen),

Erfolge: Vize Team Weltmeister 1996, zweifacher russischer Meister, 5-facher russischer Team Meister,

# 10 Alexey Kharachenko

Qualifizierte sich über die Vorrunde in Gyala für das Rennen in Herxheim. Ist in Europa noch relativ unbekannt, keinesfalls jedoch zu unterschätzen.

U21 Team WM Teilnehmer für Russland 2007, Paar EM Halbfinale für Russland 2007

# 17 Res Ruslan Gatiatov -

Scheiterte vergangenes Jahr im Semi zur EM, rutscht als Reservefahrer nach, da die ursprünglichen Reservefahrer durch absagen ins Hauptfeld gerutscht sind.

Slowenien

# 18 Matic Voldrih

Gehört der U21 Nationalmannschaft Sloweniens an. Rutscht als Reservefahrer nach, da die ursprünglichen Reservefahrer durch absagen ins Hauptfeld gerutscht sind.


Pressemitteilung vom 03.06.2008 - Text: Manuel Wüst

Smolinski: “Will meinen Fans was zeigen!“

Der zweite deutsche Teilnehmer beim Speedway Europameisterschaftshalbfinale ist Martin Smolinski. Er ist der amtierende deutsche Meister und hatte im vergangenen Jahr wohl die genialsten Tage, die sich ein Sportler auch nur wünschen kann! Innerhalb von nicht einmal vierzehn Tagen gewann Martin Smolinski fünf Titel auf einen Schlag und wurde zu einem der erfolgreichsten Sportler des Jahres 2007.

Die entscheidende Phase der Saison 2007 begann jedoch mit einem Rückschlag: Mit seinem schwedischen Ligateam Hammarby Stockholm schied der Zweite der Vorrundentabelle in den Halbfinals der Play Offs aus. Nicht jedoch in der englischen Liga: Smolinski räumte mit den Coventry Bees sämtliche Trophäen ab, die es in Englands höchster Klasse zu gewinnen gibt: Die Mannschaftsmeisterschaft, Pokalsieg und das Craven Shield wurden von den Bees gewonnen. Da man aufhören soll wenn's am schönsten ist, nahm sich Martin nach drei Jahren in England eine Auszeit und beschloss die Saison 2008 in England auszusetzen. Zwei Mannschaftsmeisterschaften, zwei Pokalsiege und einmal das Craven Shield sind Martins Ausbeute in drei Jahren England mit den Bees.

In Deutschland schaffte er es mit dem MSC Olching den Mannschaftstitel aus 2006 vor 5.000 Zuschauern zu verteidigen und holte sich zudem noch in Stralsund die deutsche Einzelmeisterschaft.

Da er 2008 neben dem Vertrag seines Heimatvereins MSC Olching für die deutsche Bundesliga, nur in Polen (GTZ Grudziadz) und Schweden (Hammarby Stockholm) Ligaverträge unterschrieben hat, wird Martin 2008 wieder an der Europameisterschaft teilnehmen: „Die letzten Jahre machte es wenig Sinn für mich, die EM zu fahren, da ich ständig unterwegs war. Hier wollte ich mir keine zusätzlichen Reisezeiten aufbrummen. Dieses Jahr will ich dabei sein und erstmal das Finale schaffen.“, erklärt der Olchinger warum er in den letzten Jahren keine EM fuhr.

Für das Halbfinale in Herxheim ist der Olchinger speziell motiviert: „In den vergangenen Jahren fuhr ich meistens im Ausland und nur wenige Rennen in Deutschland. In Herxheim möchte ich aufs Treppchen! Ich will meinen Fans am 8. Juni im Waldstadion was zeigen! Schließlich werden sie es sein, die uns deutschen Fahrern die letzten 10% der nötigen 110% geben werden!“. Wenn die Quali fürs Finale geschafft ist, will Martin, selbstbewusst wie immer, natürlich mehr: „Im Finale will ich dann ganz vorne mitmischen. Ich lege dieses Jahr sehr viel Wert darauf, da sich ein Titel hervorragend vermarkten lässt und ein EM-Titel lässt sich noch besser als der Titel des deutschen Meisters verkaufen!“.

