Weltmeister-Empfang in Seibranz

Bilder und Text: Susi Weber

Seibranz feiert seinen Weltmeister

SEIBRANZ (swe) - Zum öffentlichen Empfang hat die Ortschaft Seibranz am Sonntagabend geladen und mit Gerd Riss dessen sechsten Weltmeistertitel gefeiert. Riss wurde am Freitag im französischen Marmande Langbahn-Weltmeister und führt mit sechs Weltmeistertiteln die ewige Bestenliste nun alleine an.

Gratulationstafeln an den Ortseingängen, ein Corso im Cabrio und in Begleitung zahlreicher Motorräder durch die Ortschaft, ehrende Worte von Ortsvorsteherin Annemarie Frischknecht und Fanclub-Vorsitzendem Rolf Weder und anschließend gemütliches Beisammensein auf dem Dorfplatz - so sah er aus, der Empfang eines Mannes, der sich mit dem sechsten Titel zwei Tage zuvor selbst ein Denkmal gesetzt hat. Noch nie in der Geschichte der Langbahn-Weltmeisterschaft hat es ein Fahrer geschafft, sechsmal siegreich zu sein.

Selten zuvor war auch die Langbahn-Weltmeisterschaft so spannend wie in diesem Jahr und hatten so viele Piloten vor dem letzten Grand Prix noch die Chance, am Ende ganz oben auf dem Podest zu stehen. Riss schaffte es - mit einem zweiten Platz im A-Finale und 53 WM-Gesamtpunkten. Ortsvorsteherin Annemarie Frischknecht hieß den Titelträger in der Heimat herzlich willkommen: "Ich freue mich im Namen aller Seibranzer." Und weiter: "Es war eine grandiose Leistung." Frischknecht verglich den neuen Weltmeister mit Michael Schumacher: "Was er in der Formel 1 ist, ist Gerd Riss im Langbahnsport."

Die Ortsvorsteherin überbrachte auch im Namen von Bürgermeister Roland Bürkle und Landtagsabgeordneeten Paul Locherer Glückwünsche und Grüße. Fanclub-Vorsitzender Rolf Weder ließ die Geschichte der diesjährigen Langbahn-Weltmeisterschaft noch einmal Revue passieren. Er erinnerte an die beiden ersten Grand Prix in Pfarrkirchen und St. Macaire, bei denen Riss einen zweiten und sechsten Rang einfuhr, aber auch beides Mal vom Pech begleitet war und noch bessere Platzierungen hätte erringen können. "Nervenkitzel pur" sei nun GP Nummer drei gewesen, aus dem Riss einen "großen Krimi" gemacht habe. "Gerd, wir sind stolz auf dich", sagte er im Namen des Fanclubs, der den neuen Weltmeister mit 13 Personen nach Südfrankreich begleitet hatte. Musikalisch wurde der Empfang von der Musikkapelle Seibranz umrahmt.