UEM 125ccm Youth-Trophy in Tayak,
21.06.2008

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Fahrer Nat FMN 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Pkt C B A Platz
1 Christian Rinkenburger
DMSB
7     7     7     7       28     1. 1.
4 Richard de Biasi
FFM
6         7   7       7   27     2. 2.
22 Andre Majewsky
DMSB
    D 5       6   5       16   2. 3. 3.
21 Kévin Salanova
FFM
    6     6     6     6   24     4. 4.
17 David Bellego
FFM
    5   6     4     6     21     5. 5.
15 Craig Drury
ACU
  7   6     6     6       25     6. 6.
2 Randy Odenziel
KNMV
5       7     S     7     19   1. 7. 7.
5 Xavier Muratet
FFM
4         5     7     4   20     8. 8.
12 Joop van de Pol
KNMV
  5       2 4         5   16   3.   9.
8 Anthony Caldo
FFM
1     3         4   5     13   4.   10.
3 Nico Eijbergen
KNMV
2       5           2   6 15   5.   11.
6 Philie Ittermann
DMSB
3           3     3     7 16   6.   12.
16 Roberto Slot
KNMV
  4   2         3       4 13   7.   13.
25 Eduard Krcmar
ACCR
      4     5   5     3   17   8.   14.
11 Steve Braun
DMSB
  3     3         1     2 9 1.     15.
18 David Pfeffer
DMSB
    4   4       2   2     12 A     16.
7 Nils Hesse
DMSB
A         3       4     5 12 A     17.
19 Christina Sophie Köhn
DMSB
    D     4   5   0   S   9 N     18.
13 Steven Mauer
DMSB
  6       1   1       N   8 N     19.
27 Jack Cornes
ACU
            2 2     4     8 N     20.
24 Michael Härtel
DMSB
    7   S     N     N     7 N     21.
23 Zach Wajtknecht
ACU
    3   2       0 2       7 N     22.
20 Joshua Goodwin
ACU
    2       1     0     3 6       23.
10 Mack Struyk
KNMV
  0     1     3       N   4       24.
9 Philipp Schmuttermayr
DMSB
  2   1     N       N     3       25.
14 Kevin Elliau
FFM
  1       0     1       N 2       26.
26 Daniel Hadek
ACCR
      S     N       N   N 0       27.

Deutschland hat bereits einen Europameister

Nach dem Erfolgsjahr 2007 im deutschen Schülerbahnsport auf internationaler Ebene, wo man schließlich bei der EM und WM der 125 ccm Klasse jeweils die ersten drei Plätze stellte, sollte natürlich in diesem Jahr angeknüpft werden. Am 21. Juni fand die Europameisterschaft im südfranzösischen Tayac in der Nähe von Bordeaux statt. Für den Club in Tayac war dies die erste Prädikatveranstaltung seid Gründung des Vereins.

Die deutschen Farben wurden von insgesamt 10 Fahrern vertreten, davon mit Philine Ittermann und Christina-Sophie Köhn auch die einzigen beiden Ladies aus Deutschland am Start. Der neue Deutsche Teammanager René Schäfer, der ja bereits im vergangenen Jahr die Deutschen Fahrer auf diesen Prädikaten vor Ort betreut hatte, machte sich diesmal auf den Weg nach Tayac. Da er allerdings auch noch einen Tag darauf zu seinem U21 Team in Diedenbergen beim Heimrennen im Semifinale zur Mannschafts WM stoßen musste, blieb nur der Flieger, um rechtzeitig an beiden Orten zu sein. Schließlich begann das Rennen in Tayac erst abends um 21.00 Uhr und in Diedenbergen sollte das Training bereits um 09.30 Uhr für das deutsche Team beginnen. Durch diesen Anlass erklärte sich auch die Physiotherapeutin der Nationalmannschaften Natascha Weigert bereit, mit nach Frankreich zu fliegen, um die deutschen Teenies zu betreuen.

Erstmals wurde das gesamte deutsche Team auch mit einheitlicher Teamkleidung durch die Deutsche Motorsportjugend in Deutschlanddesign ausgestattet. Dieses einheitliche Auftreten kam bei allen Beteiligten sehr positiv an und sogar die Konkurrenz staunte nicht schlecht über die gute Jugendarbeit und Unterstützung des deutschen Nachwuchses.

Das Training begann erst mittags um 14.00 Uhr in der prallen Hitze bei ca. 32°C im Schatten. Außer ein paar kleinen Ausrutschern ging alles gut und es zeichnete sich schon ab, dass die deutschen Vertreter ein Wörtchen um die Titelvergabe mitreden wollten. Schade war allerdings, dass der Titelverteidiger Maik Hofmann nicht mehr antrat, da er in diesem Jahr die Klasse gewechselt hat. Sehr stark präsentierte sich der amtierende Weltmeister Christian Rinkenburger, denn fuhr er im Training die schnellsten Linien und Zeiten und konnte beide seiner Startbandtrainings für sich entscheiden.