Die Bahn in Herxheim kennt Martin auch bereits bestens und weiß auch von ihren Tücken: „Bei der fehlenden Bande ist das schon ein kleiner Heimvorteil. Da die Bande fehlt kann sie ganz schnell zum Verhängnis werden, da man beim Verlassen der Bahn evtl. wichtige Punkte liegen lässt. Aber im Großen und Ganzen komme ich recht gut mit der Bahn zurecht.“

Erfolgreich ist Martin nicht alleine, ohne sein Team wäre dieser Erfolg kaum machbar: „Mein Team das hinter den Kulissen für mich tätig ist, gibt mir den Background den ich brauche. Jeder ist enorm wichtig für mich. Sei es die Unterstützung im Bereich Presse, Marketing, Homepage und Fanpflege. Oder meine Leute die sich um die Motorräder Kümmern, die mir die Flüge buchen und alles Logistische für mich regeln. Auch geben Sie mir mal nen Tritt in den Allerwertesten, wenn ich mal neben mir stehe oder Punkte einfach verschenke. Ohne mein Team wäre ich heute nicht da wo ich jetzt bin!“, weiß Smolinski die Arbeit seiner Helfer zu schätzen.

Auch neben der EM verfolgen Martin und sein Team große Ziele: „Bei jedem Rennen wollen wir so viele Punkte wir nur möglich schreiben. Meinen Titel des deutschen Meisters möchte ich selbstverständlich auch verteidigen und mit Olching möchte ich den Titelhattrick schaffen. In Polen und Schweden möchte ich mit meinen Teams in die Play Offs und vor allem in Schweden wir dann richtig Gas gegeben, da haben wir noch eine Rechnung aus dem Vorjahr offen!“


Pressemitteilung vom 02.06.2008 - Text: Manuel Wüst - Fotos: Jörg Gaedtke
 

Jung und alt im Fahrerfeld

Solch ein Fahrerfeld kann man nicht selbst verpflichten! Das Starterfeld beim Europameisterschaftshalbfinale am 8. Juni in Herxheim verspricht absoluten Spitzensport! Es stellt eine gesunde Mischung aus jung und alt, erfahrenen Recken und jungen Haudegen dar. Bestes Beispiel sind hier die beiden Schweden im Feld:

 

Auf der einen Seite steht mit dem 34 Jahre alten Mikael Max ein Fahrer im Starterfeld, der bereits mehrfach Mannschaftsweltmeister mit dem schwedischen Nationalteam wurde und 1994 sogar den U21-Weltmeistertitel erringen konnte. Bis 2004 war Mikael Max auf einer einzigen Erfolgswelle, als er als permanenter Fahrer im Speedway Grand Prix in den größten Arenen in Europas Hauptstädten (Millennium Stadium Cardiff, Olympiastadion Stockholm, Parken Stadion Kopenhagen) bei den Grand Prix Rennen ans Band ging. Hier sammelt sich geballte Erfahrung, die der Schwede noch immer bestens umsetzen kann, was er mit einem sicher und routiniert herausgefahrenen fünften Platz beim Grand Prix Qualifikationsrennen in Abensberg am Pfingstmontag unter Beweis stellte.

Aus dem gleichen Land kommt mit Sebastian Alden ein Fahrer nach Herxheim, für den die Erfolge eines Mikael Max das absolute Ziel sind. Für Alden, der in diesem Jahr nicht mehr als U21 Junior gilt, ist es mittlerweile an der Zeit Erfolge sprechen zu lassen. Der schwedische U21 Meister des Jahres 2006, hat nach einem Tief in der Saison 2007 wieder den Weg nach England gefunden und befindet sich dort bereits in guter Form. Bereits im vergangenen Jahr nahm Alden an der Europameisterschaft teil, doch ein 11. Platz im Finale genügte nicht wirklich seinen Ansprüchen. Um jedoch diese Platzierung verbessern zu können, wird es notwendig sein, die Hürde Herxheim zu nehmen und sich für das Finale in Lendava/Slowenien zu qualifizieren. Man darf gespannt sein ob sich Routine oder Unbekümmertheit durchsetzen können.

