Schweren Herzens haben Thomas Raesfeld und Matze
Stucke beschlossen, dem aktiven Bahnsport den Rücken zu kehren.
Das internationale Gespannteam fuhr seit 2005 gemeinsam, nachdem
beide Akteure über
mehrere Jahre an keinem Rennen mehr teilgenommen hatten. Werdegang TackenThomas (mit Spitznamen Tacken) begann Anfang
der 90er seine Gespannlaufbahn. Nach einem 6. Platz (1991) und einem 2.
Rang (1992) bei den Bahnpokalrennen stieg Thomas 1993 in die internationale
Lizenz auf. Bis 1994 nahm er an den Rennen teil, ehe er erstmals dem
aktiven Bahnsport den Rücken kehrte. Werdegang MatzeMatze hingegen kommt aus der Soloszene. Seinen Stahlschuh
hängte er 1997 an den berühmten Nagel, nachdem er ebenfalls Anfang der 90er
die Langbahn- und Speedway-Ovale unsicher machte. 1993 schaffte er den 2.
Rang beim damaligen OMK-Pokal und fuhr fortan in der internationalen Soloklasse. Der ZusammenschlussNachdem Thomas von seinem Bruder Albert Raesfeld 2004
gefragt wurde, ob er nicht mal auf dem Eis fahren wolle, war das Comeback
eigentlich nur noch Formsache. 2005 stieg dann ebenfalls in Unna just
for fun Matze mit ins Boot. Für das Outdorrennen in Vechta, wo Thomas
mit Olaf Heil nannte, kam es folglich zur Geburt des erfolgreichen Duos,
da Heil nicht erschien und Matze kurzerhand einsprang.
Die Läufe im Waldstadion verliefen so gut, dass sie beschlossen, fortan als Rennteam durch die Gegend zu tingeln. Der Erfolg gab ihnen Recht: Als bestes Norddeutsches Gespann landeten sie bei der DM 05 auf dem Bronzerang und schafften somit die Quali zur EM 2006. Der Sturz in HarsewinkelBei dem schweren, unverschuldeten Trainingssturz in
Harsewinkel verletzte sich Thomas schwer, während Matze mit dem Schrecken
davon kam. Noch im Krankenhaus wurde darüber nachgedacht, die 2. Karriere
zu beenden. Doch sowohl Matze als auch Thomas waren sich schließlich einig: "Der
Sturz war nicht unser Fehler, wir fahren weiter!"
Trotz langer Genesungsphase von Thomas nahmen sie am DM-Endlauf 2006 in Werlte teil, schafften eindrucksvoll das Finale und am Ende den 6. Rang. Ein EM -Platz für 2007 war ihnen somit wieder sicher. Doch eines war klar: "Sollte es noch einen schweren Sturz geben, werden wir aufhören". Das AusÜber die Winterpause hinweg konnte sich Thomas endgültig kurieren und ging mit
Matze neu motiviert in die nächste Saison. Beim 6. Rennen der Saison verursachten
sie einen schweren Unfall bei denen alle Beteiligten (mit Peter Albrecht und
Jasmin Staudacher) letztendlich noch relativ glimpflich davon kamen. Noch aus dem Fahrerlager heraus benachritigte Thomas seine Frau Elli telefonsich und sagte: "Das war es. Wir hören auf." Mentale Stärke, doch weiterzumachen, gab Elli ihrem Mann ohne weiteres. Doch die Entscheidung war gefallen. Die Begründung"Nach dem schweren Sturz in Harsewinkel 2006 überlegten
wir schon einmal, aufzuhören. Doch wir wussten, dass es nicht unser
Fehler war. Matze und ich entschlossen uns also, doch weiterzumachen.
Allerdings merkte ich bald, dass ich vom Kopf her nicht wirklich frei
war. Ich habe ja nicht nur die Verantwortung mir und meiner Familie gegenüber,
sondern auch der Familie von Matze, jetzt wo auch er Vater ist. Wiederum in Harsewinkel erlebte ich ein Dejavue zum Sturz vom Vorjahr. Zum Glück war ich aber mit soviel Abstand dahinter, dass ich diesmal ausweichen konnte. Ich konnte mich auch nicht mehr wirklich motivieren. Ich weiß, dass es sicherlich mal wieder in den Fingern kribblen wird, aber die Entscheidung, nach dem Sturz in Werlte endgültig aufzuhören, was uns zwar schwer fiel, ist die Richtige", so der 42-Jährige Fahrer. Matze läßt Revue passierenDas Gesprächstalent mit Entertainmentfaktor sah die
Zeit mit Thomas so: "Die Idee, in Unna auf dem Eis zu fahren, fand ich
klasse. Ich bin auf dem Eis für jeden Spaß bereit, doch draußen kriegt
ihr mich nicht ins Boot. Nee nee, das ist da ja viel zu schnell. Ich
stelle mich gerne als Mechaniker zur Verfügung,
damit ihr mal seht, wie man eine Kupplung einstellt (Matze lacht). Doch als
in Vechta Thomas' geplanter Beifahrer nicht erschien, bin ich doch kurzerhand
eingesprungen. Und ich muss sagen: DAS hat wirklich Spaß gemacht. Es
war ein topp Team und das Material war ebenfalls topp.
ZukunftsperspektivenWährend Matze sich langsam zum Tausendsassa durch
Rennleiter- Schiedsrichter- und aktuell als FIM-Schiedsrichter-Lizenzen
gearbeitet hat, bzw. dieses gerade tut, bleibt Thomas dem Bahnsport ebenfalls
treu. Wenn auch nicht in so offizieller Position wie Kollege Matze unterwegs,
wäre doch in Funktion eines Trainers oder Teammanagers die
Verbundenheit zum Gespannsport nicht ausgeschlossen.
Thomas und Matze sagen DankeQuelle: www.raesfeld-racing.deNach unserem Sturz in Werlte haben Matze und ich schweren Herzens beschlossen, unsere aktive Bahnsportzeit zu beenden. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, jedoch ist nun der richtige Zeitpunkt zum Ende der Saison gekommen. Um so mehr freuen wir uns zum Abschluss über unseren 3. Platz bei der NBM. Selbstverständlich werden wir weiterhin dem Bahnsport eng verbunden sein. Verkauf des MaterialsBahngespann in Top-Zustand
mit neuem 3-Gang-Getriebe |
Die besten Bilder ihrer letzten Saison |
| Aces on Ice in Unna | ||
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| Int. Grasbahnrennen in Lüdinghausen | ||
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| Int. Grasbahnrennen in Bielefeld | ||
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| Int. Sandbahnrennen in Harsewinkel | ||
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| Int. Sandbahnrennen in Werlte - Das Ende der Karriere | ||
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Speedway.org wünscht für die weitere Zukunft alles Gute !!!