Das Rennen wurde gegen 21.00 Uhr gestartet, was natürlich gerade für die Kids im Alter von 10-16 Jahren schon sehr spät ist. Trotz aller Umstände begann der erste Durchgang für die deutschen Vertreter sehr erfolgreich. Christian Rinkenburger konnte direkt den Auftaktheat mit großem Vorsprung für sich entscheiden. Im dritten Durchgang macht dann der jüngste Teilnehmer des Feldes von sich Reden, denn konnte Michael Härtel mit Unterstützung des 4fachen Langbahnweltmeisters Robert Barth, der extra mit nach Frankreich gereist war, um ihn und einige weitere Fahrer zu betreuen, die er mit seinem schnellen Maschinenmaterial ausstattet.

Wirklich schön zu sehen, dass sich nun neben Schäfer auch ein weiterer Ex-Fahrer bei solchen Rennen um die Jugend kümmert.

Der zweite Durchgang begann wieder sehr viel versprechend, denn konnte Rinkenburger wieder klar gewinnen und auch Michael Härtel startete in seinem Lauf eine spektakuläre Aufholjagd, als er von Patz 5 nach dem Start bis auf Platz 2 kämpfte und in der letzten Kurve beim Angriff auf den Erstplatzierten eine tiefe Rille erwischte und es ihm plötzlich das Vorderrad versetzte und den Lenker aus den Händen schlug. Gott sei dank ist bei diesem Sturz nichts wirklich Schlimmes passiert, doch leider konnte Härtel nach diesem Sturz durch diverse Prellungen nicht mehr antreten.

Während des weiteren Rennverlaufes machte sich allerdings auch die Länge und Späte des Rennens bemerkbar, denn kam es bei einem sehr spannenden, ausgeglichenen und harten Rennen zu tollen Positionswechseln, allerdings manchmal leider auch mit Stürzen verbunden. Während des Rennens mussten einige deutsche Teilnehmer leider aufgeben. So wie Phillip Schmuttermeyer, der mit starken Kopfschmerzen passen musste, Steven Mauer, der sich zu später Stunde und bei der wirklich schlechten Flutlichtanlage einfach nicht mehr sicher genug fühlte.

Im letzten Durchgang kam es dann noch zu einem schweren Sturz unserer Amazone Christina-Sophie Köhn, die in der Fahrerlagerkurve schwer zu Fall kam und von den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht wurde. Am Sonntag sollten noch Rutineuntersuchungen durchgeführt werden, man hoffte aber auf keine schlimmeren Verletzungen.

Um 1.00 Uhr wurden dann die Finalläufe ausgetragen. Im B-Finale konnten sich die ersten beiden Platzierten noch für das alles entscheidende A-Finale qualifizieren. Denn dort entscheidet der Laufeinlauf über den Tagessieg, da alle Punktekonten auf Null gesetzt werden. Das B-Finale gewann dann der Niederländer Randy Oldenziel vor dem stark fahrenden Andre Majewsky, der noch im ersten Lauf disqualifiziert wurde und dann immer stärker wurde.

Im A-Finale waren nun 2 Deutscher Vertreter mit Mr. Maximum Christian Rinkenburger und Andre Majewsky. Als das Startband zum entscheidenden Finale hoch ging, konnte sich Christian Rinkenburger direkt in der ersten Kurve an die Spitze setzen und gewann das Finale ganz sicher und wurde somit nach dem WM Titel in der vergangenen Saison nun auch Europameiste. Andre Majewsky konnte sensationell, nachdem er sich erst über das B-Finale qualifizieren musste, den 3. Platz in der EM 2008 sichern.

Man sieht auch an diesem Ergebnis, dass wir in Deutschland mit unserer Jugendarbeit in den vergangenen Jahren auf dem richtigen Weg sind. Generell kann man von tollem Sport bei sehr tropischen Verhältnissen sprechen. Das Flutlicht allerdings war nicht sehr gut und an den Startzeiten eines Rennens wurde dem Verein von der Jury und den Teambetreuern eine Empfehlung gegeben, dass diese unbedingt früher beginnen sollten. Ein Dank gilt allen deutschen Vertretern, die diese weite Reise auf sich nahmen und den deutschen Sport wieder sehr positiv präsentiert haben.

Platz 3: Majewsky - Platz 1: Rinkenburger

Text: René Schäfer - Fotos: Steffen Turban