Infos zum Rennen und zu weitern Fahrern: www.speedway.de

Mikael Max
21.08.1973
Ligaclub 2008: KSM Ostrow (Polen), Piraterna (Schweden)
Erfolge: Fuhr 10 Jahre im Grand Prix, 1999- 2004 als permanenter Fahrer, U-21 Weltmeister 1994, 4x Team Weltmeister, mehrere Ligatitel in Polen, Schweden & England

Sebastian Alden
07.11.1985
Ligaclubs: England Swindon Robins, Schweden Dackarna Malilla, Polen RKM Rybnik,
Erfolge: Schwedischer U21 Meister 2006, Platz 14. U21 WM Finale 2006, U21 Team-WM Vizeweltmeister 2006, 7. U19 EM 2003, Platz 11 EM 2007


Pressemitteilung vom 27.05.2008 - Text: Manuel Wüst

Hefenbrock: „Eine irre Gefühl, wenn 20.000 Zuschauer einem zujubeln!“

Am 8. Juni in Herxheim beim EM-Halbfinale im Speedway am Start

Der DMSB als höchste deutsche Instanz im deutschen Motorsport hat mit den deutschen Meistern Christian Hefenbrock (2006) und Martin Smolinski (2007) seine derzeit besten deutschen Drifter für das Speedway EM Halbfinale im Herxheimer Waldstadion nominiert. Wir stellen ihnen die beiden deutschen Toppiloten vor, die am 8. Juni beim Europameisterschaftshalbfinale in Herxheim versuchen werden sich für das EM Finale im slowenischen Lendava zu qualifizieren.

Christan Hefenbrock hat, wie auch Smolinski, den typischen Werdegang über die Schülerklassen in die internationale Welt des Speedwaysports geschafft und wurde als Deutscher Meister 2006 für das größte Speedwayrennen in Deutschland seit dem Speedway Grand Prix in Berlin 2001 nominiert. Beim 100. Speedway Grand Prix der Geschichte in der Veltins Arena in Gelsenkirchen im Oktober 2007 vertrat Hefe, wie ihn seine Fans nennen, als Gastfahrer die deutschen Farben. Viele Diskussionen gab es im Vorfeld, ob Hefe die geeignete Wahl sei und der damals 22 Jahre alte Hefenbrock rechtfertigte seine Nominierung bereits im ersten Lauf des Tages, als er mit einem perfekten Start alle Kritiker verstummen lies und zum Laufsieg fuhr. „Es war ein irres Gefühl, als ich nach der ersten Kurve in Front lag und ich dachte mir nun muss ich einfach weitermachen. Nach den vier Runden war dieses irre Gefühl wieder da, als durch den Jubel der mehr als 20.000 Zuschauer in der Veltins Arena förmlich der Boden bebte!“, beschreibt Hefenbrock seine Eindrücke vor und nach dem Lauf. Am Ende erreichte Christan Hefenbrock Platz 14 mit vier Punkten und hatte seine Nominierung ins Feld der weltbesten Speedwaypiloten durchaus gerechtfertigt.

