Ab sofort gehts auch rechts herum„Ich will mit dem Bahnsport nichts mehr zu tun haben.“ Das waren die abschließenden Worte eines der größten Nachwuchstalente zum Thema Bahnsport. Die Rede ist von Kai Huckenbeck, eines der größten Nachwuchstalente, was der Bahnsport in den letzten Jahr aufweisen konnte. Noch vor einem Jahr war er voller Tatendrang und Zielen im Bahnsport (BSA berichtete 12/04), doch strebt der mehrfacher deutsche und auch holländische Meister, |
![]() Kai auf der Kartbahn in Harsewinkel |
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der im Oktober in Dohren sein letztes Motorradrennen fuhr, nun die Karriere als Kartfahrer an. Er besitzt bereits ein Trainingskart, dass knapp 40 PS aufweist und durch eine Fliegkraftkupplung geschaltet wird. „Aber mit diesen 125ccm darf ich (laut Reglement) noch keine Rennen fahren. Ich trainiere damit nur“, so Huckenbeck, der für die Rennsaison 2006 ein 100ccm-Kart sucht. Und dass er auch im Kartsport zu ganz Schnellen gehören kann, bewies er unter anderem auf verschiedenen Kartbahnen in Norddeutschland. So ging er z.B. im Emstalstadion in Harsewinkel auf dem dort zur Verfügung gestellten 6,5 PS-Kart auf die Betonpiste und konnte eine Spitzengeschwindigkeit von 84 Km/h an der schnellste Stelle erzielen. Er durfte aber auch zuvor bei einer festen Trainingsgruppe in Cloppenburg als Gastfahrer mittrainieren und holte sich innerhalb weniger Runden die Führung, nachdem er als Letzter in das Rennen ging. Dass er das Feeling fürs Motorradfahren hat, hat er hinreichend und eindrucksvoll als Seriensieger demonstriert, doch kommt die Ambition zum 4-Radsport vielleicht auch vom Papa. Vater Karl war früher nämlich selber auch jahrelang im Automobilsport unterwegs und unterstützt natürlich den sportlichen Wechsel seinen Sohnes. Ausschlaggebend für die Aufgabe des Bahnsports war zum einen der schwere Sturz in Berghaupten und zum anderen eine Entscheidung des Schiedsrichters beim EM-Finale in Haunstetten, wo laut Meinung von Kai der spätere Europameister Nick Lourens im letzten Lauf hätte disqualifiziert werden müssen. „Er ist mir unter den Lenker gefahren und ich bin gestürzt. Und dann durften aber alle wieder ans Band. Das fand ich nicht richtig. Nick hätte raus gemusst“ Finanziell wird sich der Kartsport auf der Ebene des Bahnsports treffen, doch sieht er viel mehr Möglichkeiten darin, etwas aus dem Kartsport zu machen. „Ich möchte in den Formelsport und dort gut mithalten“, so der 12-jährige Werlter. Auf die Frage, wer im Formel 1-Sport sein Idol wäre, meinte er nur verschmitzt: „ Nö, Schumi nicht. Ich habe kein Vorbild.“ Wünschen wir dem erfolgreichen Bahnsportler viel Glück bei seiner neuen Karriere. Aber vielleicht sehen wir in ja doch in einigen Jahren auf dem Bahnmotorrad wieder, auch wenn dies jetzt noch vehement und klar verneint: „Ich will mit dem Bahnsport nichts mehr zu tun haben.“ |
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