Die Hitzeschlacht von UngarnSmolinski als einziger Deutscher im Grand Final Es ist einer seiner größten Erfolg in seiner noch jungen Karriere: Speedway-Profi Martin Smolinski hat sich am Wochenende in Miskolc/Ungarn als einziger Deutscher für das Grand Final qualifiziert. Im Grand Final am 19. August in Vedlanda/Schweden werden drei Startplätze für den FIM Speedway Grand Prix, die Königsklasse, im kommenden Jahr vergeben. Kurz nach dem Halbfinalrennen in Ungarn sagt der 21-Jährige selbstbewusst: „Jetzt ist alles möglich. Wenn ich gut drauf bin, kann ich jeden schlagen. In Schweden stehen mir alle Türen offen.“ Er fügt jedoch hinzu: „Es wird sehr schwer, denn es werden auch einige Ex-Grand-Prix-Fahrer um die Startplätze kämpfen.“ Dass der Oberbayer eine Kämpfernatur ist, hat er wieder einmal in Ungarn unter Beweis gestellt. Erst am Samstag flog er von der Insel nach Budapest – gestärkt mit 13 Punkten im Rücken, die er am Freitag für seinen englischen Verein, die Coventry Bees, eingefahren hatte. Kaum angekommen begann Teil eins der Hitzeschlacht von Miskolc: Bei 35 Grad im Schatten wurde am Nachmittag das Training absolviert. Danach hatte Magic Martin schon ein gutes Gefühl: „Es lief gut im Training. Das Setup stimmte und ich war gut drauf.“ Wichtig für den Jungprofi war auch, dass sein ganzes Team vor Ort war: Sein Manager Martin Hacker, seine beiden Mechaniker Alexander Schnell und Heinz Wolf, sein Physiotherapeut Mario Feix und auch Papa Georg Smolinski waren nach Ungarn gekommen, um ihn zu unterstützen. Martin: „Das war ein gutes Gefühl für mich, das mein ganzes Team für mich da war.“ Auch seine internationale Erfahrung in Englands und Polens höchster Speedway-Liga half dem 21-Jährigen enorm: „Ich war ganz ruhig und konzentriert vor den Rennen.“ So konnte Teil zwei der Hitzeschlacht von Miskolc am Sonntag beginnen. Der Start wurde aufgrund der hohen Temperaturen auf elf Uhr vorverlegt. Und Magic Martin war auf den Punkt topfit. In seinem ersten Lauf landete er gleich auf Rang zwei hinter dem Engländer David Howe. In Heat zwei lieferte er sich ein heißes Duell mit dem Ungarn Laszlo Szatmari: „Die Spuren seines Vorderrades waren am Ende auf meinem Arm zu sehen.“ Es reichte nur für Rang drei hinter Szatmari und Thomas Stange (D). Doch nach dem Motto „Jetzt erst recht“ gewann der Oberbayer seinen dritten Lauf und fuhr im vierten und fünften jeweils einen zweiten Platz ein, so dass er am Ende 10 Punkte auf seinem Konto verbuchen konnte. Das reichte zwar nicht für den Finallauf, in den nur die besten Vier einzogen, doch zu einem hervorragenden fünften Platz, der ihn sicher ins Finale zur FIM Speedway Grand Prix-Qualifikation nach Schweden brachte. Er gestand hinterher: „Ich war froh, dass ich bei der Hitze keinen Lauf mehr fahren musste.“ Was zählte war die Qualifikation für das Grand Final zusammen mit dem Tagessieger Matej Ferjan (Slowakei) vor Ales Dryml (Tschechien), Simon Stead (England) und Peter Karlsson (Schweden). „Es sind nur wenige junge Fahrer weitergekommen“, sagte 21-Jährige stolz. Einmal mehr zeigte Magic Martin, dass er der derzeit beste deutsche Speedway-Fahrer ist. Denn Christian Hefenbrock und Stephan Katt konnten sich im zweiten Halbfinale in Polen ebensowenig für Schweden qualifizieren wie der zweite deutsche Fahrer in Ungarn, Thomas Stange. |