Die erfolgreichste Saison hatte der Liebenthaler 2006: Er erreichte zum dritten Mal in Folge das U21 WM Finale und konnte dort nach 23 Jahren erstmals wieder mit der Bronzemedaille einen Spitzenplatz für Deutschland bei einem WM-Rennen erringen. Doch damit nicht genug. Beim EM-Finale der Senioren belegte der damals 21 Jahre alte Fahrer Platz drei und sicherte somit auch die erste EM-Medaille für Deutschland. „Diesen Platz möchte ich unbedingt wieder haben. Ich war einfach nur stolz, die Nummer drei in Europa zu sein. In Herxheim steht die Qualifikation fürs Finale an erster Stelle, doch am liebsten würde ich schon dort aufs Podium fahren. Sollte ich die Qualifikation schaffen, reise ich dann nicht nach Lendava um 8. oder 10. zu werden. Ich will wieder aufs Podium!“, berichtet Hefenbrock von seinen Zielen.

Die Bahn in Herxheim hat Hefenbrock ebenfalls in bester Erinnerung: 2006 wurde er dort erstmals deutscher Meister: „Die Bahn in Herxheim liegt mir. Sie ist vergleichbar mit der Heimbahn meines englischen Ligaclubs Wolverhampton. Zudem wurde ich dort erstmals deutscher Meister, was generell tolle Erinnerungen weckt.“. Auch auf die Fans baut Hefenbrock in Herxheim: „Ich habe in Herxheim eigentlich nur nette Leute kennen gelernt, die einen auch sehr unterstützen und da hoffe ich natürlich, dass sie mich und Martin Smolinski zahlreich und nach Kräften beim Rennen unterstützen werden. Zudem verspreche ich mir in Herxheim durch die fehlende Bande, die wir von der deutschen Meisterschaft kennen, einen enormen Heimvorteil. Die Fahrer, die aus Russland oder Schweden an diesem Rennen teilnehmen kennen dies nicht. Die sind es gewohnt mit Bande zu fahren.“

Ganz wichtig für Christian Hefenbrock sind natürlich seine zahlreichen Helfer. „Mein Vater Jörn ist hier enorm wichtig, der alles in Deutschland regelt, wenn ich auf Rennen in der englischen, polnischen oder schwedischen Liga unterwegs bin. Zudem fungiert er in Deutschland als mein Mechaniker“. In Deutschland startet Hefe momentan für den AC Landshut, mit dem er die Tabelle in der deutschen Bundesliga anführt, die im Moment einen regelrechten Zuschauerboom erlebt. Auch sonst spürt Hefe , dass sich der Speedwaysport in Deutschland auf einem aufsteigenden Ast befindet: „Wir haben inzwischen zahlreiche gute Speedwayfahrer. Früher hatte Deutschland wenige gute Speedwayfahrer und etliche gute Langbahnfahrer. Heute hält sich hier die Waage. Wir haben in den großen Ligen in Deutschland und Polen so viele deutsche Fahrer unter Vertrag wie nie zuvor. Es ist toll hier ein Teil davon zu sein und seinen Beitrag zu leisten, dass der Sport endlich den Stellenwert erlangt, den er verdient“. Dies geht am besten mit internationalen Erfolgen und die will Hefe unbedingt erreichen. Ein Sprungbrett auf dem Weg zum internationalen Erfolg wird das EM Halbfinale in Herxheim sein. Mit zahlreicher Unterstützung will er es schaffen diese Hürde am 8. Juni zu nehmen.

Das Fahrerfeld


Pressemitteilung vom 20.05.2008 - Text: Manuel Wüst - Fotos: Jörg Gaedtke

Nicht nur Österreich und die Schweiz haben eine Europameisterschaft!

Auch die MSV Herxheim hat erstmals ein Europameisterschaftsrennen! Am 8. Juni wird auf der Speedwaybahn im Herxheimer Waldstadion das Halbfinale zur diesjährigen Europameisterschaft ausgetragen. Anstatt je elf Mann und einem Ball, treten 16 Fahrer in 20 Heats à 4 Fahrern mit ihren 500ccm Motorrädern ohne Bremsen an. Jeder Fahrer startet fünfmal und muss am Ende genügend Punkte sammeln, um unter den Top Sechs des Tages zu landen, denn für 10 von 16 Fahrern wird nach diesem Rennen der Traum vom Europameisterschaftsfinale bereits zu Ende sein. Nur die besten sechs der 16 Fahrer können sich für das Finale im slowenischen Lendava qualifizieren. Somit ist durch den Modus des Rennens für ausreichend Spannung gesorgt.

Im Viertelfinale in Ungarn wurden bereits acht Teilnehmer für das Rennen ermittelt und es zeichnet sich ein hochklassiges Fahrerfeld in Herxheim ab: Mit den starken und vor allem erfahrenen Ungarn Laszlo Szatmari und Robert Nagy (ehemaliger deutscher Mannschaftsmeister mit dem MSC Diedenbergen) sowie dem dritten Ungarn Matej Ferjan, der bereits über Erfahrung aus dem Speedway Grand Prix verfügt, kommen drei sehr erfahrene Fahrer ins Feld.

Dieser Erfahrung stehen die beiden jungen Talente Morten Risager aus Dänemark sowie der Tscheche Filip Sitera gegenüber. Risager ging bereits im Alter von 16 Jahren in die härteste Liga der Welt und wird diese Erfahrung sicherlich in Herxheim umsetzen können. Sitera hat diesen Schritt noch nicht gewagt, war jedoch nach einigen Auftritten einer der am meisten gejagten Fahrer in der britischen Elite League. Aus Russland hat sich Aleksiej Charczenko für das EM Halbfinale qualifiziert. Bereits gesetzt ist sein Landsmann Sergej Darkin. Aus den Niederlanden wurden Henk Bos für das Halbfinale nominiert. Auf Nominierungen aus Polen und Schweden wartet die MSV Herxheim noch. Die Fahrer werden schnellstmöglich bekannt gegeben.

 

Hoch motiviert und am Renntag sicherlich bestens vorbereitet gehen die beiden deutschen Topdrifter Martin Smolinski und Christian Hefenbrock ins Rennen. Die deutschen Meister der Jahre 2007 (Smolinski) und 2006 (Hefenbrock) sind momentan die beiden stärksten Vertreter des deutschen Speedwaysports und wollen beide den Sprung ins Finale schaffen. Smolinski nimmt erstmals an der EM teil und will dort unbedingt ins Finale: „Ich bin immer stolz, wenn ich international die deutschen Farben vertreten kann, und das Finale möchte ich unbedingt erreichen. Dort werden dann die Karten neu gemischt und in einem Tagesfinale ist dann alles möglich. Herxheim hat eine gute Bahn, auf der ich auch bereits zweimal gefahren bin. Ich hoffe natürlich, dass zahlreiche Fans den Weg ins Waldstadion finden, um uns dort zu unterstützen.“

Christian Hefenbrock war hingegen schon mehrfach bei der Europameisterschaft am Start und konnte 2006 als einziger Deutscher die Bronzemedaille gewinnen. Diese will der 23-jährige unbedingt zurück: „Diese Medaille möchte ich unbedingt wieder haben. Ich war 2006 einfach nur stolz die Nummer drei in Europa zu sein. In Herxheim steht die Qualifikation fürs Finale an erster Stelle, doch am liebsten würde ich schon dort aufs Podium fahren. Sollte ich die Qualifikation schaffen, reise ich dann nicht nach Lendava um 8. oder 10. zu werden, Ich will wieder aufs Podium!“

Unsere beiden Drifter hoffen natürlich auf zahlreiche deutsche Unterstützung von den Rängen wenn es um die Qualifikation für die nächste Runde geht. Seien Sie dabei und unterstützen Sie unsere deutschen Piloten beim Kampf um die Tickets fürs Finale.

Hochklassischer Sport ist garantiert!

Training: 09.00 Uhr
Fahrervorstellung: 13:00 Uhr
Rennbeginn: 13:30 Uhr

Eintritt: 10€ Erwachsene, Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt

Infos zum Rennen:
Telefon 07275-913886
Internet: www.speedway.de
e-Mail: Manuel.Wuest@victoria.de